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  <ntv:article ntv:readingtime="1" ntv:layout="detail" ntv:agency="zusammengestellt von Christian Bartlau" ntv:publishdate="06.12.2011 21:48" ntv:section="Archiv" ntv:id="4943916" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Danke-Standard-Poor-s-article4943916.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Danke, Standard &amp; Poor's"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Rating-Agentur nimmt Deutschland ins Visier</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>&quot;Was eine Ratingagentur macht, das ist in der Verantwortung der Ratingagentur&quot;, kommentierte Bundeskanzlerin Merkel die Nachricht von der . Alles andere als gelassen reagiert die Presse. Ob Zustimmung oder Ablehnung - die politischen Beobachter schreiben mit erhöhter Drehzahl.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die Stimme der Empörten erklingt erwartungsgemäß aus der Redaktion der <i>Bild-Zeitung</i>. Ausgerechnet kurz vor dem EU-Gipfel zur Eurokrise &quot;gibt es <b>massives Störfeuer aus den USA</b>&quot;. Damit bringe Standard &amp; Poor&apos;s die Euro-Rettung in Gefahr, kritisiert das Blatt und bezeichnet das Verhalten der Agentur als &quot;<b>töricht und verantwortungslos</b>&quot;. Niemand brauche in der derzeitigen Lage Übereifer: &quot;Warum konnten die Agentur-Experten <b>nicht wenigstens 72 Stunden warten</b>, bis die EU-Staaten bei ihrem Gipfel gezeigt habe, ob sie der Krise Herr werden?&quot;</p><p>Dafür hatten die Euro-Länder schon genug Zeit, schreibt die <i>Leipziger Volkszeitung</i>. &quot;Seit <b>mehr als einem Jahr wursteln sich nun die europäischen Staats- und Regierungschefs von einem Krisengipfel zum anderen</b>&quot;, bemängelt das Blatt und urteilt: &quot;Das Krisenmanagement wirkt unkoordiniert.&quot; Deswegen sei &quot;eigentlich <b>Lob angebracht</b>&quot;, statt &quot;über die bösen Ratingagenturen und die ungerechtfertigte Kollektivschuld zu lamentieren&quot;.</p><p>&quot;Bei aller Empörung <b>sollten die Deutschen die Mahnung ernst nehmen</b>&quot;, empfiehlt die <i>Berliner Zeitung</i>. Schließlich würde ein Zusammenbruch des Euros Deutschland lange Jahre wirtschaftlich belasten. Die Empfehlung der Agentur klinge da wie &quot;der <b>Aufruf zur Solidarität</b>&quot;, meint die Hauptstadt-Zeitung. &quot;Ausnahmsweise einmal <b>Danke, Standard &amp; Poor&apos;s!</b>&quot;</p><p>In diese Lobeshymne will die<i> Süddeutsche Zeitung</i> nicht einstimmen: &quot;Warum kommt die Warnung <b>so</b> <b>kurz vor dem Gipfel</b>? Warum stecken die begleitenden Papiere <b>voller Politikempfehlungen</b>?&quot;, fragt die Münchner Zeitung und zieht eine Parallele: &quot;Diese <b>aktivistische Herangehensweise</b> erinnert an den vergangenen Sommer, als S&amp;P mitten in der Debatte um die US-Schuldengrenze die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten herabstufte.&quot; Letztlich könne das Unternehmen dadurch selbst Schaden nehmen: &quot;Man wird sehen, <b>ob die Agentur sich auf diese Weise nicht überhebt</b>.&quot;</p><p>Das <i>Hamburger Abendblatt</i> fordert Konsequenzen: &quot;Europas Politik hat neben der Aufgabe, die Schuldenkrise zu lösen, inzwischen die <b>Pflicht, das Monopol der Rating-Agenturen zu brechen</b>.&quot; Bei aller berechtigten Kritik an der Schuldenpolitik der Staaten sei nicht zu verantworten, dass Rating-Agenturen &quot;<b>mit Regierungen, Währungen, ja ganzen Vokswirtschaften Schlitten fahren</b>&quot;.</p><div id="native11"></div><p>Die Reaktion von <b>Angela Merkel</b> beeindruckt die <i>Augsburger Allgemeine</i>. Sie habe sich &quot;<b>nicht aus der Ruhe</b> bringen&quot; lassen, obwohl die Bonitätsprüfer vor dem EU-Gipfel &quot;<b>provokante Pfeile</b> abschießen&quot;. Die Lässigkeit der Kanzlerin wirke &quot;wohltuend (...) in den Wochen der Unruhe&quot;. Merkel sei der &quot;<b>Ruhe- und Kraftpol</b> eines unter der Schuldenkrise nervös wirkenden Europas&quot;.</p>]]></ntv:field>
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      <p>
        <i>"Was eine Ratingagentur macht, das ist in der Verantwortung der Ratingagentur", kommentierte Bundeskanzlerin Merkel die Nachricht von der . Alles andere als gelassen reagiert die Presse. Ob Zustimmung oder Ablehnung - die politischen Beobachter schreiben mit erhöhter Drehzahl.</i>
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      <p>
        Die Stimme der Empörten erklingt erwartungsgemäß aus der Redaktion der
        <i>Bild-Zeitung</i>
        . Ausgerechnet kurz vor dem EU-Gipfel zur Eurokrise "gibt es
        <b>massives Störfeuer aus den USA</b>
        ". Damit bringe Standard &amp; Poor's die Euro-Rettung in Gefahr, kritisiert das Blatt und bezeichnet das Verhalten der Agentur als "
        <b>töricht und verantwortungslos</b>
        ". Niemand brauche in der derzeitigen Lage Übereifer: "Warum konnten die Agentur-Experten
        <b>nicht wenigstens 72 Stunden warten</b>
        , bis die EU-Staaten bei ihrem Gipfel gezeigt habe, ob sie der Krise Herr werden?"
      </p>
      <p>
        Dafür hatten die Euro-Länder schon genug Zeit, schreibt die
        <i>Leipziger Volkszeitung</i>
        . "Seit
        <b>mehr als einem Jahr wursteln sich nun die europäischen Staats- und Regierungschefs von einem Krisengipfel zum anderen</b>
        ", bemängelt das Blatt und urteilt: "Das Krisenmanagement wirkt unkoordiniert." Deswegen sei "eigentlich
        <b>Lob angebracht</b>
        ", statt "über die bösen Ratingagenturen und die ungerechtfertigte Kollektivschuld zu lamentieren".
      </p>
      <p>
        "Bei aller Empörung
        <b>sollten die Deutschen die Mahnung ernst nehmen</b>
        ", empfiehlt die
        <i>Berliner Zeitung</i>
        . Schließlich würde ein Zusammenbruch des Euros Deutschland lange Jahre wirtschaftlich belasten. Die Empfehlung der Agentur klinge da wie "der
        <b>Aufruf zur Solidarität</b>
        ", meint die Hauptstadt-Zeitung. "Ausnahmsweise einmal
        <b>Danke, Standard &amp; Poor's!</b>
        "
      </p>
      <p>
        In diese Lobeshymne will die
        <i>Süddeutsche Zeitung</i>
        nicht einstimmen: "Warum kommt die Warnung
        <b>so</b>
        <b>kurz vor dem Gipfel</b>
        ? Warum stecken die begleitenden Papiere
        <b>voller Politikempfehlungen</b>
        ?", fragt die Münchner Zeitung und zieht eine Parallele: "Diese
        <b>aktivistische Herangehensweise</b>
        erinnert an den vergangenen Sommer, als S&amp;P mitten in der Debatte um die US-Schuldengrenze die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten herabstufte." Letztlich könne das Unternehmen dadurch selbst Schaden nehmen: "Man wird sehen,
        <b>ob die Agentur sich auf diese Weise nicht überhebt</b>
        ."
      </p>
      <p>
        Das
        <i>Hamburger Abendblatt</i>
        fordert Konsequenzen: "Europas Politik hat neben der Aufgabe, die Schuldenkrise zu lösen, inzwischen die
        <b>Pflicht, das Monopol der Rating-Agenturen zu brechen</b>
        ." Bei aller berechtigten Kritik an der Schuldenpolitik der Staaten sei nicht zu verantworten, dass Rating-Agenturen "
        <b>mit Regierungen, Währungen, ja ganzen Vokswirtschaften Schlitten fahren</b>
        ".
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      <p>
        Die Reaktion von
        <b>Angela Merkel</b>
        beeindruckt die
        <i>Augsburger Allgemeine</i>
        . Sie habe sich "
        <b>nicht aus der Ruhe</b>
        bringen" lassen, obwohl die Bonitätsprüfer vor dem EU-Gipfel "
        <b>provokante Pfeile</b>
        abschießen". Die Lässigkeit der Kanzlerin wirke "wohltuend (...) in den Wochen der Unruhe". Merkel sei der "
        <b>Ruhe- und Kraftpol</b>
        eines unter der Schuldenkrise nervös wirkenden Europas".
      </p>
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