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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="dpa" ntv:publishdate="30.06.2010 20:06" ntv:section="Politik" ntv:id="961976" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/Kroatien-und-Tuerkei-ruesten-sich-article961976.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Kroatien und Türkei rüsten sich</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">EU-Beitrittsverhandlungen</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Kroatien und die Türkei - beide Länder wollen in die Europäische Union. Während das Balkanland einen großen Satz in Richtung der Mitgliedschaft macht, kommt Ankara nur mit Trippelschritten voran. Kroatien will schon 2011 die Beitrittsverträge unterzeichnen. Auch wegen der Zypern-Frage sind die Türken davon noch weit entfernt.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Kroatien ist auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft einen großen Schritt vorangekommen, die Türkei einen kleinen. Die EU eröffnete in Brüssel die restlichen drei von insgesamt 35 Themenbereichen bei den Beitrittsverhandlungen mit Kroatien. Bei den noch länger dauernden Verhandlungen mit der Türkei wird nun über 13 statt bisher zwölf Themenbereiche verhandelt.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Der kroatische Außenminister Gordan Jandrokovic sagte, er hoffe auf eine Unterzeichnung der Beitrittsverträge im ersten Halbjahr 2011. Sein türkischer Kollege Ahmet Davutoglu sagte, bei "gutem Willen" der EU seien schnellere Fortschritte im Verhandlungsprozess möglich: "Wenn es politische Kriterien gibt, die nicht objektiv sind, dann macht das die Dinge schwierig."</p><h3>Korruption in Kroatien</h3><p>Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos bezeichnete die Entscheidungen zu den Verhandlungen mit der Türkei und Kroatien als Beweis dafür, dass die EU am Plan der Erweiterung festhalte. "Der Erweiterungsprozess ist immer noch sehr lebendig. Die Türen der EU sind immer noch für neue Mitglieder offen." Zu den Verhandlungen mit der Türkei sagte er: "Wenn es Fortschritte in der Türkei gibt, dann gibt es auch Fortschritte in Brüssel."</p><div id="961996"></div><p>"Kroatien steht noch vor großen Herausforderungen", sagte EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle Brüssel. Zagreb müsse vor allem mehr gegen die Korruption auf allen Ebenen des Staatswesens tun und Reformen der Justiz sowie der öffentlichen Verwaltung voranbringen: "Ich bin aber zuversichtlich, dass das erreicht werden kann."</p><h3>"100 Meter Hürden"</h3><p>Die Beitrittsverhandlungen sind in 35 Themenbereiche, sogenannte "Kapitel", unterteilt. Sie können jeweils nur mit Zustimmung aller 27 EU-Regierungen geöffnet und geschlossen werden. Für Kroatien wurden am Mittwoch die Verhandlungen in den Schlüsselbereichen Wettbewerb, Justizwesen und Außen- und Sicherheitspolitik eröffnet. In den Verhandlungen mit der Türkei kam das Thema Lebensmittelsicherheit zu den bisher bereits zwölf Themen hinzu.</p><p>Kroatien hofft darauf, Anfang 2012 Mitglied der EU zu werden. "Wir haben wichtige Fortschritte bei unseren Reformen gemacht", sagte Jandrokovic. "Wir befinden uns jetzt auf den letzten 100 Metern vor der Mitgliedschaft. Ich glaube, es sind eher 100 Meter Hürden." Die "europäische Perspektive" sei für alle Staaten in Südosteuropa "die einzige Möglichkeit, diesen Teil Europas zu stabilisieren".</p><div id="native11"></div><h3>Problemfall Zypern</h3><div id="962016"></div><p>Die Türkei hatte in den vergangenen Monaten immer wieder auf die Eröffnung zusätzlicher Themenbereiche in den 2005 begonnenen Verhandlungen gedrungen. Acht Kapitel sind jedoch per Beschluss des EU-Ministerrates offiziell bis auf Weiteres blockiert. Die EU wirft Ankara vor, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union dadurch zu verletzen, dass die Türkei Häfen und Flughäfen für Schiffe und Flugzeuge aus Zypern blockiert. Die türkische Regierung spricht davon, dass de facto - wegen Widerständen einzelner EU-Mitglieder - derzeit 18 Kapitel blockiert seien.</p><p>Der türkische Außenminister Davutoglu sagte, die Türkei sei "jeden nur möglichen Schritt hinsichtlich einer Lösung des Zypern-Problems gegangen". Die türkischen Zyprer seien es schließlich gewesen, die einer Wiederveinigung der Insel zugestimmt hätten: "Es sieht fast so aus, als sollten sie bestraft werden. Wir haben Anspruch auf faire Behandlung."</p>]]></ntv:field>
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      <p>Kroatien ist auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft einen großen Schritt vorangekommen, die Türkei einen kleinen. Die EU eröffnete in Brüssel die restlichen drei von insgesamt 35 Themenbereichen bei den Beitrittsverhandlungen mit Kroatien. Bei den noch länger dauernden Verhandlungen mit der Türkei wird nun über 13 statt bisher zwölf Themenbereiche verhandelt.</p>
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      <p>Der kroatische Außenminister Gordan Jandrokovic sagte, er hoffe auf eine Unterzeichnung der Beitrittsverträge im ersten Halbjahr 2011. Sein türkischer Kollege Ahmet Davutoglu sagte, bei "gutem Willen" der EU seien schnellere Fortschritte im Verhandlungsprozess möglich: "Wenn es politische Kriterien gibt, die nicht objektiv sind, dann macht das die Dinge schwierig."</p>
      <h3>Korruption in Kroatien</h3>
      <p>Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos bezeichnete die Entscheidungen zu den Verhandlungen mit der Türkei und Kroatien als Beweis dafür, dass die EU am Plan der Erweiterung festhalte. "Der Erweiterungsprozess ist immer noch sehr lebendig. Die Türen der EU sind immer noch für neue Mitglieder offen." Zu den Verhandlungen mit der Türkei sagte er: "Wenn es Fortschritte in der Türkei gibt, dann gibt es auch Fortschritte in Brüssel."</p>
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      <p>"Kroatien steht noch vor großen Herausforderungen", sagte EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle Brüssel. Zagreb müsse vor allem mehr gegen die Korruption auf allen Ebenen des Staatswesens tun und Reformen der Justiz sowie der öffentlichen Verwaltung voranbringen: "Ich bin aber zuversichtlich, dass das erreicht werden kann."</p>
      <h3>"100 Meter Hürden"</h3>
      <p>Die Beitrittsverhandlungen sind in 35 Themenbereiche, sogenannte "Kapitel", unterteilt. Sie können jeweils nur mit Zustimmung aller 27 EU-Regierungen geöffnet und geschlossen werden. Für Kroatien wurden am Mittwoch die Verhandlungen in den Schlüsselbereichen Wettbewerb, Justizwesen und Außen- und Sicherheitspolitik eröffnet. In den Verhandlungen mit der Türkei kam das Thema Lebensmittelsicherheit zu den bisher bereits zwölf Themen hinzu.</p>
      <p>Kroatien hofft darauf, Anfang 2012 Mitglied der EU zu werden. "Wir haben wichtige Fortschritte bei unseren Reformen gemacht", sagte Jandrokovic. "Wir befinden uns jetzt auf den letzten 100 Metern vor der Mitgliedschaft. Ich glaube, es sind eher 100 Meter Hürden." Die "europäische Perspektive" sei für alle Staaten in Südosteuropa "die einzige Möglichkeit, diesen Teil Europas zu stabilisieren".</p>
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      <h3>Problemfall Zypern</h3>
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      <p>Die Türkei hatte in den vergangenen Monaten immer wieder auf die Eröffnung zusätzlicher Themenbereiche in den 2005 begonnenen Verhandlungen gedrungen. Acht Kapitel sind jedoch per Beschluss des EU-Ministerrates offiziell bis auf Weiteres blockiert. Die EU wirft Ankara vor, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union dadurch zu verletzen, dass die Türkei Häfen und Flughäfen für Schiffe und Flugzeuge aus Zypern blockiert. Die türkische Regierung spricht davon, dass de facto - wegen Widerständen einzelner EU-Mitglieder - derzeit 18 Kapitel blockiert seien.</p>
      <p>Der türkische Außenminister Davutoglu sagte, die Türkei sei "jeden nur möglichen Schritt hinsichtlich einer Lösung des Zypern-Problems gegangen". Die türkischen Zyprer seien es schließlich gewesen, die einer Wiederveinigung der Insel zugestimmt hätten: "Es sieht fast so aus, als sollten sie bestraft werden. Wir haben Anspruch auf faire Behandlung."</p>
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