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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:publishdate="20.06.2011 20:07" ntv:section="Archiv" ntv:id="3623011" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Haerte-der-EU-ist-ein-Akt-der-Verzweiflung-article3623011.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Härte der EU ist ein Akt der Verzweiflung"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Neuer Rettungsschirm für Griechenland</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i><a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/Eine-Lanze-fuer-Europa-article3620941.html" target="_self" rel="follow">Anstatt über ewig neue Rettungspakete frustriert zu sein, sollte in Europa ein neues Engagement für die EU erwachen.</a> Die Währungsunion enthält viele Konstruktionsfehler. Dafür sollte Griechenland jetzt nicht bluten. Die Folgen für die Gemeinschaftswährung und das Finanzsystem wären katastrophal.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die <i>Mittelbayerische Zeitung</i> meint, es sei natürlich zu verstehen, &quot;dass die Kreditgeber <b>Vorsicht bei der Auszahlung</b> der nächsten Tranche walten lassen&quot;. Denn trotz eines Milliarden-Hilfspakets stehe Griechenland genau da, wo es bereits vor einem Jahr gestanden habe: <b>kurz vor dem Staatsbankrott</b>. Allerdings, so das Blatt aus Regensburg weiter &quot;ändert nichts an der Tatsache, dass dem Land geholfen werden muss. Wird Athen fallengelassen, wären die <b>Folgen für die übrigen angeschlagenen Euroländer gravierend</b>.&quot; Spanien, Italien, vielleicht auch Belgien rücken dann &quot;ins Visier der Märkte, Experten halten einen <b>Domino-Pleiteeffekt</b> für wahrscheinlich&quot;. Man dürfe davon ausgehen, dass dies &quot;die deutschen Steuerzahler um einiges teurer kommen würde als die Griechenlandhilfe&quot;.</p><p>Die <i>Rhein-Zeitung</i> kommentiert die &quot;demonstrative Härte der Europäer&quot; als einen &quot;<b>Akt der Verzweiflung</b>&quot;: &quot;Denn sie wollen um jeden Preis die erste <b>unkontrollierte Staatspleite in der Euro-Zone verhindern</b>, weil deren Folgen für die Gemeinschaftswährung und das Finanzsystem ähnlich katastrophal sein könnten, wie die Insolvenz der Investment-Bank Lehman Brothers.&quot; Das Blatt schlussfolgert, dass genau deshalb die Europäer &quot;<b>am Ende neue Milliarden nach Athen überweisen</b>&quot; werden.</p><p>Die <i>Westdeutsche Zeitung</i> geht weiter und fordert die europäischen Regierungschefs dazu auf, &quot;den Mut (zu) finden, die <b>Realitäten beim Namen zu nennen</b> und daraus eine umfassende Strategie zu entwickeln&quot;. Zu diesen Realitäten zähle erstens, &quot;dass alle <b>Griechen-Raus-Rufe Unsinn</b> sind, weil die Euro-Staaten das Land aus Eigeninteresse gar nicht fallen lassen können&quot;. Zweitens zähle auch dazu, &quot;dass Griechenland rigide Sparpakete, eine Umschuldung und ein <b>Wiederaufbauprogramm benötigt</b>&quot;. Die wichtigste Realität sei jedoch, &quot;dass diese Krise nicht durch einen bösen Zauber ausgelöst wurde, sondern durch <b>Konstruktionsfehler der Währungsunion</b>&quot;. Und jene brauche laut dem Blatt aus Düsseldorf eine &quot;umfassende Reform&quot;.</p><p>Auch die <i>Westfälischen Nachrichten</i> plädieren für ein Weiterdenken: &quot;Der Euro soll leben, aber <b>überlebt die gemeinsame Währung</b>, wenn die Griechen in die Staatspleite abrutschen? Der Euro wird kaum zu retten sein, indem man ständig nur neues Geld nach Athen trägt. Der EU-Gipfel am Donnerstag wäre ein guter Zeitpunkt, endlich auch über <b>Wachstums- und Investitionsprogramme für die Krisenländer</b> zu reden.&quot;</p><p>&quot;Ist es eigentlich schon einmal gelungen, <b>dass sich ein Staat mitten in einer tiefen Krise gesundspart</b>?&quot;, fragen die <i>Nürnberger Nachrichten </i>kritisch. Denn genau das solle Athen jetzt bewerkstelligen – &quot;mit nicht nur einer, sondern gleich mehreren <b>Rosskuren brutaler Art</b>&quot;. Die heftigen Proteste dürften da niemanden überraschen, auch nicht empören: &quot;In jedem anderen EU-Staat, auch <b>in Deutschland, würde eine Regierung hinweggefegt</b>, die auch nur einen Teil ähnlich harter Schnitte durchdrücken wollte. Es ist ein reichlich <b>gewagtes Experiment</b>, ausgerechnet durch eine <b>radikale Schrumpfkur</b> und durch (in etlichen anderen Staaten grandios gescheiterte) Privatisierungen jenen Wohlstand schaffen zu wollen, den Griechenland braucht, um wieder kreditwürdiger zu werden.&quot;</p>]]></ntv:field>
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      <p>
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          <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/Eine-Lanze-fuer-Europa-article3620941.html" target="_self" rel="follow">Anstatt über ewig neue Rettungspakete frustriert zu sein, sollte in Europa ein neues Engagement für die EU erwachen.</a>
          Die Währungsunion enthält viele Konstruktionsfehler. Dafür sollte Griechenland jetzt nicht bluten. Die Folgen für die Gemeinschaftswährung und das Finanzsystem wären katastrophal.
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      <p>
        Die
        <i>Mittelbayerische Zeitung</i>
        meint, es sei natürlich zu verstehen, "dass die Kreditgeber
        <b>Vorsicht bei der Auszahlung</b>
        der nächsten Tranche walten lassen". Denn trotz eines Milliarden-Hilfspakets stehe Griechenland genau da, wo es bereits vor einem Jahr gestanden habe:
        <b>kurz vor dem Staatsbankrott</b>
        . Allerdings, so das Blatt aus Regensburg weiter "ändert nichts an der Tatsache, dass dem Land geholfen werden muss. Wird Athen fallengelassen, wären die
        <b>Folgen für die übrigen angeschlagenen Euroländer gravierend</b>
        ." Spanien, Italien, vielleicht auch Belgien rücken dann "ins Visier der Märkte, Experten halten einen
        <b>Domino-Pleiteeffekt</b>
        für wahrscheinlich". Man dürfe davon ausgehen, dass dies "die deutschen Steuerzahler um einiges teurer kommen würde als die Griechenlandhilfe".
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Rhein-Zeitung</i>
        kommentiert die "demonstrative Härte der Europäer" als einen "
        <b>Akt der Verzweiflung</b>
        ": "Denn sie wollen um jeden Preis die erste
        <b>unkontrollierte Staatspleite in der Euro-Zone verhindern</b>
        , weil deren Folgen für die Gemeinschaftswährung und das Finanzsystem ähnlich katastrophal sein könnten, wie die Insolvenz der Investment-Bank Lehman Brothers." Das Blatt schlussfolgert, dass genau deshalb die Europäer "
        <b>am Ende neue Milliarden nach Athen überweisen</b>
        " werden.
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Westdeutsche Zeitung</i>
        geht weiter und fordert die europäischen Regierungschefs dazu auf, "den Mut (zu) finden, die
        <b>Realitäten beim Namen zu nennen</b>
        und daraus eine umfassende Strategie zu entwickeln". Zu diesen Realitäten zähle erstens, "dass alle
        <b>Griechen-Raus-Rufe Unsinn</b>
        sind, weil die Euro-Staaten das Land aus Eigeninteresse gar nicht fallen lassen können". Zweitens zähle auch dazu, "dass Griechenland rigide Sparpakete, eine Umschuldung und ein
        <b>Wiederaufbauprogramm benötigt</b>
        ". Die wichtigste Realität sei jedoch, "dass diese Krise nicht durch einen bösen Zauber ausgelöst wurde, sondern durch
        <b>Konstruktionsfehler der Währungsunion</b>
        ". Und jene brauche laut dem Blatt aus Düsseldorf eine "umfassende Reform".
      </p>
      <p>
        Auch die
        <i>Westfälischen Nachrichten</i>
        plädieren für ein Weiterdenken: "Der Euro soll leben, aber
        <b>überlebt die gemeinsame Währung</b>
        , wenn die Griechen in die Staatspleite abrutschen? Der Euro wird kaum zu retten sein, indem man ständig nur neues Geld nach Athen trägt. Der EU-Gipfel am Donnerstag wäre ein guter Zeitpunkt, endlich auch über
        <b>Wachstums- und Investitionsprogramme für die Krisenländer</b>
        zu reden."
      </p>
      <p>
        "Ist es eigentlich schon einmal gelungen,
        <b>dass sich ein Staat mitten in einer tiefen Krise gesundspart</b>
        ?", fragen die
        <i>Nürnberger Nachrichten</i>
        kritisch. Denn genau das solle Athen jetzt bewerkstelligen – "mit nicht nur einer, sondern gleich mehreren
        <b>Rosskuren brutaler Art</b>
        ". Die heftigen Proteste dürften da niemanden überraschen, auch nicht empören: "In jedem anderen EU-Staat, auch
        <b>in Deutschland, würde eine Regierung hinweggefegt</b>
        , die auch nur einen Teil ähnlich harter Schnitte durchdrücken wollte. Es ist ein reichlich
        <b>gewagtes Experiment</b>
        , ausgerechnet durch eine
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