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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="zusammengestellt von Katja Sembritzki" ntv:publishdate="07.04.2011 20:48" ntv:section="Archiv" ntv:id="3048851" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Mutig-aber-riskant-article3048851.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Mutig, aber riskant"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">EZB erhöht den Leitzins</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Noch ist die Schuldenkrise nicht vorbei, gerade erst ist <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/kommentare/Da-ist-sie-wieder-die-Euro-Krise-article3044171.html" target="_self" rel="follow">Portugal</a> unter den EU-Rettungsschirm geschlüpft. Aber Europas Währungshüter lassen sich davon nicht beirren. Erstmals seit Juli 2008 erhöht die EZB den Leitzins von 1,0 auf 1,25. <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Vorteile-ueberwiegen-article3041006.html" target="_self" rel="follow">Die Vorteile dieser Entscheidung überwiegen, da ist sich n-tv.de sicher</a>. Das Manöver aber bleibt riskant.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="3048806"></div><p>Die geplante Anhebung der Zinsen treffe die Länder der Euro-Zone unterschiedlich hart, kommentiert der <i>Tagesspiegel</i> aus Berlin: &quot;<b>In Deutschland fordern die Volkswirte schon lange höhere Zinsen</b>, die Schuldenstaaten an Europas Rändern wehren sich dagegen mit allen Kräften. Die deutsche Wirtschaft wächst so kräftig wie lange nicht mehr, <b>sie kann den Dämpfer nicht nur gut vertragen</b>, sie braucht ihn auch, um die Teuerungsspirale aufzuhalten. Anders sieht es bei den Sorgenkindern aus. <b>Die Märkte in Spanien, Portugal oder Griechenland werden auch auf eine moderate Zinserhöhung sensibel reagieren</b>. Staaten und Bürger haben hohe Schulden, die sie bald mit noch teureren Krediten werden ablösen müssen.&quot;</p><p>Die <i>Lüneburger Landeszeitung</i> erkennt in der Zinserhöhung dann auch &quot;<b>ein mutiges, weil zwiespältiges Signal</b>. Am Tag, nachdem Portugal unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfte, verabschiedet sich die EZB von ihrer <b>Politik des extrem billigen Geldes</b>.&quot; Damit sende die Zentralbank die Botschaft, dass sich die Abläufe wieder normalisieren. Für die niedersächsische Zeitung bleibt es aber <b>ein riskantes Manöver</b>, so zu tun, &quot;als ob die Euro-Krise vorüber wäre, die Europa noch endgültig in Gewinner und Verlierer spalten kann. Die Konjunktur starker Länder dürfte sich als resistent erweisen gegenüber knapperem Geld und sinkendem Konsum. <b>Die Wackelkandidaten hingegen könnten abgehängt werden</b>.&quot; Außerdem habe die EZB die Risiken ignoriert, &quot;die aus Japans Tragödie und dem durch die Rebellion in Libyen steigenden Ölpreis erwachsen.&quot;</p><p>Mit ihrer Entscheidung, die Zinsen zu erhöhen, setze die EZB <b>ein eindeutiges Signal der Unabhängigkeit</b>, meinen die <i>Badischen Neuesten Nachrichten</i> aus Karlsruhe. &quot;Denn der Politik wäre es angesichts der Euro-Schuldenkrise und der Katastrophe in Japan lieber gewesen, wenn es noch eine Weile beim Leitzinssatz von 1,0 Prozent geblieben wäre. Die EZB selbst hat durch ihren umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen der angeschlagenen Euroländer dazu beigetragen, dass ihr <b>Nähe zur Politik unterstellt</b> wurde der gute Ruf der Zentralbank war damit angekratzt. <b>Jetzt also die Kehrtwende</b>.&quot;</p><p>Das <i>Handelsblatt</i> aus Düsseldorf beurteilt Jean-Claude Trichets bisheriger Karriere als Chef der Europäischen Zentralbank: &quot;<b>Eingeleitet hat Trichet die Zinswende noch selbst</b>. Aber die schwere Aufgabe, die Euro-Zone bei ihrem Weg aus der Krise zu begleiten, wird er in wenigen Monaten einem Nachfolger übergeben. (...) Im Grunde ist dessen gesamter beruflicher Lebenslauf <b>ein Vermächtnis</b>. Und darin sind die Botschaften enthalten: Sei hart in der Sache, aber biegsam in der Form. <b>Halte deine Grundsätze hoch, aber breche sie, wenn die Not es erfordert</b>. Behalte deine Kennzahlen im Auge, aber achte darauf, was die Bevölkerung denkt oder fürchtet. Spreche mit den Regierungen auf Augenhöhe, <b>lasse dich nicht von ihnen einseifen</b>, aber spiele auch nicht ständig den Besserwisser. Und, ganz wichtig: <b>Sei nicht nur ein Eurokrat, sondern wirklich ein Europäer</b>.&quot;</p>]]></ntv:field>
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          Noch ist die Schuldenkrise nicht vorbei, gerade erst ist
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          unter den EU-Rettungsschirm geschlüpft. Aber Europas Währungshüter lassen sich davon nicht beirren. Erstmals seit Juli 2008 erhöht die EZB den Leitzins von 1,0 auf 1,25.
          <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Vorteile-ueberwiegen-article3041006.html" target="_self" rel="follow">Die Vorteile dieser Entscheidung überwiegen, da ist sich n-tv.de sicher</a>
          . Das Manöver aber bleibt riskant.
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        Die geplante Anhebung der Zinsen treffe die Länder der Euro-Zone unterschiedlich hart, kommentiert der
        <i>Tagesspiegel</i>
        aus Berlin: "
        <b>In Deutschland fordern die Volkswirte schon lange höhere Zinsen</b>
        , die Schuldenstaaten an Europas Rändern wehren sich dagegen mit allen Kräften. Die deutsche Wirtschaft wächst so kräftig wie lange nicht mehr,
        <b>sie kann den Dämpfer nicht nur gut vertragen</b>
        , sie braucht ihn auch, um die Teuerungsspirale aufzuhalten. Anders sieht es bei den Sorgenkindern aus.
        <b>Die Märkte in Spanien, Portugal oder Griechenland werden auch auf eine moderate Zinserhöhung sensibel reagieren</b>
        . Staaten und Bürger haben hohe Schulden, die sie bald mit noch teureren Krediten werden ablösen müssen."
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      <p>
        Die
        <i>Lüneburger Landeszeitung</i>
        erkennt in der Zinserhöhung dann auch "
        <b>ein mutiges, weil zwiespältiges Signal</b>
        . Am Tag, nachdem Portugal unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfte, verabschiedet sich die EZB von ihrer
        <b>Politik des extrem billigen Geldes</b>
        ." Damit sende die Zentralbank die Botschaft, dass sich die Abläufe wieder normalisieren. Für die niedersächsische Zeitung bleibt es aber
        <b>ein riskantes Manöver</b>
        , so zu tun, "als ob die Euro-Krise vorüber wäre, die Europa noch endgültig in Gewinner und Verlierer spalten kann. Die Konjunktur starker Länder dürfte sich als resistent erweisen gegenüber knapperem Geld und sinkendem Konsum.
        <b>Die Wackelkandidaten hingegen könnten abgehängt werden</b>
        ." Außerdem habe die EZB die Risiken ignoriert, "die aus Japans Tragödie und dem durch die Rebellion in Libyen steigenden Ölpreis erwachsen."
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        Mit ihrer Entscheidung, die Zinsen zu erhöhen, setze die EZB
        <b>ein eindeutiges Signal der Unabhängigkeit</b>
        , meinen die
        <i>Badischen Neuesten Nachrichten</i>
        aus Karlsruhe. "Denn der Politik wäre es angesichts der Euro-Schuldenkrise und der Katastrophe in Japan lieber gewesen, wenn es noch eine Weile beim Leitzinssatz von 1,0 Prozent geblieben wäre. Die EZB selbst hat durch ihren umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen der angeschlagenen Euroländer dazu beigetragen, dass ihr
        <b>Nähe zur Politik unterstellt</b>
        wurde der gute Ruf der Zentralbank war damit angekratzt.
        <b>Jetzt also die Kehrtwende</b>
        ."
      </p>
      <p>
        Das
        <i>Handelsblatt</i>
        aus Düsseldorf beurteilt Jean-Claude Trichets bisheriger Karriere als Chef der Europäischen Zentralbank: "
        <b>Eingeleitet hat Trichet die Zinswende noch selbst</b>
        . Aber die schwere Aufgabe, die Euro-Zone bei ihrem Weg aus der Krise zu begleiten, wird er in wenigen Monaten einem Nachfolger übergeben. (...) Im Grunde ist dessen gesamter beruflicher Lebenslauf
        <b>ein Vermächtnis</b>
        . Und darin sind die Botschaften enthalten: Sei hart in der Sache, aber biegsam in der Form.
        <b>Halte deine Grundsätze hoch, aber breche sie, wenn die Not es erfordert</b>
        . Behalte deine Kennzahlen im Auge, aber achte darauf, was die Bevölkerung denkt oder fürchtet. Spreche mit den Regierungen auf Augenhöhe,
        <b>lasse dich nicht von ihnen einseifen</b>
        , aber spiele auch nicht ständig den Besserwisser. Und, ganz wichtig:
        <b>Sei nicht nur ein Eurokrat, sondern wirklich ein Europäer</b>
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