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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Nadin Härtwig" ntv:publishdate="16.02.2010 21:09" ntv:section="Archiv" ntv:id="731930" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Rauswurf-oder-Rosskur-article731930.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Rauswurf oder Rosskur?</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">"Sparfesseln" für Griechenland</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Für Griechenland gilt nun: sparen, sparen, sparen. Doch wie sieht die Zukunft des Schuldensünders aus? Von einem Rauswurf aus der Euro-Zone und einer Rückkehr zur Drachme bis hin zu einem Happy End, das auch Europa nützt, reichen die Forderungen und Visionen der Presse.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="731940"></div><p>Die <i>Westfälischen Nachrichten </i>aus Münster warnen vor einem zu drastischen Sparkurs: &quot;Gleichwohl steht <b>Europa vor einer Gratwanderung</b>. Natürlich muss sich die Verschuldung an den Zielen des Lissabon-Vertrages orientieren. Gleichzeitig aber gilt es, auch Wachstum anzukurbeln. Griechenland <b>darf sich nicht kaputt sparen</b>. Wenn das Land ins Chaos sozialer Unruhen stürzt, wäre der <b>Preis für die Turbo-Konsolidierung zu hoc</b>h. Es gilt Panik zu vermeiden - auf allen Seiten. Neben einem straffen Sparkorsett dürfen notfalls auch Finanzhilfen für Athen nicht tabu sein.&quot;</p><p>Die <i>Badischen Neuesten Nachrichten </i>sorgen sich um die Stabilität des Euro und fordern Entschlossenheit seitens der EU: &quot;Wären die Euro-Staaten konsequent, müssten sie jetzt einen <b>Schlussstrich ziehen und Griechenland ohne diplomatische Floskeln die Rückkehr zur Drachme nahe legen</b>.&quot; Zwar sei die griechische Wirtschaftskraft &quot;nicht groß genug, um den Euro ins Verderben zu ziehen&quot;, so das Blatt aus Karlsruhe, &quot;aber der jüngste Wertverlust des Euro an den Devisenmärkten zeigt, wie rasch internationale Anleger auf Gewitterwolken am Finanz-Horizont reagieren&quot;.</p><p>&quot;Böse Zungen definieren modernes Investmentbanking als legalisierte Form des erpresserischen Raubes. Im Fall des Defizitsünders Griechenland <b>hat sich die Branche selbst übertroffen</b>: Dieselben Banken, an ihrer Spitze Goldman Sachs, die Griechenland erst beim Tricksen und Fälschen der Bilanzen halfen, rufen jetzt lauthals nach Staatshilfen für Hellas aus Angst um ihre eigenen Milliardenkredite an Griechenland, Portugal und andere Adressen, die im Zuge einer neuen Finanzkrise faul werden könnten.&quot; Der <i>Münchner Merkur</i> übt scharfe Kritik am Gebaren der Finanzinstitute - aber auch an den europäischen Regierungen: &quot;<b>Gierig und dumm sind die Investmentbanken</b>: Gierig, weil sie den Schuldenländern beim Betrug helfen, und dumm, weil sie den Betrügern auch noch Geld leihen. <b>Noch dümmer aber sind die Regierungen der Partnerländer, die sich das gefallen lassen</b>. Wenn Hilfen für Griechenland schon unumgänglich sind, dann bitte von den Banken, die das Schlamassel mitangerichtet haben!&quot;</p><p>Die Rostocker <i>Ostsee-Zeitung</i> glaubt nicht an einen Erfolg des Sparprogramms für Griechenland, das &quot;zu einem <b>Finanz-Protektorat der Europäischen Union </b>degradiert&quot; ist. &quot;Das Land ist nicht länger frei in seiner Haushaltspolitik und (...) ultimativ aufgefordert, sein Defizit in nur vier Wochen um rund 30 Prozent zu senken. Wer die <b>obrigkeitstrotzende Tradition des Landes </b>kennt, der weiß: dies ist <b>ein Ding der Unmöglichkeit</b>, <b>das Ultimatum ein Witz</b>. Es sei denn, Athen frisiert seine Statistiken erneut.&quot; Das Blatt geht von einem &quot;Worst-Case-Szenario&quot; für Europa aus. &quot;Und das bedeutet: <b>Rauswurf der Griechen aus der Euro-Zone</b>. Auch um den Preis, dass Banken milliardenschwere Forderungen abschreiben müssen. Das ist Berlin den Steuerzahlern schuldig.&quot;</p><p>&quot;Diese Sparfesseln der EU werden die Wut in Griechenland auflodern lassen&quot;, glaubt die <i>Landeszeitung</i> aus Lüneburg und bemüht einen Vergleich mit der griechischen Mythologie: &quot;Die Hellenen stilisieren sich schon jetzt als Prometheus, den Zeus einst an den Kaukasus kettete, damit ein Adler jeden Tag von seiner Leber fressen konnte.&quot; Die Zeitung ist optimistisch - nicht nur in Bezug auf Griechenland, sondern auch für die EU: &quot;Doch wie dem Titanen <b>winkt auch den Griechen ein Happy End</b>. Prometheus wurde von Herakles befreit, die Griechen können das selbst schaffen, indem sie ihr Land <b>durch eine Rosskur auf Euro-Niveau bringen</b>. Nebenbei kann die Abwendung einer griechischen Tragödie eine <b>Erneuerung der EU anschieben</b>, die einem Phönix zur Ehre gereichen würde. Das nun eingesetzte Sparregime läutet <b>auch auf europäischer Ebene das Comeback der Politik ein</b>. Mehr wirtschaftliche Koordinierung der Mitgliedsländer bedeutet weniger Souveränitätsrechte - und <b>mehr Europa</b>. Der alte Kontinent kann sich von einer bloßen Freihandelszone zur politischen Großmacht entwickeln.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>Für Griechenland gilt nun: sparen, sparen, sparen. Doch wie sieht die Zukunft des Schuldensünders aus? Von einem Rauswurf aus der Euro-Zone und einer Rückkehr zur Drachme bis hin zu einem Happy End, das auch Europa nützt, reichen die Forderungen und Visionen der Presse.</i>
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        Die
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        aus Münster warnen vor einem zu drastischen Sparkurs: "Gleichwohl steht
        <b>Europa vor einer Gratwanderung</b>
        . Natürlich muss sich die Verschuldung an den Zielen des Lissabon-Vertrages orientieren. Gleichzeitig aber gilt es, auch Wachstum anzukurbeln. Griechenland
        <b>darf sich nicht kaputt sparen</b>
        . Wenn das Land ins Chaos sozialer Unruhen stürzt, wäre der
        <b>Preis für die Turbo-Konsolidierung zu hoc</b>
        h. Es gilt Panik zu vermeiden - auf allen Seiten. Neben einem straffen Sparkorsett dürfen notfalls auch Finanzhilfen für Athen nicht tabu sein."
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        Die
        <i>Badischen Neuesten Nachrichten</i>
        sorgen sich um die Stabilität des Euro und fordern Entschlossenheit seitens der EU: "Wären die Euro-Staaten konsequent, müssten sie jetzt einen
        <b>Schlussstrich ziehen und Griechenland ohne diplomatische Floskeln die Rückkehr zur Drachme nahe legen</b>
        ." Zwar sei die griechische Wirtschaftskraft "nicht groß genug, um den Euro ins Verderben zu ziehen", so das Blatt aus Karlsruhe, "aber der jüngste Wertverlust des Euro an den Devisenmärkten zeigt, wie rasch internationale Anleger auf Gewitterwolken am Finanz-Horizont reagieren".
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        "Böse Zungen definieren modernes Investmentbanking als legalisierte Form des erpresserischen Raubes. Im Fall des Defizitsünders Griechenland
        <b>hat sich die Branche selbst übertroffen</b>
        : Dieselben Banken, an ihrer Spitze Goldman Sachs, die Griechenland erst beim Tricksen und Fälschen der Bilanzen halfen, rufen jetzt lauthals nach Staatshilfen für Hellas aus Angst um ihre eigenen Milliardenkredite an Griechenland, Portugal und andere Adressen, die im Zuge einer neuen Finanzkrise faul werden könnten." Der
        <i>Münchner Merkur</i>
        übt scharfe Kritik am Gebaren der Finanzinstitute - aber auch an den europäischen Regierungen: "
        <b>Gierig und dumm sind die Investmentbanken</b>
        : Gierig, weil sie den Schuldenländern beim Betrug helfen, und dumm, weil sie den Betrügern auch noch Geld leihen.
        <b>Noch dümmer aber sind die Regierungen der Partnerländer, die sich das gefallen lassen</b>
        . Wenn Hilfen für Griechenland schon unumgänglich sind, dann bitte von den Banken, die das Schlamassel mitangerichtet haben!"
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        Die Rostocker
        <i>Ostsee-Zeitung</i>
        glaubt nicht an einen Erfolg des Sparprogramms für Griechenland, das "zu einem
        <b>Finanz-Protektorat der Europäischen Union</b>
        degradiert" ist. "Das Land ist nicht länger frei in seiner Haushaltspolitik und (...) ultimativ aufgefordert, sein Defizit in nur vier Wochen um rund 30 Prozent zu senken. Wer die
        <b>obrigkeitstrotzende Tradition des Landes</b>
        kennt, der weiß: dies ist
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        ,
        <b>das Ultimatum ein Witz</b>
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        <b>Rauswurf der Griechen aus der Euro-Zone</b>
        . Auch um den Preis, dass Banken milliardenschwere Forderungen abschreiben müssen. Das ist Berlin den Steuerzahlern schuldig."
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        "Diese Sparfesseln der EU werden die Wut in Griechenland auflodern lassen", glaubt die
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        <b>winkt auch den Griechen ein Happy End</b>
        . Prometheus wurde von Herakles befreit, die Griechen können das selbst schaffen, indem sie ihr Land
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