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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="mkr/AFP/Reuters" ntv:publishdate="03.11.2010 16:30" ntv:section="Politik" ntv:id="1849331" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/John-Boehner-Obamas-neuer-Gegner-article1849331.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">John Boehner  - Obamas neuer Gegner</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">"Ändern Sie Ihren Kurs"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die US-Wahlen haben den Demokraten das prophezeite Debakel beschert. Der Republikaner Boehner hingegen rückt als "Speaker" ins Zentrum der Macht. Aufgefallen ist er bisher als Tabakfreund und Neinsager.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Nach 20 Jahren in der zweiten Kammer des US-Kongresses ist der Republikaner John Boehner im höchsten parlamentarischen Amt der Vereinigten Staaten angekommen. Durch die historische Wahlschlappe der Demokraten darf sich der Politiker aus Ohio nun "Speaker" des Repräsentantenhauses nennen. Er folgt damit auf die Demokratin Nancy Pelosi, die erste und vorerst einzige Frau in diesem Amt. Fortan wird Boehner die Aktivitäten der republikanischen Abgeordneten koordinieren.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Dem früheren Präsidenten George W. Bush diente der 60-Jährige stets loyal, seine Unterstützung war unter anderem wichtig für die Bildungsreform seines Parteifreundes, den "No Child Left Behind Act". Gegenüber US-Präsident Obama versuchte sich Boehner jedoch stets als Spielverderber. Das mehrheitliche "Nein" seiner Republikaner war jedem Hauptvorhaben der Regierung sicher: Nein zum Konjunkturpaket, zur Gesundheitsreform, zur Finanzmarktregulierung und zum Klimaschutz. Da braucht es kein Orakel, um vorherzusagen, welches Schicksal die Initiativen Obamas fortan erleiden werden. Wie genau die Republikaner ihre eigenen Ziele - Steuersenkungen und ein geringeres Defizit bei höheren Militärausgaben - durchsetzen wollen, hat jedoch auch Boehner bis jetzt offen gelassen.</p><h3>"Ganzes Leben dem amerikanischen Traum nachgejagt"</h3><p>In der Wahlnacht beschwor Boehner mit den Tränen kämpfend vor einer jubelnden Anhängerschaft den American Way of Life: "Ich habe mein ganzes Leben lang dem amerikanischen Traum nachgejagt". Dabei habe er lange vor dem Aufstieg in den Politikolymp "jeden miesen Job, den es gab", angenommen, um seine Ausbildung zu finanzieren. Nach dem Wirtschaftsstudium arbeitete er in einem kleinen Verpackungsunternehmen, stieg aber bald an dessen Spitze auf. In den frühen 1980er Jahren schlug Boehner den Weg in die Politik ein. Seit 1990 ist er Abgeordneter in Washington.</p><p>Auf seiner Homepage feiert sich der neue "Speaker" als entschlossener Gegner von Steuerverschwendung durch Wahlkreisgeschenke. So geben einige US-Parlamentarier ihre Stimme für Gesetzesvorhaben nur im Tausch gegen öffentliche Bauprojekte in ihren Wahlkreisen. Boehners Hass auf diesen Opportunismus wirkt ehrenhaft, will jedoch nicht so recht zu seinem Image als Sklave der Wirtschaft passen. Seinen Wahlkampf finanzierte er mit der massiven Unterstützung amerikanischer Konzerne und besonders die Tabaklobby hat immer auf ihn zählen können. Zudem wird Boehner wohl gerade als Führer einer Kongressfraktion kaum ohne den ein oder anderen politischen Trick auskommen. Dass er die Spielregeln Washingtons kennt, scheint nach 20 Jahren Repräsentantenhaus gewiss.</p><h3>"Boehner ist noch dunkler als ich"</h3><p>Privat genießt der Karrierepolitiker gerne mal ein Glas Rotwein, die Ruhe des Golfplatzes und - man ahnt es schon - die eine oder andere Zigarette. Und da weder Washington noch Ohio als Zentren für Sonnenanbeter gelten, dürften wohl auch Besuche im Solarium zu Boehners Entspannungsprogramm zählen. Anders lässt sich der Teint des Mannes mit deutschen Wurzeln wohl kaum erklären. Sogar Gegenspieler Obama ließ sich da zu einem Witz hinreißen. "Herr Boehner ist noch dunkler als ich. In der Natur kommt seine Hautfarbe allerdings nicht vor", scherzte der Präsident kürzlich.</p><p>Vielleicht setzt Boehner ja auch auf die unnatürliche Bräune, um Defizite in der Außendarstellung auszugleichen. Letzten Sommer zum Beispiel verwechselte der treue Patriot mal eben die Verfassung der Vereinigten Staaten mit der Unabhängigkeitserklärung. Zu Obamas Vorgehen in der Finanzkrise bemerkte er: "Das ist wie eine Atombombe auf eine Ameise zu werfen" - und dachte offenbar nicht darüber nach, dass der Vergleich einer der größten Krisen der letzten Jahrzehnte mit einem Insekt hinken dürfte.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Nach 20 Jahren in der zweiten Kammer des US-Kongresses ist der Republikaner John Boehner im höchsten parlamentarischen Amt der Vereinigten Staaten angekommen. Durch die historische Wahlschlappe der Demokraten darf sich der Politiker aus Ohio nun "Speaker" des Repräsentantenhauses nennen. Er folgt damit auf die Demokratin Nancy Pelosi, die erste und vorerst einzige Frau in diesem Amt. Fortan wird Boehner die Aktivitäten der republikanischen Abgeordneten koordinieren.</p>
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      <p>Dem früheren Präsidenten George W. Bush diente der 60-Jährige stets loyal, seine Unterstützung war unter anderem wichtig für die Bildungsreform seines Parteifreundes, den "No Child Left Behind Act". Gegenüber US-Präsident Obama versuchte sich Boehner jedoch stets als Spielverderber. Das mehrheitliche "Nein" seiner Republikaner war jedem Hauptvorhaben der Regierung sicher: Nein zum Konjunkturpaket, zur Gesundheitsreform, zur Finanzmarktregulierung und zum Klimaschutz. Da braucht es kein Orakel, um vorherzusagen, welches Schicksal die Initiativen Obamas fortan erleiden werden. Wie genau die Republikaner ihre eigenen Ziele - Steuersenkungen und ein geringeres Defizit bei höheren Militärausgaben - durchsetzen wollen, hat jedoch auch Boehner bis jetzt offen gelassen.</p>
      <h3>"Ganzes Leben dem amerikanischen Traum nachgejagt"</h3>
      <p>In der Wahlnacht beschwor Boehner mit den Tränen kämpfend vor einer jubelnden Anhängerschaft den American Way of Life: "Ich habe mein ganzes Leben lang dem amerikanischen Traum nachgejagt". Dabei habe er lange vor dem Aufstieg in den Politikolymp "jeden miesen Job, den es gab", angenommen, um seine Ausbildung zu finanzieren. Nach dem Wirtschaftsstudium arbeitete er in einem kleinen Verpackungsunternehmen, stieg aber bald an dessen Spitze auf. In den frühen 1980er Jahren schlug Boehner den Weg in die Politik ein. Seit 1990 ist er Abgeordneter in Washington.</p>
      <p>Auf seiner Homepage feiert sich der neue "Speaker" als entschlossener Gegner von Steuerverschwendung durch Wahlkreisgeschenke. So geben einige US-Parlamentarier ihre Stimme für Gesetzesvorhaben nur im Tausch gegen öffentliche Bauprojekte in ihren Wahlkreisen. Boehners Hass auf diesen Opportunismus wirkt ehrenhaft, will jedoch nicht so recht zu seinem Image als Sklave der Wirtschaft passen. Seinen Wahlkampf finanzierte er mit der massiven Unterstützung amerikanischer Konzerne und besonders die Tabaklobby hat immer auf ihn zählen können. Zudem wird Boehner wohl gerade als Führer einer Kongressfraktion kaum ohne den ein oder anderen politischen Trick auskommen. Dass er die Spielregeln Washingtons kennt, scheint nach 20 Jahren Repräsentantenhaus gewiss.</p>
      <h3>"Boehner ist noch dunkler als ich"</h3>
      <p>Privat genießt der Karrierepolitiker gerne mal ein Glas Rotwein, die Ruhe des Golfplatzes und - man ahnt es schon - die eine oder andere Zigarette. Und da weder Washington noch Ohio als Zentren für Sonnenanbeter gelten, dürften wohl auch Besuche im Solarium zu Boehners Entspannungsprogramm zählen. Anders lässt sich der Teint des Mannes mit deutschen Wurzeln wohl kaum erklären. Sogar Gegenspieler Obama ließ sich da zu einem Witz hinreißen. "Herr Boehner ist noch dunkler als ich. In der Natur kommt seine Hautfarbe allerdings nicht vor", scherzte der Präsident kürzlich.</p>
      <p>Vielleicht setzt Boehner ja auch auf die unnatürliche Bräune, um Defizite in der Außendarstellung auszugleichen. Letzten Sommer zum Beispiel verwechselte der treue Patriot mal eben die Verfassung der Vereinigten Staaten mit der Unabhängigkeitserklärung. Zu Obamas Vorgehen in der Finanzkrise bemerkte er: "Das ist wie eine Atombombe auf eine Ameise zu werfen" - und dachte offenbar nicht darüber nach, dass der Vergleich einer der größten Krisen der letzten Jahrzehnte mit einem Insekt hinken dürfte.</p>
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