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  <ntv:article ntv:readingtime="1" ntv:layout="detail" ntv:agency="dpa/AFP" ntv:publishdate="12.02.2010 15:34" ntv:section="Politik" ntv:id="725754" ntv:homesection="Politik" ntv:url="https://apps.n-tv.de/politik/Steuersuender-zeigen-sich-reuig-article725754.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Steuersünder zeigen sich reuig</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Hunderte Selbstanzeigen</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die Reue mag zwar nicht von Herzen kommen, doch immerhin: Hunderte Steuersünder zeigen sich nach dem Diebstahl von Bankdaten inzwischen bei den Finanzämtern selbst an; fürchten sie doch eine CD mit geheimen Bankdaten, die die Steuerfahnder kaufen wollen. Anbieter der CD ist offenbar ein ehemaliger Mitarbeiter einer Firmengruppe mit Hauptsitz in Liechtenstein.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Nach dem Auftauchen gestohlener Steuersünder-Daten melden sich immer mehr reumütige Anleger mit Selbstanzeigen bei den Behörden. In Berlin waren es binnen einer Woche mehr als 100, in Hamburg kamen in den vergangenen Tagen Dutzende dazu. In Bayern lagen bis Donnerstagabend 231 Selbstanzeigen bei den Finanzbehörden vor, wie ein Sprecher des Finanzministeriums sagte.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Bundesweit waren in den vergangenen zwei Wochen in den Finanzämtern mehrere hundert Meldungen eingegangen. Insgesamt dürfte die Zahl der Steuersünder-Selbstanzeigen aber noch deutlich höher liegen: In einigen Regionen liegen noch keine Übersichten vor. Bei einer Selbstanzeige muss der Betroffene nur die Steuern und Zinsen nachzahlen, eine Strafe droht nicht - außer, der Fall ist den Behörden schon bekannt. Mehreren Bundesländern waren in den vergangenen Wochen Steuersünder-Dateien angeboten worden.</p><div id="724075"></div><p>Die Berliner Finanzbehörden registrierten bis zum Freitag 112 Selbstanzeigen von Bürgern, die ihr Schwarzgeld in der Schweiz angelegt haben. Außerdem hätten sich zwei Berliner gemeldet, die ihr Geld in Luxemburg vor dem Finanzamt versteckt haben. Wie hoch mögliche Nachzahlungen sein könnten, wurde nicht bekannt.</p><p>In Hamburg hat die Furcht vor Entdeckung bis Donnerstagabend 88 mutmaßliche Steuerhinterzieher zur Selbstanzeige getrieben. "Und ein Ende ist nicht absehbar", sagte ein Behördensprecher. Die Summe der nachträglich zu versteuernden Kapitalbeträge habe sich von 3 auf 63 Millionen Euro erhöht.</p><h3>Anbieter ist Ex-Mitarbeiter</h3><p>Der Anbieter der Steuer-CD mit Schweizer Bank-Daten, die Wuppertaler Fahnder für 2,5 Millionen Euro kaufen sollen, ist nach einem Bericht des Magazins "Focus" ein ehemaliger Mitarbeiter einer Firmengruppe mit Hauptsitz in Liechtenstein. Dabei handele es sich um ein Unternehmen, das sich mit der Beratung in Steuerfragen und Geldanlagen sowie mit Vermögensverwaltung befasse, hieß es unter Berufung auf Angaben aus Ermittlerkreisen. Demnach gehen die Fahnder davon aus, dass sich hinter dem Firmenkonglomerat eine international operierende Schwarzgeld-Bande verbirgt. Die Daten-CD soll nach einer Entscheidung von Bund und Ländern gekauft werden, um Steuersündern auf die Schliche zu kommen.</p><p>Der Informant bot dem Bericht zufolge den deutschen Behörden nicht nur die CD mit Daten von Steuersündern zum Kauf an, sondern offenbarte den Fahndern auch, wie die Vermögen deutscher Steuersünder in die Schweiz geschleust werden und welche Personen dabei als Mittelsmänner und Kuriere dienen. Bei dem Chef der Luxemburger Firmengruppe solle es sich um einen Geschäftsmann aus Liechtenstein handeln, der schon länger unter Verdacht stehe. Die Firmengruppe betreibe ein konspiratives System für Steuerhinterzieher, in dem auch eine Anwaltskanzlei in Zürich eine wichtige Rolle spiele.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Nach dem Auftauchen gestohlener Steuersünder-Daten melden sich immer mehr reumütige Anleger mit Selbstanzeigen bei den Behörden. In Berlin waren es binnen einer Woche mehr als 100, in Hamburg kamen in den vergangenen Tagen Dutzende dazu. In Bayern lagen bis Donnerstagabend 231 Selbstanzeigen bei den Finanzbehörden vor, wie ein Sprecher des Finanzministeriums sagte.</p>
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      <p>Bundesweit waren in den vergangenen zwei Wochen in den Finanzämtern mehrere hundert Meldungen eingegangen. Insgesamt dürfte die Zahl der Steuersünder-Selbstanzeigen aber noch deutlich höher liegen: In einigen Regionen liegen noch keine Übersichten vor. Bei einer Selbstanzeige muss der Betroffene nur die Steuern und Zinsen nachzahlen, eine Strafe droht nicht - außer, der Fall ist den Behörden schon bekannt. Mehreren Bundesländern waren in den vergangenen Wochen Steuersünder-Dateien angeboten worden.</p>
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      <p>Die Berliner Finanzbehörden registrierten bis zum Freitag 112 Selbstanzeigen von Bürgern, die ihr Schwarzgeld in der Schweiz angelegt haben. Außerdem hätten sich zwei Berliner gemeldet, die ihr Geld in Luxemburg vor dem Finanzamt versteckt haben. Wie hoch mögliche Nachzahlungen sein könnten, wurde nicht bekannt.</p>
      <p>In Hamburg hat die Furcht vor Entdeckung bis Donnerstagabend 88 mutmaßliche Steuerhinterzieher zur Selbstanzeige getrieben. "Und ein Ende ist nicht absehbar", sagte ein Behördensprecher. Die Summe der nachträglich zu versteuernden Kapitalbeträge habe sich von 3 auf 63 Millionen Euro erhöht.</p>
      <h3>Anbieter ist Ex-Mitarbeiter</h3>
      <p>Der Anbieter der Steuer-CD mit Schweizer Bank-Daten, die Wuppertaler Fahnder für 2,5 Millionen Euro kaufen sollen, ist nach einem Bericht des Magazins "Focus" ein ehemaliger Mitarbeiter einer Firmengruppe mit Hauptsitz in Liechtenstein. Dabei handele es sich um ein Unternehmen, das sich mit der Beratung in Steuerfragen und Geldanlagen sowie mit Vermögensverwaltung befasse, hieß es unter Berufung auf Angaben aus Ermittlerkreisen. Demnach gehen die Fahnder davon aus, dass sich hinter dem Firmenkonglomerat eine international operierende Schwarzgeld-Bande verbirgt. Die Daten-CD soll nach einer Entscheidung von Bund und Ländern gekauft werden, um Steuersündern auf die Schliche zu kommen.</p>
      <p>Der Informant bot dem Bericht zufolge den deutschen Behörden nicht nur die CD mit Daten von Steuersündern zum Kauf an, sondern offenbarte den Fahndern auch, wie die Vermögen deutscher Steuersünder in die Schweiz geschleust werden und welche Personen dabei als Mittelsmänner und Kuriere dienen. Bei dem Chef der Luxemburger Firmengruppe solle es sich um einen Geschäftsmann aus Liechtenstein handeln, der schon länger unter Verdacht stehe. Die Firmengruppe betreibe ein konspiratives System für Steuerhinterzieher, in dem auch eine Anwaltskanzlei in Zürich eine wichtige Rolle spiele.</p>
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