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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Julia Kreutziger" ntv:publishdate="24.06.2010 21:12" ntv:section="Archiv" ntv:id="938794" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Kein-Euro-Selbstmord-fuer-Obama-article938794.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Kein Euro-Selbstmord für Obama"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">G20-Gipfel in Kanada</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Angela Merkels Sparkurs steht, Barack Obama will lieber die Wirtschaft ankurbeln und ist mit dem Sparkurs der Kanzlerin nicht einverstanden. Gegensätzlicher können ihre weltwirtschaftlichen Ansichten nicht sein. Der G20-Gipfel in Kanada könnte so in einem Fiasko enden.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>„<b>Sparen oder weiter Schulden machen im großen Stil auf diese Formel lässt sich einer der Konflikte der Gipfelrunden verkürzen“,</b> schreibt die <i>Frankfurter Allgemeine Zeitung</i>. Obamas Ansinnen, „die Wirtschaft weiter mit Anreizen zu versorgen“, stoße nicht auf Merkels Zustimmung. Die Kanzlerin werde sich auch auf dem G20-Gipfel in Toronto der Behauptung widersetzen, „<b>Deutschland tue nichts für die Weltkonjunktur</b>“. Das sei Unsinn. Jedoch dürfe der Streit nicht eskalieren. Deshalb „werden beide Seiten aus der Abschlusserklärung in puncto Wachstumsstrategie das herauslesen können, was ihnen innenpolitisch in den Kram passt. <b>Am Ende der Zusammenkunft in Toronto dürfte, wie so oft schon, darüber räsoniert werden, ob sich solche Megaveranstaltungen überhaupt lohnen.</b>“</p><p>Auch die <i>Märkische Allgemeine</i> konstatiert: „<b>US-Präsident Obama würde es gern sehen, wenn die Europäer durch aktive Konjunkturpolitik den Aufschwung in Amerika mit unterstützen würden, anstatt zu sparen.</b>“ Würde die Euro-Krise nicht herrschen, würde der US-Präsident damit womöglich auch auf offene Ohren stoßen. Denn „schließlich gibt es auch <b>in Europa genug Freunde des ‚antizyklischen Investierens‘ auf Pump</b>. Dass auch in besseren Zeiten davon nie etwas zurückgezahlt wurde, beeindruckt vermutlich auch nicht wirklich die einschlägigen Konjunktur-Ritter. Allein die <b>Furcht vor der Herabstufung europäischer Staatsanleihen</b> oder vor Spekulationen gegen einzelne Euro-Länder, legt diesmal unpopuläre Haushaltsdisziplin nahe. <b>Ein Euro-Selbstmord aus Hilfsbereitschaft für Obama ist denn doch etwas viel verlangt.</b>“</p><p>„<b>Der Sparkurs steht: Die Kanzlerin spricht ein großes Wort gelassen aus.</b>“ Damit lege sich Angela Merkel laut den <i>Westfälischen Nachrichten</i> mit dem mächtigsten Mann der Welt an. Barack Obama stehe mit seiner Forderung, dass auch Deutschenland seinen Beitrag „zur Wiederherstellung des globalen Gleichgewichts“ leisten solle, nicht allein. „Mit anderen Worten: <b>Runter von der Sparbremse mehr importieren, also auch konsumieren.</b>“ Diese gegensätzlichen Ansichten Merkels und Obamas führten zu einer Disharmonie, „obwohl gerade jetzt angesichts der Finanzmarktkrise alle an einem Strang ziehen sollten. Stattdessen gibt es bislang nur einen vielstimmigen Chor und gegenseitige Schuldzuweisungen. <b>Dieser Gipfel könnte im Fiasko enden.</b>“</p><p>Die <i>Mitteldeutsche Zeitung</i> erinnert daran, dass „sich die <b>fast krankhafte Abhängigkeit vom Export nicht auf Knopfdruck abstellen</b>“ lasse. Ergo: „Die meisten Vorschläge für eine Abkehr zeugen daher von Hilflosigkeit.“ Die Deutsche Bank lobe die Verkürzung des Zivildienstes. „Damit schaffe die Regierung Freiraum für private Angebote und stärke das Binnenwachstum. Das kann es ebenso wenig sein wie ein Verzicht auf solide öffentliche Haushalte. <b>Deutschland kann seine Wirtschaftsstruktur nur langfristig umstellen.</b> Seit Jahren sieht es die Wirtschaftspolitik als ihre wichtigste Aufgabe zu kürzen, Kosten zu senken. Deutschland hat damit schlicht überzogen. <b>Es sparte zu lange an der falschen Stelle - bei den öffentlichen Investitionen und vor allem bei den Beschäftigten.</b>“</p>]]></ntv:field>
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        <i>Angela Merkels Sparkurs steht, Barack Obama will lieber die Wirtschaft ankurbeln und ist mit dem Sparkurs der Kanzlerin nicht einverstanden. Gegensätzlicher können ihre weltwirtschaftlichen Ansichten nicht sein. Der G20-Gipfel in Kanada könnte so in einem Fiasko enden.</i>
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        „
        <b>Sparen oder weiter Schulden machen im großen Stil auf diese Formel lässt sich einer der Konflikte der Gipfelrunden verkürzen“,</b>
        schreibt die
        <i>Frankfurter Allgemeine Zeitung</i>
        . Obamas Ansinnen, „die Wirtschaft weiter mit Anreizen zu versorgen“, stoße nicht auf Merkels Zustimmung. Die Kanzlerin werde sich auch auf dem G20-Gipfel in Toronto der Behauptung widersetzen, „
        <b>Deutschland tue nichts für die Weltkonjunktur</b>
        “. Das sei Unsinn. Jedoch dürfe der Streit nicht eskalieren. Deshalb „werden beide Seiten aus der Abschlusserklärung in puncto Wachstumsstrategie das herauslesen können, was ihnen innenpolitisch in den Kram passt.
        <b>Am Ende der Zusammenkunft in Toronto dürfte, wie so oft schon, darüber räsoniert werden, ob sich solche Megaveranstaltungen überhaupt lohnen.</b>
        “
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      <p>
        Auch die
        <i>Märkische Allgemeine</i>
        konstatiert: „
        <b>US-Präsident Obama würde es gern sehen, wenn die Europäer durch aktive Konjunkturpolitik den Aufschwung in Amerika mit unterstützen würden, anstatt zu sparen.</b>
        “ Würde die Euro-Krise nicht herrschen, würde der US-Präsident damit womöglich auch auf offene Ohren stoßen. Denn „schließlich gibt es auch
        <b>in Europa genug Freunde des ‚antizyklischen Investierens‘ auf Pump</b>
        . Dass auch in besseren Zeiten davon nie etwas zurückgezahlt wurde, beeindruckt vermutlich auch nicht wirklich die einschlägigen Konjunktur-Ritter. Allein die
        <b>Furcht vor der Herabstufung europäischer Staatsanleihen</b>
        oder vor Spekulationen gegen einzelne Euro-Länder, legt diesmal unpopuläre Haushaltsdisziplin nahe.
        <b>Ein Euro-Selbstmord aus Hilfsbereitschaft für Obama ist denn doch etwas viel verlangt.</b>
        “
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        „
        <b>Der Sparkurs steht: Die Kanzlerin spricht ein großes Wort gelassen aus.</b>
        “ Damit lege sich Angela Merkel laut den
        <i>Westfälischen Nachrichten</i>
        mit dem mächtigsten Mann der Welt an. Barack Obama stehe mit seiner Forderung, dass auch Deutschenland seinen Beitrag „zur Wiederherstellung des globalen Gleichgewichts“ leisten solle, nicht allein. „Mit anderen Worten:
        <b>Runter von der Sparbremse mehr importieren, also auch konsumieren.</b>
        “ Diese gegensätzlichen Ansichten Merkels und Obamas führten zu einer Disharmonie, „obwohl gerade jetzt angesichts der Finanzmarktkrise alle an einem Strang ziehen sollten. Stattdessen gibt es bislang nur einen vielstimmigen Chor und gegenseitige Schuldzuweisungen.
        <b>Dieser Gipfel könnte im Fiasko enden.</b>
        “
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      <p>
        Die
        <i>Mitteldeutsche Zeitung</i>
        erinnert daran, dass „sich die
        <b>fast krankhafte Abhängigkeit vom Export nicht auf Knopfdruck abstellen</b>
        “ lasse. Ergo: „Die meisten Vorschläge für eine Abkehr zeugen daher von Hilflosigkeit.“ Die Deutsche Bank lobe die Verkürzung des Zivildienstes. „Damit schaffe die Regierung Freiraum für private Angebote und stärke das Binnenwachstum. Das kann es ebenso wenig sein wie ein Verzicht auf solide öffentliche Haushalte.
        <b>Deutschland kann seine Wirtschaftsstruktur nur langfristig umstellen.</b>
        Seit Jahren sieht es die Wirtschaftspolitik als ihre wichtigste Aufgabe zu kürzen, Kosten zu senken. Deutschland hat damit schlicht überzogen.
        <b>Es sparte zu lange an der falschen Stelle - bei den öffentlichen Investitionen und vor allem bei den Beschäftigten.</b>
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