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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="dpa" ntv:publishdate="31.01.2012 12:11" ntv:section="Politik" ntv:id="5369361" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/Merkels-Meisterleistung-kritisiert-article5369361.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Merkels "Meisterleistung" kritisiert</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">EU-Gipfel als "Etikettenschwindel"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die Opposition in Berlin lässt kaum ein gutes Haar an Merkels Ausbeute beim Brüsseler EU-Gipfel. Auch der DGB warnt davor, dass Europa sich kaputtspart. Das wirtschaftliche Wachstum werde vernachlässigt. Grünen-Fraktionschefin Künast wirft der Kanzlerin gar vor, mit dem Vorschlag eines "Sparkommissars" viele verprellt zu haben.</ntv:field>
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      <ntv:field ntv:name="caption">DGB-Chef Michael Sommer ist mit den Ergebnissen Merkels nicht einverstanden.</ntv:field>
      <ntv:field ntv:name="credits">picture alliance / dpa</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Opposition und Gewerkschaften haben den von Kanzlerin Angela Merkel als Meisterleistung gefeiertenals unzureichend kritisiert. Sparen allein werde die Schuldenkrise nicht lösen. Auch habe die CDU-Politikerin beim Brüsseler Gipfel zentrale Forderungen wie automatische Sanktionen für Haushaltssünder und ein Klagerecht der EU-Kommission nicht durchsetzen können. DGB-Chef Michael Sommer sprach von einem "Etikettenschwindel". Die Grünen kritisierten, Merkel habe mit der Idee eines Sparkommissars für Griechenland viel Porzellan in Europa zerschlagen.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Sommer kritisierte den Fiskalpakt, den 25 EU-Länder unterschrieben haben. "Er beantwortet überhaupt nicht die Frage, wie man zum Beispiel zu mehr Staatseinnahmen kommt", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Deutschlandfunk. Das strikte Sparen mache die Staaten arm und handlungsunfähig. FDP-Chef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler betonte dagegen in Berlin, das Problem sei erkannt: "Nur mit mehr Wachstum wird es gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken und zu sichern."</p><h3>Westerwelle gibt Großbritannien und Tschechien nicht auf</h3><div id="4627846"></div><p>Außenminister Guido Westerwelle von der FDP hofft, dass Großbritannien und Tschechien - die als einzige der 27 EU-Länder den neuen Sparpakt ablehnen - später doch noch mitmachen. "Es ist jetzt unsere Aufgabe, die beiden Länder, die derzeit noch zurückhaltend sind, davon zu überzeugen, dass ihr Weg in Europa erfolgversprechender ist als ein Sonderweg am Rande Europas", sagte Westerwelle während seiner Nahost-Reise in Ägyptens Hauptstadt Kairo.</p><p>Die SPD warnte davor, vom Fiskalpakt und den aufgeweichten Schuldenbremsen Wunderdinge zu erwarten. "Die Schuldenbremse in Deutschland wird in den Himmel gehoben und als Vorbild für Europa gezeichnet", sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider im rbb-Inforadio. Aber auch Finanzminister Wolfgang Schäuble von CDU trickse bei seinen Sparbemühungen. Das werde in anderen EU-Staaten auch nicht anders sein.</p><p>Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast war es aus deutscher Sicht kein erfolgreicher Gipfel. "Ich finde das Paket unzulänglich", sagte sie dem Sender n-tv. Statt einer Strategie für mehr Jobs in Europa gebe es hohle Phrasen. Merkels Debatte über einen Sparkommissar für Athen sei falsch gewesen: "Sie hat viele verprellt, sie ist mittlerweile isoliert. Sie hätte mehr durchsetzen können, wenn sie und Schwarz-Gelb insgesamt nicht jahrelang gebremst und das Portemonnaie zugehalten hätten."</p><h3>Linke spricht von "Pyrrhussieg"</h3><p>Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch sprach von einem "Pyrrhussieg" für Merkel. "Die Kanzlerin fährt mit angezogener Schuldenbremse Europa tiefer in die Krise." Nach Griechenland werde mit dem Fiskalpakt nun ganz Europa in die Rezession getrieben.</p><div id="native11"></div><p>Der Ökonom Clemens Fuest zweifelt am ernsthaften Sparwillen vieler EU-Länder. Beim Fiskalpakt habe man eher den Eindruck, "dass die Länder das unterschreiben, damit die Deutschen zufrieden sind. Das ist schon problematisch", sagte der Schäuble-Berater im Deutschlandradio Kultur. Fuest forderte flexiblere Löhne und eine schärfere Bankenregulierung in Europa.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Opposition und Gewerkschaften haben den von Kanzlerin Angela Merkel als Meisterleistung gefeiertenals unzureichend kritisiert. Sparen allein werde die Schuldenkrise nicht lösen. Auch habe die CDU-Politikerin beim Brüsseler Gipfel zentrale Forderungen wie automatische Sanktionen für Haushaltssünder und ein Klagerecht der EU-Kommission nicht durchsetzen können. DGB-Chef Michael Sommer sprach von einem "Etikettenschwindel". Die Grünen kritisierten, Merkel habe mit der Idee eines Sparkommissars für Griechenland viel Porzellan in Europa zerschlagen.</p>
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      <p>Sommer kritisierte den Fiskalpakt, den 25 EU-Länder unterschrieben haben. "Er beantwortet überhaupt nicht die Frage, wie man zum Beispiel zu mehr Staatseinnahmen kommt", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Deutschlandfunk. Das strikte Sparen mache die Staaten arm und handlungsunfähig. FDP-Chef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler betonte dagegen in Berlin, das Problem sei erkannt: "Nur mit mehr Wachstum wird es gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken und zu sichern."</p>
      <h3>Westerwelle gibt Großbritannien und Tschechien nicht auf</h3>
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      <p>Außenminister Guido Westerwelle von der FDP hofft, dass Großbritannien und Tschechien - die als einzige der 27 EU-Länder den neuen Sparpakt ablehnen - später doch noch mitmachen. "Es ist jetzt unsere Aufgabe, die beiden Länder, die derzeit noch zurückhaltend sind, davon zu überzeugen, dass ihr Weg in Europa erfolgversprechender ist als ein Sonderweg am Rande Europas", sagte Westerwelle während seiner Nahost-Reise in Ägyptens Hauptstadt Kairo.</p>
      <p>Die SPD warnte davor, vom Fiskalpakt und den aufgeweichten Schuldenbremsen Wunderdinge zu erwarten. "Die Schuldenbremse in Deutschland wird in den Himmel gehoben und als Vorbild für Europa gezeichnet", sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider im rbb-Inforadio. Aber auch Finanzminister Wolfgang Schäuble von CDU trickse bei seinen Sparbemühungen. Das werde in anderen EU-Staaten auch nicht anders sein.</p>
      <p>Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast war es aus deutscher Sicht kein erfolgreicher Gipfel. "Ich finde das Paket unzulänglich", sagte sie dem Sender n-tv. Statt einer Strategie für mehr Jobs in Europa gebe es hohle Phrasen. Merkels Debatte über einen Sparkommissar für Athen sei falsch gewesen: "Sie hat viele verprellt, sie ist mittlerweile isoliert. Sie hätte mehr durchsetzen können, wenn sie und Schwarz-Gelb insgesamt nicht jahrelang gebremst und das Portemonnaie zugehalten hätten."</p>
      <h3>Linke spricht von "Pyrrhussieg"</h3>
      <p>Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch sprach von einem "Pyrrhussieg" für Merkel. "Die Kanzlerin fährt mit angezogener Schuldenbremse Europa tiefer in die Krise." Nach Griechenland werde mit dem Fiskalpakt nun ganz Europa in die Rezession getrieben.</p>
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      <p>Der Ökonom Clemens Fuest zweifelt am ernsthaften Sparwillen vieler EU-Länder. Beim Fiskalpakt habe man eher den Eindruck, "dass die Länder das unterschreiben, damit die Deutschen zufrieden sind. Das ist schon problematisch", sagte der Schäuble-Berater im Deutschlandradio Kultur. Fuest forderte flexiblere Löhne und eine schärfere Bankenregulierung in Europa.</p>
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