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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="zusammengestellt von Katja Sembritzki" ntv:publishdate="11.07.2011 21:03" ntv:section="Archiv" ntv:id="3786156" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Italien-wird-das-Hauptgericht-sein-article3786156.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Italien wird das Hauptgericht sein"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Die Eurokrise geht weiter</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Die EU hat ein neues Sorgenkind: Nach Griechenland, Irland und Portugal könnte Italien als nächstes in den Schuldenstrudel geraten. <a href="http://www.n-tv.de/politik/Europa-kann-Italien-nicht-auffangen-article3783236.html" target="_self" rel="follow">Europa stünde damit vor einem Problem, das es möglicherweise nicht alleine lösen kann, so Wirtschaftsexperte Jürgen Matthes auf n-tv.de.</a> Mehr denn je sind jetzt die Politiker gefragt. Die aber reagieren mal wieder hilflos und lassen sich von den Märkten vor sich her treiben.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="3786866"></div><p>&quot;<b>Hat den Westen Abstiegssehnsucht erfasst?</b>&quot; fragt sich die <i>Landeszeitung</i> aus Lüneburg. &quot;In Washington üben sich Weißes Haus und Kongress auf Schuldengipfeln im Grabenkrieg – obwohl die angeschlagene Supermacht USA auf die Zahlungsunfähigkeit zutaumelt. In Europa überbieten sich die Skeptiker mit Abgesängen auf den Euro, weil jetzt Italien in das Sperrfeuer der Ratingagenturen gerät. <b>Wer den Aufstieg des Renminbi zur neuen Leitwährung beschleunigen will, sollte so weitermachen</b>.&quot; Nach Meinung des niedersächsischen Blattes brauche Europa deshalb &quot;eine orchestrierte Wirtschaftspolitik, die dem historischen Projekt des Euro angemessen ist. <b>Und es braucht Politiker, die der epidemisch um sich greifenden Europa-Müdigkeit mitreißende Visionen entgegenzusetzen verstehen</b>. Nationalistische Kleinkrämerei brachte das europäische Projekt zum Wanken, sie bringt uns nicht aus der Krise heraus.&quot;</p><p>Das Krisenmanagement der Politiker lasse allerdings sehr zu wünschen übrig, findet der <i>Tagesspiegel</i> aus Berlin: &quot;<b>Ähnlich wie vor dem Absturz Griechenlands klingen (…) die</b> <b>Durchhalteparolen</b> mit Blick auf Italien: &apos;Volles Vertrauen&apos; hat demnach die deutsche Regierung, und &apos;keine Gefahr&apos; sah noch vor ein paar Tagen Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker für Italien. <b>In Wirklichkeit treiben die Märkte die Europolitiker vor sich her</b>, die <a href="http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Die-Schakale-der-Spekulation-article3774866.html" target="_self" rel="follow">Ratingagenturen</a> und die Investoren, die immer höhere Zinsen von den Wackelstaaten verlangen. Auch wegen der ungenügenden, unberechenbaren Krisenpolitik. Die ist Teil des Problems: <b>Vertrauen in Kompetenz und Konsistenz der EU-Lenker ist kaum noch da</b>, das Politchaos lockt die Spekulanten und treibt die Risikoprämien nach oben. Misstrauen kann sehr teuer sein.&quot;</p><p>&quot;Griechenland, Portugal und Irland, so erzählt man es sich an den Börsen, waren für die globalen Finanzhaie nur die Vorspeise. <b>Das Hauptgericht werde Italien sein</b>.&quot; Augenscheinlich aber gehen die Märkte früher als erwartet zum nächsten Gang über, so der <i>Münchner Merkur</i>. Wenn die Krise jetzt nach ihrem üblichen Muster ablaufe, &quot;dann folgt der Attacke der Spekulanten rasch der Vertrauensentzug durch konservative Anleger. Dann ist Rom der vierte europäische Schadensfall - aber einer, demgegenüber <b>alles bisher Dagewesene wie ein Kindergeburtstag</b> wirkt.&quot; Die Reaktionen auf eine solche mögliche Katastrophe seien mehr als hilflos: &quot;Die EZB will eine <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Schaeuble-dementiert-Aufstockung-article3784511.html" target="_self" rel="follow">Verdoppelung des Rettungsschirms</a> auf 1,5 Billionen Euro. Und die EU, die dem Schulden-Schlendrian untätig zusah, beschimpft die bösen US-Ratingagenturen, <b>frei nach dem Motto &apos;haltet den Dieb&apos;</b>.&quot; So aber könne der Euro nicht gerettet werden.</p><p>Die <i>Frankfurter Rundschau</i> sucht daher nach anderen Lösungen: &quot;<b>Es ist höchste Zeit, eine gemeinsame Schuld zu schaffen</b>, gemeinsam füreinander zu haften. <b>Das geht am geschicktesten durch den Euro-Bond</b>, die Euro-Anleihe. Sie würde der Welt, den Investoren und Spekulanten signalisieren, dass Euroland nicht zu zerstören ist. Ja, <b>sie würde Euroland sofort zur solidesten Region unter den Industrieländern machen</b>. Damit hätte der US-Dollar erstmals eine echte Konkurrenz.&quot;</p><p>Für Italien sehen die <i>Westfälischen Nachrichten</i> nur einen Ausweg aus der Misere: &quot;Ministerpräsident Berlusconi muss auf einen seriösen wirtschaftspolitischen Kurs zurückfinden. <b>&apos;Sparen, sparen und nochmals sparen&apos;</b> muss die Devise lauten.&quot; Und das könnte gelingen, denn &quot;<b>Italiens Wirtschaft hat ausreichend Potenzial</b>, um einen solch strikten Konsolidierungskurs auszuhalten.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>
          Die EU hat ein neues Sorgenkind: Nach Griechenland, Irland und Portugal könnte Italien als nächstes in den Schuldenstrudel geraten.
          <a href="http://www.n-tv.de/politik/Europa-kann-Italien-nicht-auffangen-article3783236.html" target="_self" rel="follow">Europa stünde damit vor einem Problem, das es möglicherweise nicht alleine lösen kann, so Wirtschaftsexperte Jürgen Matthes auf n-tv.de.</a>
          Mehr denn je sind jetzt die Politiker gefragt. Die aber reagieren mal wieder hilflos und lassen sich von den Märkten vor sich her treiben.
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        "
        <b>Hat den Westen Abstiegssehnsucht erfasst?</b>
        " fragt sich die
        <i>Landeszeitung</i>
        aus Lüneburg. "In Washington üben sich Weißes Haus und Kongress auf Schuldengipfeln im Grabenkrieg – obwohl die angeschlagene Supermacht USA auf die Zahlungsunfähigkeit zutaumelt. In Europa überbieten sich die Skeptiker mit Abgesängen auf den Euro, weil jetzt Italien in das Sperrfeuer der Ratingagenturen gerät.
        <b>Wer den Aufstieg des Renminbi zur neuen Leitwährung beschleunigen will, sollte so weitermachen</b>
        ." Nach Meinung des niedersächsischen Blattes brauche Europa deshalb "eine orchestrierte Wirtschaftspolitik, die dem historischen Projekt des Euro angemessen ist.
        <b>Und es braucht Politiker, die der epidemisch um sich greifenden Europa-Müdigkeit mitreißende Visionen entgegenzusetzen verstehen</b>
        . Nationalistische Kleinkrämerei brachte das europäische Projekt zum Wanken, sie bringt uns nicht aus der Krise heraus."
      </p>
      <p>
        Das Krisenmanagement der Politiker lasse allerdings sehr zu wünschen übrig, findet der
        <i>Tagesspiegel</i>
        aus Berlin: "
        <b>Ähnlich wie vor dem Absturz Griechenlands klingen (…) die</b>
        <b>Durchhalteparolen</b>
        mit Blick auf Italien: 'Volles Vertrauen' hat demnach die deutsche Regierung, und 'keine Gefahr' sah noch vor ein paar Tagen Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker für Italien.
        <b>In Wirklichkeit treiben die Märkte die Europolitiker vor sich her</b>
        , die
        <a href="http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Die-Schakale-der-Spekulation-article3774866.html" target="_self" rel="follow">Ratingagenturen</a>
        und die Investoren, die immer höhere Zinsen von den Wackelstaaten verlangen. Auch wegen der ungenügenden, unberechenbaren Krisenpolitik. Die ist Teil des Problems:
        <b>Vertrauen in Kompetenz und Konsistenz der EU-Lenker ist kaum noch da</b>
        , das Politchaos lockt die Spekulanten und treibt die Risikoprämien nach oben. Misstrauen kann sehr teuer sein."
      </p>
      <p>
        "Griechenland, Portugal und Irland, so erzählt man es sich an den Börsen, waren für die globalen Finanzhaie nur die Vorspeise.
        <b>Das Hauptgericht werde Italien sein</b>
        ." Augenscheinlich aber gehen die Märkte früher als erwartet zum nächsten Gang über, so der
        <i>Münchner Merkur</i>
        . Wenn die Krise jetzt nach ihrem üblichen Muster ablaufe, "dann folgt der Attacke der Spekulanten rasch der Vertrauensentzug durch konservative Anleger. Dann ist Rom der vierte europäische Schadensfall - aber einer, demgegenüber
        <b>alles bisher Dagewesene wie ein Kindergeburtstag</b>
        wirkt." Die Reaktionen auf eine solche mögliche Katastrophe seien mehr als hilflos: "Die EZB will eine
        <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Schaeuble-dementiert-Aufstockung-article3784511.html" target="_self" rel="follow">Verdoppelung des Rettungsschirms</a>
        auf 1,5 Billionen Euro. Und die EU, die dem Schulden-Schlendrian untätig zusah, beschimpft die bösen US-Ratingagenturen,
        <b>frei nach dem Motto 'haltet den Dieb'</b>
        ." So aber könne der Euro nicht gerettet werden.
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Frankfurter Rundschau</i>
        sucht daher nach anderen Lösungen: "
        <b>Es ist höchste Zeit, eine gemeinsame Schuld zu schaffen</b>
        , gemeinsam füreinander zu haften.
        <b>Das geht am geschicktesten durch den Euro-Bond</b>
        , die Euro-Anleihe. Sie würde der Welt, den Investoren und Spekulanten signalisieren, dass Euroland nicht zu zerstören ist. Ja,
        <b>sie würde Euroland sofort zur solidesten Region unter den Industrieländern machen</b>
        . Damit hätte der US-Dollar erstmals eine echte Konkurrenz."
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      <p>
        Für Italien sehen die
        <i>Westfälischen Nachrichten</i>
        nur einen Ausweg aus der Misere: "Ministerpräsident Berlusconi muss auf einen seriösen wirtschaftspolitischen Kurs zurückfinden.
        <b>'Sparen, sparen und nochmals sparen'</b>
        muss die Devise lauten." Und das könnte gelingen, denn "
        <b>Italiens Wirtschaft hat ausreichend Potenzial</b>
        , um einen solch strikten Konsolidierungskurs auszuhalten."
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