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    <ntv:field ntv:name="headline">Obama steht vor Heißem Herbst</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">"Mr. Unpopular"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">In weniger als zwei Monaten sind Kongresswahlen in den USA. Barack Obama und seine Demokraten steuern auf eine dramatische Niederlage zu. Kann der Präsident das Ruder noch herumreißen?</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Barack Obama hat sich das Ende der Sommerferien anders vorgestellt. Eigentlich sollte sein Konjunkturprogramm endlich greifen, die Arbeitslosigkeit im Land sinken, seine ramponierte Popularität wieder ansteigen. Eigentlich. Doch in Wirklichkeit ist die Stimmung düsterer denn je: Bei den Kongresswahlen am 2. November drohen die Demokraten, ihre parlamentarische Mehrheit zu verlieren. "Mr. Unpopular", schreibt das Magazin "Time" bissig.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Der Labourday an diesem Montag markiert traditionell das Ende des Sommers in den USA. Die Schulen fangen wieder an, der Präsident ist aus den Ferien zurück im Weißen Haus - die Arbeit kann beginnen. Ring frei für den Kongresswahlkampf!</p><h3>Trübe Stimmung</h3><p>Tatsächlich steht für Obama die vermutlich schwierigste Zeit seiner vierjährigen Amtsperiode bevor: Er muss es schaffen, innerhalb weniger Wochen die Stimmung zu wenden. Den Amerikanern Zuversicht geben, dass die Wirtschaft bald wieder brummt, dass die Jobs wieder zurückkommen. Zudem muss er die Attacken der Republikaner entkräften, er sei der größte Verschwender und Schuldenmacher der Geschichte - angeblich gar ein heimlicher "Wohlfahrtsstaats-Sozialist" nach europäischem Muster.</p><p>"Yes we can", war Obamas Schlachtruf bei der Präsidentenwahl vor zwei Jahren. Damals glaubten die Amerikaner seinen Versprechen - diesmal eher nicht. Umfragen zufolge sind nur noch rund 45 Prozent zufrieden mit dem Präsidenten - vor allem in Sachen Wirtschaft und Jobs trauen sie ihm nicht viel zu. Selten war die Popularität eines US-Präsidenten so schnell so tief abgestürzt.</p><p>Unter den Demokraten geht die Furcht um, sie könnten in beiden Kongresskammern bei den Wahlen am 2. November die Mehrheit verlieren. Für jedes Gesetz bräuchten die Demokraten dann Stimmen der Republikaner - Obama wäre ein "König ohne Kleider".</p><h3>Zeit läuft davon</h3><div id="1426701"></div><p>Neueste Strategie im Weißen Haus: Versprechen von Steuererleichterungen für den Mittelstand und kleinere Unternehmen sollen die Wähler in Stimmung bringen. Die zum Jahresende auslaufenden Steuererleichterungen für Reiche, die noch Ex-Präsident George W. Bush durchgesetzt hatte, will Obama dagegen kippen. Noch haben die Strategen nicht entschieden: Mal ist von 35 Milliarden Dollar Erleichterungen die Rede, mal von möglicherweise mehreren Hundert Milliarden, wie die "Washington Post" berichtet.</p><div id="native11"></div><p>Der Haken: Selbst Obamas Mega-Konjunkturprogramm von 787 Milliarden Dollar gleich nach seinem Amtsantritt 2009 brachte nicht den ersehnten Erfolg. Zwar setzte es nach Ansicht von Experten dem damals dramatischen Absturz der Wirtschaft ein Ende, und nach des Berechnungen den unabhängigen Budget-Büros im Kongress rettete es 3,3 Millionen Jobs.</p><p>Doch was die Wähler viel mehr irritiert: Nach wie vor sind fast zehn Prozent der Amerikaner arbeitslos, viele lassen sich gar nicht mehr registrieren. Und die Aussicht, dass sich bald etwas durchgreifend ändert, ist nicht eben groß.</p><div id="mid1"></div><p>Aber Obamas Bemühungen drohen zu spät zu kommen. "Politisch gesehen ist es ganz egal, was der Präsident bis zum Wahltag tut oder sagt", meint William Galston, ein ehemaliger Clinton-Helfer und jetzt im Brookings Institut tätig. "Es ist nicht mehr genügend Zeit, etwas Wesentliches zu verändern und die öffentliche Meinung zu ändern."</p><h3>Druck durch Konjunktursorgen</h3><p>Ein weiteres Problem: Angesichts einer Rekordverschuldung von insgesamt 13 Billionen Dollar sind Obama die Hände gebunden. Die Republikaner sind dabei, die Mega-Schulden und die Angst der Menschen vor einem "Staatsbankrott" zum Haupt-Wahlkampfthema zu machen - dass es Ex-Präsident Bush war, der die Schuldenspirale in Gang setzte, verschweigt die Opposition geflissentlich.</p><p>"Panik in Washington", kritisiert John Boehner, Republikanerführer im Repräsentantenhaus, die Wahlversprechen im Weißen Haus. Obama steht ein heißer Herbst bevor.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Barack Obama hat sich das Ende der Sommerferien anders vorgestellt. Eigentlich sollte sein Konjunkturprogramm endlich greifen, die Arbeitslosigkeit im Land sinken, seine ramponierte Popularität wieder ansteigen. Eigentlich. Doch in Wirklichkeit ist die Stimmung düsterer denn je: Bei den Kongresswahlen am 2. November drohen die Demokraten, ihre parlamentarische Mehrheit zu verlieren. "Mr. Unpopular", schreibt das Magazin "Time" bissig.</p>
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      <p>Der Labourday an diesem Montag markiert traditionell das Ende des Sommers in den USA. Die Schulen fangen wieder an, der Präsident ist aus den Ferien zurück im Weißen Haus - die Arbeit kann beginnen. Ring frei für den Kongresswahlkampf!</p>
      <h3>Trübe Stimmung</h3>
      <p>Tatsächlich steht für Obama die vermutlich schwierigste Zeit seiner vierjährigen Amtsperiode bevor: Er muss es schaffen, innerhalb weniger Wochen die Stimmung zu wenden. Den Amerikanern Zuversicht geben, dass die Wirtschaft bald wieder brummt, dass die Jobs wieder zurückkommen. Zudem muss er die Attacken der Republikaner entkräften, er sei der größte Verschwender und Schuldenmacher der Geschichte - angeblich gar ein heimlicher "Wohlfahrtsstaats-Sozialist" nach europäischem Muster.</p>
      <p>"Yes we can", war Obamas Schlachtruf bei der Präsidentenwahl vor zwei Jahren. Damals glaubten die Amerikaner seinen Versprechen - diesmal eher nicht. Umfragen zufolge sind nur noch rund 45 Prozent zufrieden mit dem Präsidenten - vor allem in Sachen Wirtschaft und Jobs trauen sie ihm nicht viel zu. Selten war die Popularität eines US-Präsidenten so schnell so tief abgestürzt.</p>
      <p>Unter den Demokraten geht die Furcht um, sie könnten in beiden Kongresskammern bei den Wahlen am 2. November die Mehrheit verlieren. Für jedes Gesetz bräuchten die Demokraten dann Stimmen der Republikaner - Obama wäre ein "König ohne Kleider".</p>
      <h3>Zeit läuft davon</h3>
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      <p>Neueste Strategie im Weißen Haus: Versprechen von Steuererleichterungen für den Mittelstand und kleinere Unternehmen sollen die Wähler in Stimmung bringen. Die zum Jahresende auslaufenden Steuererleichterungen für Reiche, die noch Ex-Präsident George W. Bush durchgesetzt hatte, will Obama dagegen kippen. Noch haben die Strategen nicht entschieden: Mal ist von 35 Milliarden Dollar Erleichterungen die Rede, mal von möglicherweise mehreren Hundert Milliarden, wie die "Washington Post" berichtet.</p>
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      <p>Der Haken: Selbst Obamas Mega-Konjunkturprogramm von 787 Milliarden Dollar gleich nach seinem Amtsantritt 2009 brachte nicht den ersehnten Erfolg. Zwar setzte es nach Ansicht von Experten dem damals dramatischen Absturz der Wirtschaft ein Ende, und nach des Berechnungen den unabhängigen Budget-Büros im Kongress rettete es 3,3 Millionen Jobs.</p>
      <p>Doch was die Wähler viel mehr irritiert: Nach wie vor sind fast zehn Prozent der Amerikaner arbeitslos, viele lassen sich gar nicht mehr registrieren. Und die Aussicht, dass sich bald etwas durchgreifend ändert, ist nicht eben groß.</p>
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      <p>Aber Obamas Bemühungen drohen zu spät zu kommen. "Politisch gesehen ist es ganz egal, was der Präsident bis zum Wahltag tut oder sagt", meint William Galston, ein ehemaliger Clinton-Helfer und jetzt im Brookings Institut tätig. "Es ist nicht mehr genügend Zeit, etwas Wesentliches zu verändern und die öffentliche Meinung zu ändern."</p>
      <h3>Druck durch Konjunktursorgen</h3>
      <p>Ein weiteres Problem: Angesichts einer Rekordverschuldung von insgesamt 13 Billionen Dollar sind Obama die Hände gebunden. Die Republikaner sind dabei, die Mega-Schulden und die Angst der Menschen vor einem "Staatsbankrott" zum Haupt-Wahlkampfthema zu machen - dass es Ex-Präsident Bush war, der die Schuldenspirale in Gang setzte, verschweigt die Opposition geflissentlich.</p>
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