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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Katja Sembritzki" ntv:publishdate="23.07.2010 20:17" ntv:section="Archiv" ntv:id="1122591" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Rollende-Baldrian-Kugeln-article1122591.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="subheadline">Bankenstresstest</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Der Bankenstresstest offenbart nichts Neues. Ziel sei es lediglich, &quot;Baldrian-Kugeln durch die Kulisse zu rollen&quot;. Aber kann der Test wirklich beruhigen? Die Presse hegt so ihre Zweifel und hofft, dass die Politik jetzt endlich aktiv wird.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="1122491"></div><p>&quot;<b>Was für ein Stress mit dem Stresstest</b>. Da wurde wochenlang um Kriterien und Veröffentlichung gerungen - und was kam heraus?&quot; Für die <i>Märkische Oderzeitung</i> jedenfalls keine neuen Erkenntnisse: &quot;In Deutschland etwa, dass die mit absonderlich viel Geld gerettete HRE noch immer kein gesundes Unternehmen ist. Und dass spanische Sparkassen auf recht wackeligen Beinen stehen.&quot; Jetzt sei es an der Politik, Druck auszuüben, denn &quot;denn <b>die Pleite eines größeren Instituts mag niemand mehr riskieren</b>.&quot;</p><p>Das Ziel des Stresstests ist es, &quot;<b>Baldrian-Kugeln durch die Kulisse zu rollen</b>&quot;, so der <i>Münchner Merkur</i>. &quot;Entsprechend weichgespült waren die durchgespielten Szenarien. Es bleibt der Verdacht, dass Europas Finanzaufseher nur <b>PR für die Banken</b> machen wollten. Weil diese es nötig haben? Am Ende könnte der Stresstest nicht mehr Vertrauen geschaffen haben, sondern weniger. Den ganzen Stress mit den Banken, man hätte ihn sich vermutlich auch sparen können. Wenn die Politik auf Nummer sicher gehen will, sollte sie lieber zusehen, dass die Banken zügig in einen Rettungsfonds einzahlen müssen, damit sie im Fall der Fälle <b>nicht wieder dem Steuerzahler auf der Tasche liegen</b>.&quot;</p><p>&quot;Natürlich ist es gut und wichtig, wenn der Staat und die EU die Banken auf Herz und Nieren prüft - allein schon aus Eigennutz&quot;. Aber die <i>Münchner Zeitung</i> wünscht sich eine seriösere Analyse, die einige der folgenden Fragen beantworten kann: &quot;<b>Ist wirklich alles in Ordnung</b>, wenn der Daumen auch bei Instituten nach oben zeigt, deren Vorerkrankungen mit Milliardenhilfen vom Staat schon behandelt werden? Ist ein Test aussagekräftig, wenn die Kriterien für die Diagnosen in den einzelnen EU-Ländern unterschiedlich sind? <b>Was bringt eine öffentliche Untersuchung, wenn die Politik die Stress-Symptome im Vorfeld so bestimmt hat, damit hinterher nicht allzu viele Kranke zu beklagen sind?</b> Gesundbeten mag bei manchen Patienten funktionieren - nicht jedoch bei Banken.&quot;</p><p>Wie genau es um die europäischen Banken steht kann auch nach dem Stresstest nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden, stellt auch die <i>Rhein-Neckar-Zeitung</i> (Heidelberg) fest: &quot;Denn <b>die Aussagekraft der Tests ist gering</b>. Das fängt schon mit der mehr als <b>willkürlich gesetzten Schallmauer von sechs Prozent Eigenkapital</b> an. Warum gerade sechs, warum nicht fünf oder sieben?&quot; Auch die übrigen Methoden des Tests hält das Blatt für &quot;fragwürdig&quot;.</p><p>Der <i>Berliner Tagesspiegel</i> meint, dass die Kontrolle der Banken nicht auf Stresstests reduziert werden sollte: &quot;Sicherer kann das Finanzsystem nur werden, wenn die Banken, die Kundengelder annehmen, <b>keine hochspekulativen Geschäfte</b> eingehen dürfen. Wenn auch professionelle Spekulanten wie Hedgefonds gezwungen werden, ihre <b>Risiken abzusichern</b>. Wenn man Finanzprodukte prüft und solche, die nicht der Realwirtschaft, sondern ausschließlich der Gewinnmaximierung dienen, einschränkt. Wenn Rating-Agenturen, die Risiken beurteilen, <b>unabhängig arbeiten</b>. Dies alles muss global vereinbart und beaufsichtigt werden. <b>Wenn die Staaten sich dazu durchringen würden, hätte die Welt auch weniger Stress</b>.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>Der Bankenstresstest offenbart nichts Neues. Ziel sei es lediglich, "Baldrian-Kugeln durch die Kulisse zu rollen". Aber kann der Test wirklich beruhigen? Die Presse hegt so ihre Zweifel und hofft, dass die Politik jetzt endlich aktiv wird.</i>
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        "
        <b>Was für ein Stress mit dem Stresstest</b>
        . Da wurde wochenlang um Kriterien und Veröffentlichung gerungen - und was kam heraus?" Für die
        <i>Märkische Oderzeitung</i>
        jedenfalls keine neuen Erkenntnisse: "In Deutschland etwa, dass die mit absonderlich viel Geld gerettete HRE noch immer kein gesundes Unternehmen ist. Und dass spanische Sparkassen auf recht wackeligen Beinen stehen." Jetzt sei es an der Politik, Druck auszuüben, denn "denn
        <b>die Pleite eines größeren Instituts mag niemand mehr riskieren</b>
        ."
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        Das Ziel des Stresstests ist es, "
        <b>Baldrian-Kugeln durch die Kulisse zu rollen</b>
        ", so der
        <i>Münchner Merkur</i>
        . "Entsprechend weichgespült waren die durchgespielten Szenarien. Es bleibt der Verdacht, dass Europas Finanzaufseher nur
        <b>PR für die Banken</b>
        machen wollten. Weil diese es nötig haben? Am Ende könnte der Stresstest nicht mehr Vertrauen geschaffen haben, sondern weniger. Den ganzen Stress mit den Banken, man hätte ihn sich vermutlich auch sparen können. Wenn die Politik auf Nummer sicher gehen will, sollte sie lieber zusehen, dass die Banken zügig in einen Rettungsfonds einzahlen müssen, damit sie im Fall der Fälle
        <b>nicht wieder dem Steuerzahler auf der Tasche liegen</b>
        ."
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      <p>
        "Natürlich ist es gut und wichtig, wenn der Staat und die EU die Banken auf Herz und Nieren prüft - allein schon aus Eigennutz". Aber die
        <i>Münchner Zeitung</i>
        wünscht sich eine seriösere Analyse, die einige der folgenden Fragen beantworten kann: "
        <b>Ist wirklich alles in Ordnung</b>
        , wenn der Daumen auch bei Instituten nach oben zeigt, deren Vorerkrankungen mit Milliardenhilfen vom Staat schon behandelt werden? Ist ein Test aussagekräftig, wenn die Kriterien für die Diagnosen in den einzelnen EU-Ländern unterschiedlich sind?
        <b>Was bringt eine öffentliche Untersuchung, wenn die Politik die Stress-Symptome im Vorfeld so bestimmt hat, damit hinterher nicht allzu viele Kranke zu beklagen sind?</b>
        Gesundbeten mag bei manchen Patienten funktionieren - nicht jedoch bei Banken."
      </p>
      <p>
        Wie genau es um die europäischen Banken steht kann auch nach dem Stresstest nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden, stellt auch die
        <i>Rhein-Neckar-Zeitung</i>
        (Heidelberg) fest: "Denn
        <b>die Aussagekraft der Tests ist gering</b>
        . Das fängt schon mit der mehr als
        <b>willkürlich gesetzten Schallmauer von sechs Prozent Eigenkapital</b>
        an. Warum gerade sechs, warum nicht fünf oder sieben?" Auch die übrigen Methoden des Tests hält das Blatt für "fragwürdig".
      </p>
      <p>
        Der
        <i>Berliner Tagesspiegel</i>
        meint, dass die Kontrolle der Banken nicht auf Stresstests reduziert werden sollte: "Sicherer kann das Finanzsystem nur werden, wenn die Banken, die Kundengelder annehmen,
        <b>keine hochspekulativen Geschäfte</b>
        eingehen dürfen. Wenn auch professionelle Spekulanten wie Hedgefonds gezwungen werden, ihre
        <b>Risiken abzusichern</b>
        . Wenn man Finanzprodukte prüft und solche, die nicht der Realwirtschaft, sondern ausschließlich der Gewinnmaximierung dienen, einschränkt. Wenn Rating-Agenturen, die Risiken beurteilen,
        <b>unabhängig arbeiten</b>
        . Dies alles muss global vereinbart und beaufsichtigt werden.
        <b>Wenn die Staaten sich dazu durchringen würden, hätte die Welt auch weniger Stress</b>
        ."
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