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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="AFP/dpa" ntv:publishdate="19.07.2010 15:29" ntv:section="Panorama" ntv:id="1084661" ntv:homesection="Panorama" ntv:url="https://apps.n-tv.de/panorama/Neues-Leck-am-Bohrloch-article1084661.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Neues Leck am Bohrloch?</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Ölpest im Golf von Mexiko</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Zu früh gefreut? Die Experten glaubten, das Bohrloch endlich geschlossen zu haben. Doch nun entdeckt eine Regierungsbehörde austretendes Öl am Meeresgrund. BP räumt derweil ein, an zwei Stellen seien "einige wenige Blasen" ausgemacht worden. Dies sei aber nicht ungewöhnlich.</ntv:field>
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      <ntv:field ntv:name="caption">Die Satellitenaufnahme zeigt den Öl-Teppich im Golf von Mexiko.</ntv:field>
      <ntv:field ntv:name="credits">AP</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Im Golf von Mexiko sickert womöglich Öl aus einem neuen Leck im Meeresboden. Nachdem am Sonntag in der Nähe des Bohrlochs Blasen entdeckt wurden, befürchtete die US-Regierung, dass der vier Kilometer tiefe Förderschacht dem erhöhten Druck nach dem vorübergehenden Verschluss des Lochs nicht standgehalten haben könnte. Krisenkoordinator Thad Allen erlaubte BP dennoch, vorläufig mit Belastungstests am Bohrloch fortzufahren.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Experten der US-Regierung und BP-Verantwortliche trafen sich am Sonntagabend, um über die entdeckten Blasen zu beraten. Möglicherweise wurden sie durch Methangas verursacht, die auf austretendes Öl schließen lassen könnten. Nach dem Treffen erklärte Allen, die Belastungstests dürften 24 Stunden fortgesetzt werden. Die Erlaubnis für die Fortführung des Tests sei aber an die Bedingung geknüpft, dass BP "rigoros" überwache, dass der Test die Gesamtlage nicht verschlechtere, erklärte Allen.</p><h3>"Andere Unregelmäßigkeiten"</h3><p>Zuvor hatte Allen von BP verlangt, einen Plan für die schnellstmögliche Öffnung der Abdichtkappe vorzulegen, sollte sich der Ölaustritt am Meeresboden bestätigen. Außerdem beklagte er "andere Unregelmäßigkeiten", die bei den jüngsten Belastungstests an der Vorrichtung aufgetreten seien. Einzelheiten nannte er nicht. "Wir müssen sicherstellen, dass kein bleibender Schaden entsteht, der ein unkontrolliertes Austreten von Öl aus zahlreichen Stellen im Meeresboden verursachen könnte", warnte er.</p><p>BP-Einsatzmanager Doug Suttles räumte ein, an zwei Stellen seien "einige wenige Blasen" ausgemacht worden. Dies sei nicht ungewöhnlich, würde aber beobachtet.</p><h3>Testphase läuft weiter</h3><p>BP hatte am Donnerstag die drei Ventile des Abdichtzylinders geschlossen und damit zum ersten Mal seit dem Beginn der Katastrophe vor drei Monaten das Auslaufen des Öls gestoppt. Die Tests an der Vorrichtung sollen zeigen, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem durch das Verschließen der Ventile entstehenden Druck standhalten. Wäre dies nicht der Fall, müsste der Verschluss wieder geöffnet werden.</p><p>BP hatte die Hoffnung geäußert, die Testphase so lange fortzusetzen, bis die Ölquelle komplett verschlossen ist. Der britische Konzern will nach eigenen Angaben in rund zwei Wochen damit beginnen, das lecke Bohrloch zunächst mit schwerem Bohrschlamm und dann mit Zement zu verschließen. Die dafür nötige Entlastungsbohrung steht offenbar kurz vor dem Durchbruch: Laut BP müssen die Ingenieure noch rund 30 Meter senkrecht bohren, um die Ölquelle zu erreichen.</p><div id="native11"></div><h3>Bis zu 4,5 Mio Barrel Öl ausgelaufen</h3><div id="1088091"></div><p>Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war im April nach einer Explosion gesunken. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht in etwa der neun- bis 17-fachen Menge dessen, was 1989 bei der Ölkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska ausgelaufen war.</p><p>Bislang hat BP für die Folgen der Ölkatastrophe eigenen Angaben zufolge 3,95 Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro) aufbringen müssen. Die Zahl umfasst die Kosten für Eindämm- und Reparaturarbeiten, die Beseitigung der Umweltschäden wie auch die Zahlungen an die betroffenen US-Bundesstaaten und die US-Regierung. Ebenfalls enthalten sind rund 67.500 Entschädigungszahlungen an Betroffene, für die der Konzern 207 Millionen Dollar ausgab. BP hat eingewilligt, 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds zur Begleichung von Schadenersatzforderungen zu zahlen.</p><div id="mid1"></div><h3>Kein Tankstellen-Verkauf</h3><p>BP dementierte derweil Berichte über einen möglicherweise bevorstehenden Verkauf seines Tankstellen-Geschäfts. "Das sind nur Gerüchte und Spekulationen", sagte ein Sprecher in London.</p><div id="1084656"></div><p>Die Zeitung "Sunday Times" hatte berichtet, BP habe mit seinen wichtigsten Anteilseignern über mögliche Umstrukturierungen des Konzerns gesprochen. Dazu gehöre auch der Verkauf der Raffinerien und Tankstellen. Damit wolle BP sich Geld für die Kosten zur Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko besorgen.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Im Golf von Mexiko sickert womöglich Öl aus einem neuen Leck im Meeresboden. Nachdem am Sonntag in der Nähe des Bohrlochs Blasen entdeckt wurden, befürchtete die US-Regierung, dass der vier Kilometer tiefe Förderschacht dem erhöhten Druck nach dem vorübergehenden Verschluss des Lochs nicht standgehalten haben könnte. Krisenkoordinator Thad Allen erlaubte BP dennoch, vorläufig mit Belastungstests am Bohrloch fortzufahren.</p>
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      <p>Experten der US-Regierung und BP-Verantwortliche trafen sich am Sonntagabend, um über die entdeckten Blasen zu beraten. Möglicherweise wurden sie durch Methangas verursacht, die auf austretendes Öl schließen lassen könnten. Nach dem Treffen erklärte Allen, die Belastungstests dürften 24 Stunden fortgesetzt werden. Die Erlaubnis für die Fortführung des Tests sei aber an die Bedingung geknüpft, dass BP "rigoros" überwache, dass der Test die Gesamtlage nicht verschlechtere, erklärte Allen.</p>
      <h3>"Andere Unregelmäßigkeiten"</h3>
      <p>Zuvor hatte Allen von BP verlangt, einen Plan für die schnellstmögliche Öffnung der Abdichtkappe vorzulegen, sollte sich der Ölaustritt am Meeresboden bestätigen. Außerdem beklagte er "andere Unregelmäßigkeiten", die bei den jüngsten Belastungstests an der Vorrichtung aufgetreten seien. Einzelheiten nannte er nicht. "Wir müssen sicherstellen, dass kein bleibender Schaden entsteht, der ein unkontrolliertes Austreten von Öl aus zahlreichen Stellen im Meeresboden verursachen könnte", warnte er.</p>
      <p>BP-Einsatzmanager Doug Suttles räumte ein, an zwei Stellen seien "einige wenige Blasen" ausgemacht worden. Dies sei nicht ungewöhnlich, würde aber beobachtet.</p>
      <h3>Testphase läuft weiter</h3>
      <p>BP hatte am Donnerstag die drei Ventile des Abdichtzylinders geschlossen und damit zum ersten Mal seit dem Beginn der Katastrophe vor drei Monaten das Auslaufen des Öls gestoppt. Die Tests an der Vorrichtung sollen zeigen, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem durch das Verschließen der Ventile entstehenden Druck standhalten. Wäre dies nicht der Fall, müsste der Verschluss wieder geöffnet werden.</p>
      <p>BP hatte die Hoffnung geäußert, die Testphase so lange fortzusetzen, bis die Ölquelle komplett verschlossen ist. Der britische Konzern will nach eigenen Angaben in rund zwei Wochen damit beginnen, das lecke Bohrloch zunächst mit schwerem Bohrschlamm und dann mit Zement zu verschließen. Die dafür nötige Entlastungsbohrung steht offenbar kurz vor dem Durchbruch: Laut BP müssen die Ingenieure noch rund 30 Meter senkrecht bohren, um die Ölquelle zu erreichen.</p>
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      <h3>Bis zu 4,5 Mio Barrel Öl ausgelaufen</h3>
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      <p>Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war im April nach einer Explosion gesunken. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht in etwa der neun- bis 17-fachen Menge dessen, was 1989 bei der Ölkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska ausgelaufen war.</p>
      <p>Bislang hat BP für die Folgen der Ölkatastrophe eigenen Angaben zufolge 3,95 Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro) aufbringen müssen. Die Zahl umfasst die Kosten für Eindämm- und Reparaturarbeiten, die Beseitigung der Umweltschäden wie auch die Zahlungen an die betroffenen US-Bundesstaaten und die US-Regierung. Ebenfalls enthalten sind rund 67.500 Entschädigungszahlungen an Betroffene, für die der Konzern 207 Millionen Dollar ausgab. BP hat eingewilligt, 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds zur Begleichung von Schadenersatzforderungen zu zahlen.</p>
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