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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Diana Sierpinski" ntv:publishdate="18.05.2010 20:55" ntv:section="Archiv" ntv:id="878671" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Einfach-zu-gut-um-wahr-zu-sein-article878671.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Einfach zu gut, um wahr zu sein"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Finanztransaktionssteuer</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Der Finanzsektor soll sich stärker an der Bewältigung der Euro-Krise beteiligen. Die Koalition setzt sich darum nun doch für eine Transaktionssteuer ein und gebärdet sich als Kämpferin gegen Spekulanten. Allheilmittel oder gefährlicher Populismus? – die Presse zeigt sich uneinig.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p><b>&quot;Dieselbe Kanzlerin, die noch am Sonntag gegen eine Finanztransaktionsteuer war, fiel nun um</b>, da es in der EU eine klare Mehrheit für dieses Instrument gibt&quot; kommentieren die <i>Nürnberger Nachrichten und weiter:</i> &quot;Auch die FDP schwenkte um: <b>Nun tun alle so, als ob sie diese Abgabe wollen. Weil das populär ist.</b> Dabei betonen sie nur zu oft, dass sie an die Realisierung dieser zwiespältigen Steuer nicht glauben - <b>und entlarven ihre starken Sprüche als das, was sie sind: gefährlicher Populismus.</b> Gefährlich deshalb, weil der Vertrauensverlust in die Politik dann noch größer wird, wenn sich zeigt, was jetzt schon absehbar ist: <b>dass nichts wird aus der Finanzmarktsteuer, weil eben nicht alle mitmachen.&quot;</b></p><p>Die <i>Märkische Oderzeitung aus Frankfurt/Oder</i> begrüßt die &quot;vom US- Wissenschaftler James Tobin erfundene Steuer. &quot;Denn <b>anders als bei reiner Symbol-Politik, wie etwa einer Banker-Boni-Abgabe, erreicht man mit der Transaktionssteuer dauerhafte Veränderung.</b> Teuer wird sie für Investoren, die wöchentlich oder gar täglich ihre Gelder von einer Anlage zur nächsten rund um den Erdball jagen... <b>Der Mühe wert ist der Versuch der Einführung auf jeden Fall.&quot;</b></p><p>Die CDU verabschiedet sich von ihren Steuerversprechungen und diskutiert stattdessen Ausgabenkürzungen. &quot;<b>Weil sich so aber keine Wähler zurückgewinnen lassen, ist es kein Wunder, dass nun selbst in dieser Partei der Wunsch nach einer Extra-Steuer für die Finanzbranche wächst, </b>urteilt die <i>Süddeutsche Zeitung aus München</i>. &quot;Und wie genau auch immer eine solche Lösung ausschauen mag: <b>Die Richtung stimmt.</b> Während die Boni wieder anschwellen, müssen auch die Banken für die Krise zahlen, <b>sonst werden sich die Bürger verweigern.&quot;</b></p><p><b>Als Allheilmittel sollte die Politik die Finanztransaktionssteuer aber nicht anpreisen,</b> schreibt die <i>Mittelbayerische Zeitung aus Regensburg</i>. Sie könne zwar Einnahmen generieren, doch <b>Spekulanten werde damit kaum das Handwerk gelegt.</b> &quot;Es klingt <b>einfach zu gut, um wahr zu sein.</b> Und schließlich ist es das, was Wähler hören wollen: Die Zocker werden zur Kasse gebeten. <b>Dabei übersehen die Politiker, dass eine solche Steuer auch Risiken birgt. Schließlich trifft sie alle Marktteilnehmer und damit letzten Endes auch die Verbraucher.</b> Da mutet es naiv an, zu glauben, die Spekulanten fänden keine Möglichkeit, die Steuer auszuhebeln.&quot;</p><p>Die Bevölkerung solle <b>keine Wunder im Kampf gegen die Spekulanten erwarten</b>, mahnt die <i>Frankfurter Neue Presse</i>. &quot;Denn Regierungen und Notenbanken <b>stopfen ihnen doch im Kampf gegen die Krise weiterhin alle Taschen mit Geld voll. </b>Und wollen gleichzeitig mit Steuern, <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bruessel-will-Hedgefonds-baendigen-article877213.html" target="_self" rel="follow">strengeren Regeln unter anderem für Banken und Hedge-Fonds</a> sowie <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bafin-verbietet-Leerverkaeufe-article878635.html" target="_self" rel="follow">Verboten etwa von Leerverkäufen verhindern</a>, <b>dass sie mit diesem Geld offensichtliche Schwachpunkte am Markt angreifen.&quot;</b></p><div id="native11"></div><p>Wer langfristig sein Geld anlegt, den träfe die Steuer so gut wie nicht, bemerkt die <i>Wetzlarer Neue Zeitung</i>. &quot;Wer aber täglich mit Millionensummen jongliert, bei dem würde das Finanzamt zugreifen. <b>Das kann dem Gros der Wähler - also den Nicht-Jongleuren - nur gefallen. </b>Und wer als Politiker wiedergewählt werden will, muss deutlich machen, dass er sich den Nicht-Jongleuren verpflichtet fühlt. <b>Das gilt in Deutschland wie auch anderswo. Und deshalb ist die Steuer auf Finanzgeschäfte keine Utopie mehr.&quot;</b></p><p><b> </b></p>]]></ntv:field>
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        <i>Der Finanzsektor soll sich stärker an der Bewältigung der Euro-Krise beteiligen. Die Koalition setzt sich darum nun doch für eine Transaktionssteuer ein und gebärdet sich als Kämpferin gegen Spekulanten. Allheilmittel oder gefährlicher Populismus? – die Presse zeigt sich uneinig.</i>
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        <b>"Dieselbe Kanzlerin, die noch am Sonntag gegen eine Finanztransaktionsteuer war, fiel nun um</b>
        , da es in der EU eine klare Mehrheit für dieses Instrument gibt" kommentieren die
        <i>Nürnberger Nachrichten und weiter:</i>
        "Auch die FDP schwenkte um:
        <b>Nun tun alle so, als ob sie diese Abgabe wollen. Weil das populär ist.</b>
        Dabei betonen sie nur zu oft, dass sie an die Realisierung dieser zwiespältigen Steuer nicht glauben -
        <b>und entlarven ihre starken Sprüche als das, was sie sind: gefährlicher Populismus.</b>
        Gefährlich deshalb, weil der Vertrauensverlust in die Politik dann noch größer wird, wenn sich zeigt, was jetzt schon absehbar ist:
        <b>dass nichts wird aus der Finanzmarktsteuer, weil eben nicht alle mitmachen."</b>
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        <i>Märkische Oderzeitung aus Frankfurt/Oder</i>
        begrüßt die "vom US- Wissenschaftler James Tobin erfundene Steuer. "Denn
        <b>anders als bei reiner Symbol-Politik, wie etwa einer Banker-Boni-Abgabe, erreicht man mit der Transaktionssteuer dauerhafte Veränderung.</b>
        Teuer wird sie für Investoren, die wöchentlich oder gar täglich ihre Gelder von einer Anlage zur nächsten rund um den Erdball jagen...
        <b>Der Mühe wert ist der Versuch der Einführung auf jeden Fall."</b>
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      <p>
        Die CDU verabschiedet sich von ihren Steuerversprechungen und diskutiert stattdessen Ausgabenkürzungen. "
        <b>Weil sich so aber keine Wähler zurückgewinnen lassen, ist es kein Wunder, dass nun selbst in dieser Partei der Wunsch nach einer Extra-Steuer für die Finanzbranche wächst,</b>
        urteilt die
        <i>Süddeutsche Zeitung aus München</i>
        . "Und wie genau auch immer eine solche Lösung ausschauen mag:
        <b>Die Richtung stimmt.</b>
        Während die Boni wieder anschwellen, müssen auch die Banken für die Krise zahlen,
        <b>sonst werden sich die Bürger verweigern."</b>
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        <b>Als Allheilmittel sollte die Politik die Finanztransaktionssteuer aber nicht anpreisen,</b>
        schreibt die
        <i>Mittelbayerische Zeitung aus Regensburg</i>
        . Sie könne zwar Einnahmen generieren, doch
        <b>Spekulanten werde damit kaum das Handwerk gelegt.</b>
        "Es klingt
        <b>einfach zu gut, um wahr zu sein.</b>
        Und schließlich ist es das, was Wähler hören wollen: Die Zocker werden zur Kasse gebeten.
        <b>Dabei übersehen die Politiker, dass eine solche Steuer auch Risiken birgt. Schließlich trifft sie alle Marktteilnehmer und damit letzten Endes auch die Verbraucher.</b>
        Da mutet es naiv an, zu glauben, die Spekulanten fänden keine Möglichkeit, die Steuer auszuhebeln."
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        <b>keine Wunder im Kampf gegen die Spekulanten erwarten</b>
        , mahnt die
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        . "Denn Regierungen und Notenbanken
        <b>stopfen ihnen doch im Kampf gegen die Krise weiterhin alle Taschen mit Geld voll.</b>
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        . "Wer aber täglich mit Millionensummen jongliert, bei dem würde das Finanzamt zugreifen.
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