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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:author="Von Holger Preiss" ntv:publishdate="01.11.2012 16:20" ntv:section="Auto" ntv:id="7635136" ntv:homesection="Auto" ntv:url="https://apps.n-tv.de/auto/Lancia-vor-dem-Aus-Ende-fuer-Traditionsmarke-article7635136.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Fiat dreht Lancia den Saft ab</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Aus für italienische Traditionsmarke</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">In den 1960er Jahren sorgten Modelle mit dem "F" für Furore: Flavia, Flaminia und Fulvia brachten der italienischen Marke Lancia einen Ruf ein. Was folgte, war eine über viele Jahre unglückliche Produktpolitik, die auch mit der Verbindung zu Chrysler nicht besser wurde. Jetzt ist das langsame Sterben der Marke öffentlich gemacht worden.</ntv:field>
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      <ntv:field ntv:name="caption">Das italienische Lebensgefühl auf amerikanischer Basis hat nicht gefruchtet. Lancia steht vor dem Aus.</ntv:field>
      <ntv:field ntv:name="credits">ASSOCIATED PRESS</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Es war nur eine Randbemerkung von Sergio Marchionne, aber die Tragweite für Lancia könnte wuchtiger nicht sein. Kaum eine "Überlebenschance" attestierte der Fiat Chef der Traditionsmarke bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Die Nachfrage nach Modellen von Lancia habe sich in seinen Augen unzureichend entwickelt. Lediglich das in Italien sehr beliebte Kleinwagenmodell Y habe überhaupt noch eine Zukunft. Auch die jüngsten Modelle wie der Flavia und der neue Delta brachten die Marke nicht in die Erfolgsspur zurück.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Statt für die Marke eine weitere Modelloffensive zu starten, haben sich Fiat und Chrysler angesichts der Krise auf dem europäischen Automarkt entschlossen, dem 1906 gegründeten Autobauer langsam den Saft abzudrehen. Vielmehr will man sich, so Marchionne, auf die Marken Alfa Romeo und Maserati konzentrieren, die neben dem Fiat 500 und dem Jeep eine entscheidende Rolle im Konzern einnehmen sollen. Dazu gehöre auch der im kommenden Jahr in Modena produzierte Alfa 4C und zwei im Turiner Vorort Grugliasco montierte Maserati-Modelle.</p><h3>Produktion läuft aus</h3><p>Bei Lancia hingegen soll Schritt für Schritt die Produktion gedrosselt werden, bevor sie schließlich komplett eingestellt wird. Lediglich der Kleinwagen Ypsilon soll weiterhin in Polen produziert werden. So bleibt die Marke zwar formal erhalten, wird aber in Zukunft keine Protektion mehr erfahren. Dieser Schritt ist auch ein Eingeständnis des Scheiterns. Nach dem Kauf des US-Herstellers Chrysler hatte Marchionne versucht, Lancia auf der technischen Plattform der Amerikaner wiederzubeleben.</p><p>Allerdings ging die Ehe in die Brüche, bevor sie richtig begann. Die umetikettierten Amerikaner verfingen bei den europäischen Kunden nicht. Die erwarteten "Bella Italia" und bekamen den europäisierten "American Way of Life". Ein Stil, der der angepeilten Kundschaft nicht gefallen konnte. Jetzt zieht Fiat die Reißleine.</p><h3>Fiat hat keine Wahl</h3><p>Die Krise auf dem europäischen Automarkt brachte Fiat seit Anfang des Jahres ein Minus von 800 Mio. Euro. Die Schulden kletterten in den drei Monaten bis Ende September um 1,3 auf 6,7 Mrd. Euro. Dass die Italiener auf Konzernebene überhaupt noch profitabel arbeiten, haben sie einzig Chrysler zu verdanken, die auf dem nordamerikanischen Markt im Augenblick extrem gut aufgestellt sind. Die Lage für Fiat wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern.</p><p>Statt eines schrittweisen Absatzanstiegs auf sechs Millionen Fahrzeuge rechnet Fiat nun für 2013 mit 4,3 bis 4,5 Millionen Einheiten und ein Jahr später mit 4,6 bis 4,8 Millionen. Damit wäre Fiat weit entfernt von der Größenordnung, die Marchionne vor einigen Jahren noch als überlebensnotwendig für einen Autobauer bezeichnet hatte. Die überlebensnotwendige Gewinnschwelle im Europageschäft solle aber spätestens 2016 erreicht sein.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Es war nur eine Randbemerkung von Sergio Marchionne, aber die Tragweite für Lancia könnte wuchtiger nicht sein. Kaum eine "Überlebenschance" attestierte der Fiat Chef der Traditionsmarke bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Die Nachfrage nach Modellen von Lancia habe sich in seinen Augen unzureichend entwickelt. Lediglich das in Italien sehr beliebte Kleinwagenmodell Y habe überhaupt noch eine Zukunft. Auch die jüngsten Modelle wie der Flavia und der neue Delta brachten die Marke nicht in die Erfolgsspur zurück.</p>
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      <p>Statt für die Marke eine weitere Modelloffensive zu starten, haben sich Fiat und Chrysler angesichts der Krise auf dem europäischen Automarkt entschlossen, dem 1906 gegründeten Autobauer langsam den Saft abzudrehen. Vielmehr will man sich, so Marchionne, auf die Marken Alfa Romeo und Maserati konzentrieren, die neben dem Fiat 500 und dem Jeep eine entscheidende Rolle im Konzern einnehmen sollen. Dazu gehöre auch der im kommenden Jahr in Modena produzierte Alfa 4C und zwei im Turiner Vorort Grugliasco montierte Maserati-Modelle.</p>
      <h3>Produktion läuft aus</h3>
      <p>Bei Lancia hingegen soll Schritt für Schritt die Produktion gedrosselt werden, bevor sie schließlich komplett eingestellt wird. Lediglich der Kleinwagen Ypsilon soll weiterhin in Polen produziert werden. So bleibt die Marke zwar formal erhalten, wird aber in Zukunft keine Protektion mehr erfahren. Dieser Schritt ist auch ein Eingeständnis des Scheiterns. Nach dem Kauf des US-Herstellers Chrysler hatte Marchionne versucht, Lancia auf der technischen Plattform der Amerikaner wiederzubeleben.</p>
      <p>Allerdings ging die Ehe in die Brüche, bevor sie richtig begann. Die umetikettierten Amerikaner verfingen bei den europäischen Kunden nicht. Die erwarteten "Bella Italia" und bekamen den europäisierten "American Way of Life". Ein Stil, der der angepeilten Kundschaft nicht gefallen konnte. Jetzt zieht Fiat die Reißleine.</p>
      <h3>Fiat hat keine Wahl</h3>
      <p>Die Krise auf dem europäischen Automarkt brachte Fiat seit Anfang des Jahres ein Minus von 800 Mio. Euro. Die Schulden kletterten in den drei Monaten bis Ende September um 1,3 auf 6,7 Mrd. Euro. Dass die Italiener auf Konzernebene überhaupt noch profitabel arbeiten, haben sie einzig Chrysler zu verdanken, die auf dem nordamerikanischen Markt im Augenblick extrem gut aufgestellt sind. Die Lage für Fiat wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern.</p>
      <p>Statt eines schrittweisen Absatzanstiegs auf sechs Millionen Fahrzeuge rechnet Fiat nun für 2013 mit 4,3 bis 4,5 Millionen Einheiten und ein Jahr später mit 4,6 bis 4,8 Millionen. Damit wäre Fiat weit entfernt von der Größenordnung, die Marchionne vor einigen Jahren noch als überlebensnotwendig für einen Autobauer bezeichnet hatte. Die überlebensnotwendige Gewinnschwelle im Europageschäft solle aber spätestens 2016 erreicht sein.</p>
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