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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Susanne Niedorf" ntv:publishdate="07.04.2010 20:48" ntv:section="Archiv" ntv:id="813104" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Gewagte-Kooperation-article813104.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Gewagte Kooperation"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Daimler-Renault-Nissan-Allianz</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat mit dem französischen Hersteller Renault und dessen japanischem Partner Nissan eine strategische Allianz geschlossen. Die Unternehmen wollen unter anderem bei Kleinwagen, Lastwagen und Motoren zusammenarbeiten. Zudem soll die neue Partnerschaft in einer der größten Krisen der Autobranche den schwer getroffenen Herstellern frisches Geld in die Kassen spülen.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="813109"></div><p>Die <i>Stuttgarter Zeitung</i> blickt skeptisch auf die Überkreuz-Beteiligungen im Zuge der Kooperation von Daimler, Renault und Nissan: &quot;<b>Renault ist nicht gerade ein Traumpartner</b>. Der französische Konzern ist schwer von der härtesten Branchenkrise der Nachkriegszeit gebeutelt worden, schreibt tiefrote Zahlen und zeichnet sich derzeit nicht gerade durch besonders pfiffige Modelle oder gar Spitzentechnik aus. Zudem sind die Franzosen traditionell sehr selbstbewusst und dürfte auch der Staat als Anteilseigner mehr als ein Wörtchen mitreden wollen. All dies sind <b>keine guten Aussichten für eine spannungsfreie Partnerschaft</b>.&quot;</p><p>Auch der in Konstanz herausgegebene <i>Südkurier</i> ist misstrauisch: &quot;Reine Freundschaft steckt sicher nicht hinter dem Zusammenschluss, es ist vielmehr <b>pure Notwendigkeit</b>. Denn die Wirtschaftskrise hat schonungslos offen gelegt, dass es weltweit enorme Überkapazitäten auf dem Automarkt gibt. Wer da nicht unter die Räder geraten will, muss sich kostenmäßig stählen. Genau darin liegt auch ein Potenzial der Kooperation. Mindestens ebenso verlockend ist für den Stuttgarter Daimler-Konzern aber auch die <b>Aussicht, mit der Kooperation im Klein- und Kompaktwagenmarkt stärker Fuß fassen zu können</b>. Denn angesichts steigender Spritpreise und der Nachfrage in den Schwellenländern dürften genau hier die lukrativen Geschäfte der Zukunft liegen.&quot;</p><p>Dass Daimler mit Renault-Nissan den perfekten Bündnispartner gefunden hat, bezweifeln auch die in Münster erscheinenden <i>Westfälischen Nachrichten</i>: &quot;<b>Zu ungleich ist das Paar</b>, das sich in dieser <b>quasi Notehe </b>zusammengeschlossen hat: Die deutsche Nobelmarke feierte zu Recht Erfolge, weil Kunden die hohe Qualität der Produkte aus dem Hause Daimler schätzen. Ganz anders die Franzosen: Ihnen spülte zuletzt lediglich die rumänische Billig-Tochter Dacia Geld in die Kasse. <b>Premiummarke und Preisbrecher eine gewagte Kooperation</b>.&quot;</p><p>Das größte Risiko für Mercedes-Benz birgt für die <i>Stuttgarter Nachrichten</i> das Markenimage: &quot;Der <b>Stern ist ein Statussymbo</b>l, das seit Jahrzehnten vom herausragenden Ruf, dem hohen Qualitätsstandard und seiner Wertstabilität lebt. Für das Daimler-Management <b>muss die Bewahrung dieses Ansehens Priorität haben</b>. Fehler lassen sich nur schwer ausbügeln. Mit Renault und Nissan hat Daimler jedenfalls zwei Partner, die als Marken nicht höchste Wertschätzung genießen.&quot;</p><p>Die <i>Badischen Neuesten Nachrichten</i> hingegen geben zu Bedenken: &quot;Niemand stört, dass die Bayern schon seit acht Jahren gemeinsam mit Peugeot Vierzylinder-Motoren bauen. Es ist auch für keinen Kunden ein Problem, dass der Audi A3 und der VW Golf eine gemeinsame Fahrzeugplattform haben. Diese beiden Beispiele zeigen: <b>Entscheidend</b> für die Allianz auch bei Daimler/Renault-Nissan ist, <b>dass die Markenidentität und die Qualität erhalten bleiben</b>. Dann wird der Stern weiter für sich stehen.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat mit dem französischen Hersteller Renault und dessen japanischem Partner Nissan eine strategische Allianz geschlossen. Die Unternehmen wollen unter anderem bei Kleinwagen, Lastwagen und Motoren zusammenarbeiten. Zudem soll die neue Partnerschaft in einer der größten Krisen der Autobranche den schwer getroffenen Herstellern frisches Geld in die Kassen spülen.</i>
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        <i>Stuttgarter Zeitung</i>
        blickt skeptisch auf die Überkreuz-Beteiligungen im Zuge der Kooperation von Daimler, Renault und Nissan: "
        <b>Renault ist nicht gerade ein Traumpartner</b>
        . Der französische Konzern ist schwer von der härtesten Branchenkrise der Nachkriegszeit gebeutelt worden, schreibt tiefrote Zahlen und zeichnet sich derzeit nicht gerade durch besonders pfiffige Modelle oder gar Spitzentechnik aus. Zudem sind die Franzosen traditionell sehr selbstbewusst und dürfte auch der Staat als Anteilseigner mehr als ein Wörtchen mitreden wollen. All dies sind
        <b>keine guten Aussichten für eine spannungsfreie Partnerschaft</b>
        ."
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      <p>
        Auch der in Konstanz herausgegebene
        <i>Südkurier</i>
        ist misstrauisch: "Reine Freundschaft steckt sicher nicht hinter dem Zusammenschluss, es ist vielmehr
        <b>pure Notwendigkeit</b>
        . Denn die Wirtschaftskrise hat schonungslos offen gelegt, dass es weltweit enorme Überkapazitäten auf dem Automarkt gibt. Wer da nicht unter die Räder geraten will, muss sich kostenmäßig stählen. Genau darin liegt auch ein Potenzial der Kooperation. Mindestens ebenso verlockend ist für den Stuttgarter Daimler-Konzern aber auch die
        <b>Aussicht, mit der Kooperation im Klein- und Kompaktwagenmarkt stärker Fuß fassen zu können</b>
        . Denn angesichts steigender Spritpreise und der Nachfrage in den Schwellenländern dürften genau hier die lukrativen Geschäfte der Zukunft liegen."
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      <p>
        Dass Daimler mit Renault-Nissan den perfekten Bündnispartner gefunden hat, bezweifeln auch die in Münster erscheinenden
        <i>Westfälischen Nachrichten</i>
        : "
        <b>Zu ungleich ist das Paar</b>
        , das sich in dieser
        <b>quasi Notehe</b>
        zusammengeschlossen hat: Die deutsche Nobelmarke feierte zu Recht Erfolge, weil Kunden die hohe Qualität der Produkte aus dem Hause Daimler schätzen. Ganz anders die Franzosen: Ihnen spülte zuletzt lediglich die rumänische Billig-Tochter Dacia Geld in die Kasse.
        <b>Premiummarke und Preisbrecher eine gewagte Kooperation</b>
        ."
      </p>
      <p>
        Das größte Risiko für Mercedes-Benz birgt für die
        <i>Stuttgarter Nachrichten</i>
        das Markenimage: "Der
        <b>Stern ist ein Statussymbo</b>
        l, das seit Jahrzehnten vom herausragenden Ruf, dem hohen Qualitätsstandard und seiner Wertstabilität lebt. Für das Daimler-Management
        <b>muss die Bewahrung dieses Ansehens Priorität haben</b>
        . Fehler lassen sich nur schwer ausbügeln. Mit Renault und Nissan hat Daimler jedenfalls zwei Partner, die als Marken nicht höchste Wertschätzung genießen."
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Badischen Neuesten Nachrichten</i>
        hingegen geben zu Bedenken: "Niemand stört, dass die Bayern schon seit acht Jahren gemeinsam mit Peugeot Vierzylinder-Motoren bauen. Es ist auch für keinen Kunden ein Problem, dass der Audi A3 und der VW Golf eine gemeinsame Fahrzeugplattform haben. Diese beiden Beispiele zeigen:
        <b>Entscheidend</b>
        für die Allianz auch bei Daimler/Renault-Nissan ist,
        <b>dass die Markenidentität und die Qualität erhalten bleiben</b>
        . Dann wird der Stern weiter für sich stehen."
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