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  <ntv:article ntv:readingtime="3" ntv:layout="detail" ntv:agency="dpa/AFP" ntv:publishdate="03.08.2010 19:25" ntv:section="Politik" ntv:id="1189466" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/Energiekonzerne-am-Pranger-article1189466.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Energiekonzerne am Pranger</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Eine Milliarde zu viel kassiert?</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die Energiekonzerne kassieren nach Berechnungen der Grünen in diesem Jahr beim Strompreis bis zu eine Milliarde Euro zu viel von den Verbrauchern. Die Unternehmen weisen den Vorwurf zurück; die Grünen hätten nur einen Aspekt der Preisbildung herausgegriffen.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die Stromkonzerne werden ihren Kunden in diesem Jahr einer Studie zufolge rund eine Milliarde Euro zu viel in Rechnung stellen. Die Preise im Stromeinkauf seien zuletzt um 30 bis 40 Prozent gesunken, die Preise für Stromkunden aber im Schnitt um sieben Prozent gestiegen, heißt es in einer Untersuchung der Grünen-Bundestagsfraktion. Laut Strombranche steigen die Preise voraussichtlich auch 2011 weiter.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Unter dem Strich sank der Einkaufspreis für Strom laut der Studie seit 2008 um 0,8 Cent pro Kilowattstunde. Diese Ersparnis sei nicht an die Kunden weitergegeben worden. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von zuletzt 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich die Summe von einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern im gesamten Jahr 2010 vorenthalten werde. </p><h3>Ökostrom als Deckmantel</h3><p>"Die Strompreiserhöhungen im Jahr 2010 sind im Allgemeinen nicht mit gestiegenen Kosten nachvollziehbar", sagte die Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn. Seit 2008 seien die Einkaufspreise der Konzerne über die Leipziger Strombörse um 30 bis 40 Prozent gesunken: "Das hätte schon längst beim Kunden ankommen müssen." Das Argument der Versorger, sie hätten die Kosten für die gestiegene Ökostrom-Förderung einpreisen müssen, ziehe nicht. Diese Umlage, die alle Kunden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien über den Strompreis bezahlen, sei nur geringfügig gestiegen. "Hier wird ein Deckmantel benutzt, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu kaschieren", kritisierte Höhn.</p><h3>Konzerne halten Preise für fair</h3><div id="1191121"></div><p>Die Stromindustrie wies den Abzocke-Vorwurf der Grünen zurück. Es gebe einen harten Wettbewerb; "keiner kann es sich erlauben, überhöhte Preise zu verlangen", sagte die Geschäftsführerin des Branchenverbandes BDEW, Hildegard Müller. Der Strompreis hänge nicht nur von den Beschaffungskosten ab. Die Preise würden auch durch gestiegene Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben belastet. Dazu komme die höhere Ökostrom-Umlage. Grundsätzlich würden die meisten Versorger den Großteil ihres Stroms für Jahre im Voraus einkaufen.</p><p>Der Karlsruher Energieversorger EnBW betonte, die Grünen hätten für ihre Studie einen "isolierten Aspekt herausgegriffen" und kämen daher "zu keinen korrekten Schlüssen". Vattenfall sieht sich von der Kritik nicht betroffen. Zwischen Mitte 2007 und Ende 2009 seien die Preise stabil gehalten oder sogar leicht gesenkt worden. Ein Eon-Sprecher sagte, die Strompreise seien fair.</p><p>Viele Versorger hatten zum 1. August ihre Strompreise erhöht, darunter Deutschlands Nummer zwei, RWE. Der Essener Konzern begründet den Preisanstieg vor allem damit, dass man die erhöhte Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bislang nicht berechnet habe und dies nun nachhole. Nach Angaben der Grünen kassiere RWE damit etwa 100 Millionen Euro zusätzlich.</p><div id="native11"></div><p>Grundsätzlich erwarten Experten, dass Strom in den nächsten Jahren teurer wird. Der rasante Ausbau von Solarstromanlagen dürfte die Öko-Umlage und damit die Preise in die Höhe treiben. Verbraucherschützer raten den Bürgern, Preise zu vergleichen und notfalls den Anbieter zu wechseln. So könnten sie Geld sparen. "Nur durch den Anbieterwechsel wird der Wettbewerb auf dem Energiemarkt weiter angekurbelt und der dringend notwendige Strukturwechsel vorangebracht", teilte der Bundesverband Neuer Energieanbieter mit.</p><h3>Keine Spur von Transparenz</h3><p>Die vier Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, die auch alle deutschen Atomkraftwerke betreiben, beherrschen den Strommarkt. Seit Jahren wird ihnen Preistreiberei vorgeworfen. Kartellamt und Gerichte nahmen wiederholt ihre Kalkulationen unter die Lupe. Die größten Erfolge für mehr Wettbewerb erreichte die EU-Kommission, die unter anderem Eon zum Verkauf von Beteiligungen und Kraftwerken bewegte.</p><div id="mid1"></div><p>Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte die Politik auf, für mehr Transparenz zu sorgen: "Für Außenstehende ist nicht nachvollziehbar, ob eine Entgelterhöhung gerechtfertigt ist oder nicht", kritisierte Verbandschef Gerd Billen.</p><p>Der Leverkusener Energieexperte Gunnar Harms hatte im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion die Lage bei den Strompreisen ausgewertet. Er kommt zum Ergebnis, dass die Konzerne im Durchschnitt 0,8 Cent pro Kilowattstunde an geringeren Beschaffungskosten nicht an ihre Kunden weitergegeben hätten. Bei einem gesamten Absatz in Deutschland von rund 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich daraus eine Summe von einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern vorenthalten würde.</p><p><b><a href="http://www.n-tv.de/ratgeber/vergleichsrechner/Stromanbieter-article304355.html" target="_self" rel="follow">Vergleichsrechner - Strompreise</a></b>: online Tarife vergleichen und sparen</p>]]></ntv:field>
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      <p>Die Stromkonzerne werden ihren Kunden in diesem Jahr einer Studie zufolge rund eine Milliarde Euro zu viel in Rechnung stellen. Die Preise im Stromeinkauf seien zuletzt um 30 bis 40 Prozent gesunken, die Preise für Stromkunden aber im Schnitt um sieben Prozent gestiegen, heißt es in einer Untersuchung der Grünen-Bundestagsfraktion. Laut Strombranche steigen die Preise voraussichtlich auch 2011 weiter.</p>
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      <p>Unter dem Strich sank der Einkaufspreis für Strom laut der Studie seit 2008 um 0,8 Cent pro Kilowattstunde. Diese Ersparnis sei nicht an die Kunden weitergegeben worden. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von zuletzt 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich die Summe von einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern im gesamten Jahr 2010 vorenthalten werde.</p>
      <h3>Ökostrom als Deckmantel</h3>
      <p>"Die Strompreiserhöhungen im Jahr 2010 sind im Allgemeinen nicht mit gestiegenen Kosten nachvollziehbar", sagte die Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn. Seit 2008 seien die Einkaufspreise der Konzerne über die Leipziger Strombörse um 30 bis 40 Prozent gesunken: "Das hätte schon längst beim Kunden ankommen müssen." Das Argument der Versorger, sie hätten die Kosten für die gestiegene Ökostrom-Förderung einpreisen müssen, ziehe nicht. Diese Umlage, die alle Kunden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien über den Strompreis bezahlen, sei nur geringfügig gestiegen. "Hier wird ein Deckmantel benutzt, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu kaschieren", kritisierte Höhn.</p>
      <h3>Konzerne halten Preise für fair</h3>
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      <p>Die Stromindustrie wies den Abzocke-Vorwurf der Grünen zurück. Es gebe einen harten Wettbewerb; "keiner kann es sich erlauben, überhöhte Preise zu verlangen", sagte die Geschäftsführerin des Branchenverbandes BDEW, Hildegard Müller. Der Strompreis hänge nicht nur von den Beschaffungskosten ab. Die Preise würden auch durch gestiegene Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben belastet. Dazu komme die höhere Ökostrom-Umlage. Grundsätzlich würden die meisten Versorger den Großteil ihres Stroms für Jahre im Voraus einkaufen.</p>
      <p>Der Karlsruher Energieversorger EnBW betonte, die Grünen hätten für ihre Studie einen "isolierten Aspekt herausgegriffen" und kämen daher "zu keinen korrekten Schlüssen". Vattenfall sieht sich von der Kritik nicht betroffen. Zwischen Mitte 2007 und Ende 2009 seien die Preise stabil gehalten oder sogar leicht gesenkt worden. Ein Eon-Sprecher sagte, die Strompreise seien fair.</p>
      <p>Viele Versorger hatten zum 1. August ihre Strompreise erhöht, darunter Deutschlands Nummer zwei, RWE. Der Essener Konzern begründet den Preisanstieg vor allem damit, dass man die erhöhte Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bislang nicht berechnet habe und dies nun nachhole. Nach Angaben der Grünen kassiere RWE damit etwa 100 Millionen Euro zusätzlich.</p>
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      <p>Grundsätzlich erwarten Experten, dass Strom in den nächsten Jahren teurer wird. Der rasante Ausbau von Solarstromanlagen dürfte die Öko-Umlage und damit die Preise in die Höhe treiben. Verbraucherschützer raten den Bürgern, Preise zu vergleichen und notfalls den Anbieter zu wechseln. So könnten sie Geld sparen. "Nur durch den Anbieterwechsel wird der Wettbewerb auf dem Energiemarkt weiter angekurbelt und der dringend notwendige Strukturwechsel vorangebracht", teilte der Bundesverband Neuer Energieanbieter mit.</p>
      <h3>Keine Spur von Transparenz</h3>
      <p>Die vier Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, die auch alle deutschen Atomkraftwerke betreiben, beherrschen den Strommarkt. Seit Jahren wird ihnen Preistreiberei vorgeworfen. Kartellamt und Gerichte nahmen wiederholt ihre Kalkulationen unter die Lupe. Die größten Erfolge für mehr Wettbewerb erreichte die EU-Kommission, die unter anderem Eon zum Verkauf von Beteiligungen und Kraftwerken bewegte.</p>
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      <p>Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte die Politik auf, für mehr Transparenz zu sorgen: "Für Außenstehende ist nicht nachvollziehbar, ob eine Entgelterhöhung gerechtfertigt ist oder nicht", kritisierte Verbandschef Gerd Billen.</p>
      <p>Der Leverkusener Energieexperte Gunnar Harms hatte im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion die Lage bei den Strompreisen ausgewertet. Er kommt zum Ergebnis, dass die Konzerne im Durchschnitt 0,8 Cent pro Kilowattstunde an geringeren Beschaffungskosten nicht an ihre Kunden weitergegeben hätten. Bei einem gesamten Absatz in Deutschland von rund 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich daraus eine Summe von einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern vorenthalten würde.</p>
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        <b>
          <a href="http://www.n-tv.de/ratgeber/vergleichsrechner/Stromanbieter-article304355.html" target="_self" rel="follow">Vergleichsrechner - Strompreise</a>
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