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    <ntv:field ntv:name="headline">Fahren mit dem Joystick</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Keine Pedale, kein Lenkrad</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die Elektronik machts möglich: Schon heute brauchen Autos keine Pedale oder Lenkräder mehr. Eine Spezialfirma für die behindertengerechte Umrüstung von Autos zeigt in Genf ein Fahrzeug, das mit einem Joystick gesteuert werden kann.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Eigentlich baut die Firma Paravan Autos für behinderte Menschen: Fahrzeuge, die beschleunigen und lenken, obwohl der Fahrer weder Pedale treten noch ein Lenkrad drehen kann.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Auf dem Genfer Autosalon will die Firma aus Pfronstetten (Kreis Reutlingen) das Autofahren per Joystick nun massentauglich machen: Die Entwickler zeigen gemeinsam mit anderen Unternehmen den Prototyp eines Stadtflitzers, das weder Pedale noch Lenkrad hat.</p><p>An Visionen hat es Paravan-Chef Roland Arnold nie gefehlt. Mit seinen Spezial-Anfertigungen für Autos hat es der gelernte Kfz-Mechaniker vielen Behinderten möglich gemacht, wieder ohne fremde Hilfe mobil zu sein. Und gleichzeitig hat er eine profitable Marktlücke aufgetan: 13,5 Millionen Euro setzte das Unternehmen 2009 um - das Wachstum liegt seit Jahren im zweistelligen Prozentbereich.</p><h3>Ideal für den Stadtverkehr</h3><p>Jetzt also will Arnold den Kundenkreis ausweiten und die Joystick-Lenkung auch für Nicht-Behinderte anbieten. Dort, wo sonst die Gangschaltung sitzt, haben die Ingenieure einen Hebel eingebaut - zum Gasgeben, Bremsen, Lenken und Blinken. Zum Beispiel für den Stadtverkehr sei die Joystick-Lenkung ideal, glaubt Arnold. Ohne Kraftaufwand lässt sich das Fahrzeug durch den Verkehr lenken. Außerdem hätten solche Fahrzeuge weniger Gewicht, weil auf die wuchtige Lenksäule verzichtet werden könne - das spare Benzin.</p><p>"Bisher hat es niemand geschafft, das digitale Signal des Joysticks in mechanische Lenkbewegungen umzuwandeln", sagt der Paravan-Chef. Mit der Technik, an der das Unternehmen seit über zehn Jahren feilt, sei eine völlig neue Automobil-Architektur denkbar. "Es ist egal, ob der Fahrer links oder rechts sitzt, ob er im Auto sitzt oder das Fahrzeug fernsteuert." Aber auch andere Automobilkonzerne wie Daimler, Toyota oder Zulieferer wie ZF Lenksysteme studieren oder erproben die Möglichkeiten einer Joystick-Lenkung.</p><h3>Gründeridee durch Zufall</h3><p>Seit 13 Jahren tüftelt Arnold an technischen Möglichkeiten, um Schwerbehinderten das Autofahren zu ermöglichen. Damals hatte er auf einer Autobahnraststätte einer fremden Frau geholfen, ihren Mann vom Rollstuhl ins Auto zu setzen. Seine Frage, ob es denn dafür keine entsprechenden Hilfsmittel gebe, verneinte die Frau. Das war die Geburtsstunde der Firma. Inzwischen hat er knapp 100 Mitarbeiter.</p><div id="native11"></div><p>Das Konzept ist heute bei den meisten Autos, die Paravan umbaut, ähnlich: Auf Knopfdruck senkt sich das Fahrzeug ab, eine Rampe fährt heraus, über die der Rollstuhl ins Auto fahren kann. Dort sind je nach Behinderungsgrad oder Krankheit Joysticks, Minilenkräder oder noch ganz andere individuelle Lösungen eingebaut. "Jedes Auto wird angepasst und zum Maßanzug auf vier Rädern", sagt Paravan-Sprecher Tobias Schönleber. Damit werden auch Menschen mit schwersten Behinderungen wieder mobil.</p><h3>Vom Startup zum Marktführer</h3><p>Rund 500 Fahrzeuge aller Marken, vom Polo bis zum Porsche, hat Paravan bislang auf der Schwäbischen Alb behindertengerecht umgebaut. Inzwischen agiert das Unternehmen weltweit und gilt als Marktführer in der Branche. Der Schritt, die Technik auch in normale Fahrzeuge einzubauen, sei dann gar nicht mehr so groß gewesen, sagt Rolf Gramenske, einer der Entwickler des Unternehmens.</p><div id="mid1"></div><p>Thomas Fischer ist Fahrlehrer und bringt sonst behinderten Menschen das Autofahren bei. Jetzt zeigt er auch gesunden Menschen, wie man per Joystick lenkt, Gas gibt oder bremst. "Junge Leute mit Computerspiel-Erfahrung tun sich leichter", sagt der Fahrlehrer schmunzelnd. Bei der "Generation Playstation" dürfte das Fahrzeug von Paravan also gut ankommen. Wenn alles gut geht, sollen die ersten Serien-Wagen ohne Lenkrad und Pedale den Unternehmens-Planungen zufolge in zehn Jahren über die Straßen rollen.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Eigentlich baut die Firma Paravan Autos für behinderte Menschen: Fahrzeuge, die beschleunigen und lenken, obwohl der Fahrer weder Pedale treten noch ein Lenkrad drehen kann.</p>
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      <p>Auf dem Genfer Autosalon will die Firma aus Pfronstetten (Kreis Reutlingen) das Autofahren per Joystick nun massentauglich machen: Die Entwickler zeigen gemeinsam mit anderen Unternehmen den Prototyp eines Stadtflitzers, das weder Pedale noch Lenkrad hat.</p>
      <p>An Visionen hat es Paravan-Chef Roland Arnold nie gefehlt. Mit seinen Spezial-Anfertigungen für Autos hat es der gelernte Kfz-Mechaniker vielen Behinderten möglich gemacht, wieder ohne fremde Hilfe mobil zu sein. Und gleichzeitig hat er eine profitable Marktlücke aufgetan: 13,5 Millionen Euro setzte das Unternehmen 2009 um - das Wachstum liegt seit Jahren im zweistelligen Prozentbereich.</p>
      <h3>Ideal für den Stadtverkehr</h3>
      <p>Jetzt also will Arnold den Kundenkreis ausweiten und die Joystick-Lenkung auch für Nicht-Behinderte anbieten. Dort, wo sonst die Gangschaltung sitzt, haben die Ingenieure einen Hebel eingebaut - zum Gasgeben, Bremsen, Lenken und Blinken. Zum Beispiel für den Stadtverkehr sei die Joystick-Lenkung ideal, glaubt Arnold. Ohne Kraftaufwand lässt sich das Fahrzeug durch den Verkehr lenken. Außerdem hätten solche Fahrzeuge weniger Gewicht, weil auf die wuchtige Lenksäule verzichtet werden könne - das spare Benzin.</p>
      <p>"Bisher hat es niemand geschafft, das digitale Signal des Joysticks in mechanische Lenkbewegungen umzuwandeln", sagt der Paravan-Chef. Mit der Technik, an der das Unternehmen seit über zehn Jahren feilt, sei eine völlig neue Automobil-Architektur denkbar. "Es ist egal, ob der Fahrer links oder rechts sitzt, ob er im Auto sitzt oder das Fahrzeug fernsteuert." Aber auch andere Automobilkonzerne wie Daimler, Toyota oder Zulieferer wie ZF Lenksysteme studieren oder erproben die Möglichkeiten einer Joystick-Lenkung.</p>
      <h3>Gründeridee durch Zufall</h3>
      <p>Seit 13 Jahren tüftelt Arnold an technischen Möglichkeiten, um Schwerbehinderten das Autofahren zu ermöglichen. Damals hatte er auf einer Autobahnraststätte einer fremden Frau geholfen, ihren Mann vom Rollstuhl ins Auto zu setzen. Seine Frage, ob es denn dafür keine entsprechenden Hilfsmittel gebe, verneinte die Frau. Das war die Geburtsstunde der Firma. Inzwischen hat er knapp 100 Mitarbeiter.</p>
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      <h3>Vom Startup zum Marktführer</h3>
      <p>Rund 500 Fahrzeuge aller Marken, vom Polo bis zum Porsche, hat Paravan bislang auf der Schwäbischen Alb behindertengerecht umgebaut. Inzwischen agiert das Unternehmen weltweit und gilt als Marktführer in der Branche. Der Schritt, die Technik auch in normale Fahrzeuge einzubauen, sei dann gar nicht mehr so groß gewesen, sagt Rolf Gramenske, einer der Entwickler des Unternehmens.</p>
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