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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="dpa" ntv:publishdate="20.07.2010 07:27" ntv:section="Panorama" ntv:id="1091371" ntv:homesection="Panorama" ntv:url="https://apps.n-tv.de/panorama/Bohrloch-bleibt-vorerst-zu-article1091371.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Bohrloch bleibt vorerst zu</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Entscheidung von Tag zu Tag</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Im Golf von Mexiko keimt echte Hoffnung auf: Das austretende Öl und Gas deute nicht auf ein "schweres Problem" hin, ist nun auch die US-Regierung überzeugt. Nun plant der Ölkonzern BP einen Husarenstreich - Operation "Static Kill" soll die Quelle schon verschließen, bevor die Entlastungsbohrungen abgeschlossen sind.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die defekte BP-Ölquelle im Golf von Mexiko bleibt verschlossen. Der Abdichtzylinder auf dem Bohrloch dürfe weiter getestet werden, obwohl in der Umgebung Öl aus dem Meeresboden entweiche, sagte Thad Allen, der Einsatzleiter der US-Regierung. Auch an dem Deckel selbst gebe es ein kleines Leck. "Wir glauben aber nicht, dass dies derzeit Konsequenzen haben muss."</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p><a href="http://www.n-tv.de/panorama/Neues-Leck-am-Bohrloch-article1084661.html" target="_self" rel="follow">Zuvor hatte sich der Sonderbeauftragte der US-Regierung besorgt über diese &quot;Anomalien&quot; gezeigt</a>. Er fürchtete, dass die kilometerlange Steigleitung im Meeresboden dem Druck der Ölmassen nicht standhält. Eingehende Prüfungen hätten dafür aber keine Anzeichen ergeben. Derzeit deute nichts auf ein schweres Problem in der Quelle hin, sagte Allen. Er verlängerte den Test daher um 24 Stunden. In diesem Rhythmus wollen die Einsatzkräfte auch in den kommenden Tagen und Wochen entscheiden, ob das Bohrloch verschlossen bleibt.</p><h3>Zweckoptimismus bei BP</h3><div id="1091386"></div><p>Der verantwortliche Ölkonzern BP zeigte sich zuversichtlich. "Es läuft alles absolut so, wie wir es erwartet haben", sagte Manager Kent Wells. "Je länger dieser Test dauert, desto mehr Vertrauen haben wir in die Stabilität der Quelle." Für zu viel Optimismus sei es aber deutlich zu früh, mahnte Allen. Zunächst sei zu klären, warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickere - und an weiteren Stellen Methangas entweiche. "Es gibt zu viele unbeantwortete Fragen", so der Admiral der US-Küstenwache. Über das weitere Vorgehen solle zunächst ein Expertenteam beraten, das ständig Prüfergebnisse auswerte.</p><p>Die Kappe auf dem Bohrloch hält seit vier Tagen das Öl davon ab, ins Meer zu strömen. Noch bis zum vergangenen Donnerstag schossen bis zu 8200 Tonnen pro Tag als gewaltige Fontäne aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe. Bislang bezeichnen BP und die Regierung die Versiegelung als Versuch – der jeweils einen Tag verlängert wird. </p><h3>"Static Kill" in Planung</h3><p>Die Kappe könne womöglich so lange auf dem Bohrloch bleiben, bis die Quelle mit Entlastungsbohrungen vier Kilometer unter dem Meeresboden vollständig versiegelt sei, sagte Wells. Damit wird frühstens Ende Juli oder Anfang August gerechnet. Als Ergänzung dazu plant BP ein neues Unterfangen namens "Static Kill". Dabei leitet das Unternehmen durch die Ventile des Abdeckzylinders Schlamm, der die Quelle zusätzlich von oben verstopfen soll. Laut Allen ist es aber derzeit "verfrüht zu sagen, dass das Bohrloch geschlossen bleibt, bis die Entlastungsbohrung fertig ist."</p><p>Sollte die Steigleitung der Belastung des Drucks nicht standhalten, müssten die Ventile des Zylinders wieder geöffnet und das ausströmende Öl wie zuvor auf bereitstehende Schiffe abgepumpt werden. Bis diese Operation anlaufen könnte, würden mehrere Tage vergehen, in denen wieder tonnenweise Öl ins Meer geraten würde.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Die defekte BP-Ölquelle im Golf von Mexiko bleibt verschlossen. Der Abdichtzylinder auf dem Bohrloch dürfe weiter getestet werden, obwohl in der Umgebung Öl aus dem Meeresboden entweiche, sagte Thad Allen, der Einsatzleiter der US-Regierung. Auch an dem Deckel selbst gebe es ein kleines Leck. "Wir glauben aber nicht, dass dies derzeit Konsequenzen haben muss."</p>
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        . Er fürchtete, dass die kilometerlange Steigleitung im Meeresboden dem Druck der Ölmassen nicht standhält. Eingehende Prüfungen hätten dafür aber keine Anzeichen ergeben. Derzeit deute nichts auf ein schweres Problem in der Quelle hin, sagte Allen. Er verlängerte den Test daher um 24 Stunden. In diesem Rhythmus wollen die Einsatzkräfte auch in den kommenden Tagen und Wochen entscheiden, ob das Bohrloch verschlossen bleibt.
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      <h3>Zweckoptimismus bei BP</h3>
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      <p>Der verantwortliche Ölkonzern BP zeigte sich zuversichtlich. "Es läuft alles absolut so, wie wir es erwartet haben", sagte Manager Kent Wells. "Je länger dieser Test dauert, desto mehr Vertrauen haben wir in die Stabilität der Quelle." Für zu viel Optimismus sei es aber deutlich zu früh, mahnte Allen. Zunächst sei zu klären, warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickere - und an weiteren Stellen Methangas entweiche. "Es gibt zu viele unbeantwortete Fragen", so der Admiral der US-Küstenwache. Über das weitere Vorgehen solle zunächst ein Expertenteam beraten, das ständig Prüfergebnisse auswerte.</p>
      <p>Die Kappe auf dem Bohrloch hält seit vier Tagen das Öl davon ab, ins Meer zu strömen. Noch bis zum vergangenen Donnerstag schossen bis zu 8200 Tonnen pro Tag als gewaltige Fontäne aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe. Bislang bezeichnen BP und die Regierung die Versiegelung als Versuch – der jeweils einen Tag verlängert wird.</p>
      <h3>"Static Kill" in Planung</h3>
      <p>Die Kappe könne womöglich so lange auf dem Bohrloch bleiben, bis die Quelle mit Entlastungsbohrungen vier Kilometer unter dem Meeresboden vollständig versiegelt sei, sagte Wells. Damit wird frühstens Ende Juli oder Anfang August gerechnet. Als Ergänzung dazu plant BP ein neues Unterfangen namens "Static Kill". Dabei leitet das Unternehmen durch die Ventile des Abdeckzylinders Schlamm, der die Quelle zusätzlich von oben verstopfen soll. Laut Allen ist es aber derzeit "verfrüht zu sagen, dass das Bohrloch geschlossen bleibt, bis die Entlastungsbohrung fertig ist."</p>
      <p>Sollte die Steigleitung der Belastung des Drucks nicht standhalten, müssten die Ventile des Zylinders wieder geöffnet und das ausströmende Öl wie zuvor auf bereitstehende Schiffe abgepumpt werden. Bis diese Operation anlaufen könnte, würden mehrere Tage vergehen, in denen wieder tonnenweise Öl ins Meer geraten würde.</p>
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