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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Frank Rafalski, dpa" ntv:publishdate="23.01.2011 17:39" ntv:section="Politik" ntv:id="2431216" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/Merkel-und-Barroso-wollen-reden-article2431216.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Merkel und Barroso wollen reden</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Auf Konfrontationskurs</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Kanzlerin Merkel und EU-Kommissionschef Barroso sind im Streit um den Euro seit langem auf Konfrontationskurs. Wenn sie sich am Dienstag auf Schloss Meseberg treffen, geht es um die Machtfrage: Wer hat in der EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik das Sagen?</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>"Merkel über Barroso verärgert" - "Barroso wird für die Kanzlerin zum Problem" - die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zeigen, dass zwischen der Berliner Regierungschefin und dem mächtigen Kommissionspräsidenten einiges gewaltig schief zu laufen scheint. An diesem Dienstag - in der Abgeschiedenheit des Barockschlösschens im brandenburgischen Meseberg - wollen Angela Merkel und José Manuel Barroso nun versuchen, wieder halbwegs auf gleiche Tonlage zu kommen.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>"Wir sind sehr beunruhigt", sagt ein Berliner Kabinettsmitglied, wenn die Rede auf die jüngsten Vorstöße aus Brüssel zur Ausweitung des EU-Rettungsschirms kommt. Merkel und Barroso liegen in dieser Kernfrage europäischer Politik ziemlich diametral auseinander. Die Kanzlerin will angesichts immer neuer Angriffe der Spekulanten auf besonders hoch verschuldete EU-Länder keine neue Unruhe in die Finanzmärkte tragen. Barroso sagt wiederum: "Wir müssen den Märkten jetzt klar machen, dass wir nicht nur Erklärungen abgeben, sondern Entscheidungen treffen."</p><p>In der Diskussion geht es um mehr als um den Euro. Der Kern des Machtkampfs: Wer hat künftig in der EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik das Sagen? Vor allem die EU-Regierungen? Oder Brüssel? Der Streit darüber zieht sich wie ein roter Faden durch die jüngsten Diskussionen über die richtigen Antworten auf die Euro-Krise. Spätestens mit festen Vereinbarungen über einen dauerhaften Krisenmechanismus im Frühjahr muss er entschieden sein.</p><h3>Merkel und Barroso im Beziehungstief</h3><p>Der Ausgang wird sehr davon abhängen, ob und wie Merkel und Barroso eine Verständigung finden. Die Wahl des Portugiesen 2004 zum Kommissionschef war der erste Coup der damaligen CDU-Vorsitzenden auf EU-Ebene gewesen.</p><p>Merkel zauberte im Kreis der christlich-konservativen Parteivorsitzenden als Kandidaten den früheren Regierungschef Portugals aus dem Hut. Er wurde gegen den Willen des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder Präsident der EU-Kommission. Barroso galt seitdem als enger Vertrauter Merkels. Beim Aushandeln des Lissabon-Vertrags zogen beide noch an einem Strang.</p><p>Inzwischen - vor allem seit der holprigen Wiederwahl Barrosos 2009 - hat sich das Verhältnis der beiden merklich abgekühlt. Barrosos jüngster, mit Berlin nicht abgesprochener Vorstoß für höhere Euro-Garantiesummen, die vor allem auch aus deutschen Kassen kommen müssten, ist da nur ein neuer Höhepunkt.</p><div id="native11"></div><h3>Auf dem Pfad der Versöhnung</h3><p>"Da hat sich innerlich einiges festgefressen", sagt ein Gesprächspartner von beiden. "Es ist nur klug, dass die jetzt versuchen, das abzubauen." Und er fügt hinzu: "Ein schönes Essen und die ländliche Atmosphäre von Meseberg können die Wogen glätten."</p><p>Barroso jedenfalls hat in den vergangenen Tagen schon mal mit einer Flut von öffentlichen anerkennenden Äußerungen über Deutschland versucht, das Feld für eine Verständigung zu ebnen. "Ich danke den Deutschen ausdrücklich für alles, was sie für die Europäische Union getan haben", sagte er kürzlich.</p>]]></ntv:field>
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      <p>"Merkel über Barroso verärgert" - "Barroso wird für die Kanzlerin zum Problem" - die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zeigen, dass zwischen der Berliner Regierungschefin und dem mächtigen Kommissionspräsidenten einiges gewaltig schief zu laufen scheint. An diesem Dienstag - in der Abgeschiedenheit des Barockschlösschens im brandenburgischen Meseberg - wollen Angela Merkel und José Manuel Barroso nun versuchen, wieder halbwegs auf gleiche Tonlage zu kommen.</p>
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      <p>"Wir sind sehr beunruhigt", sagt ein Berliner Kabinettsmitglied, wenn die Rede auf die jüngsten Vorstöße aus Brüssel zur Ausweitung des EU-Rettungsschirms kommt. Merkel und Barroso liegen in dieser Kernfrage europäischer Politik ziemlich diametral auseinander. Die Kanzlerin will angesichts immer neuer Angriffe der Spekulanten auf besonders hoch verschuldete EU-Länder keine neue Unruhe in die Finanzmärkte tragen. Barroso sagt wiederum: "Wir müssen den Märkten jetzt klar machen, dass wir nicht nur Erklärungen abgeben, sondern Entscheidungen treffen."</p>
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      <h3>Merkel und Barroso im Beziehungstief</h3>
      <p>Der Ausgang wird sehr davon abhängen, ob und wie Merkel und Barroso eine Verständigung finden. Die Wahl des Portugiesen 2004 zum Kommissionschef war der erste Coup der damaligen CDU-Vorsitzenden auf EU-Ebene gewesen.</p>
      <p>Merkel zauberte im Kreis der christlich-konservativen Parteivorsitzenden als Kandidaten den früheren Regierungschef Portugals aus dem Hut. Er wurde gegen den Willen des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder Präsident der EU-Kommission. Barroso galt seitdem als enger Vertrauter Merkels. Beim Aushandeln des Lissabon-Vertrags zogen beide noch an einem Strang.</p>
      <p>Inzwischen - vor allem seit der holprigen Wiederwahl Barrosos 2009 - hat sich das Verhältnis der beiden merklich abgekühlt. Barrosos jüngster, mit Berlin nicht abgesprochener Vorstoß für höhere Euro-Garantiesummen, die vor allem auch aus deutschen Kassen kommen müssten, ist da nur ein neuer Höhepunkt.</p>
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      <h3>Auf dem Pfad der Versöhnung</h3>
      <p>"Da hat sich innerlich einiges festgefressen", sagt ein Gesprächspartner von beiden. "Es ist nur klug, dass die jetzt versuchen, das abzubauen." Und er fügt hinzu: "Ein schönes Essen und die ländliche Atmosphäre von Meseberg können die Wogen glätten."</p>
      <p>Barroso jedenfalls hat in den vergangenen Tagen schon mal mit einer Flut von öffentlichen anerkennenden Äußerungen über Deutschland versucht, das Feld für eine Verständigung zu ebnen. "Ich danke den Deutschen ausdrücklich für alles, was sie für die Europäische Union getan haben", sagte er kürzlich.</p>
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