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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:publishdate="16.05.2011 11:46" ntv:section="Archiv" ntv:id="3343076" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Schaden-nicht-zu-reparieren-article3343076.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Schaden nicht zu reparieren"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Skandal um IWF-Chef</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Der Skandal um IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hinterlässt tiefe Spuren. In Frankreich scheint die politische Karriere des Gegenspielers von Präsident Nicolas Sarkozy ein jähes Ende gefunden zu haben. Für den IWF kommt die Festnahme des Sozialisten zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Für den <i>Figaro</i> aus Paris ist das Ende von Strauss-Kahns Politik-Karriere besiegelt – unabhängig von den Ermittlungsergebnissen: &quot;<b>Noch muss geklärt werden, was wahr ist und was falsch</b>. Doch eines ist heute schon sicher: Dominique <b>Strauss-Kahn wird nicht der nächste Präsident der französischen Republik</b> sein. Selten haben wir so einen rasanten Absturz erlebt. (...) Natürlich haben die Linken wie die Konservativen Recht, wenn sie auf das Prinzip der Unschuldsvermutung verweisen. Doch wer kann leugnen, dass das Übel geschehen ist? Sollte Dominique Strauss-Kahn unschuldig sein, ist dies zutiefst ungerecht. Doch es ist leider so: <b>Der Schaden ist nicht zu reparieren</b>.&quot;</p><p>Ähnlich äußert sich die elsässische Tageszeitung <i>L&apos;Alsace</i>: &quot;Es ist nicht unmöglich, dass DSK in eine Falle getappt ist. Er hat genug Feinde, in den USA und in Frankreich. Doch ob Intrige oder nicht - <b>es wird schwer, sogar unmöglich für ihn sein</b>,<b> sich rechtzeitig aus dieser Affäre zu befreien</b>, um eine sozialistische Kandidatur für die kommende Präsidentschaftswahl anzustreben.&quot; Ein neues Zugpferd der Sozialisten macht das Regionalblatt in Ex-Parteichef <b>François Hollande</b> aus.</p><p>Die Pariser <i>Libération</i> bezweifelt derweil, dass ein Sozialist Nicolas Sarkozy nun noch das Präsidentenamt streitig machen kann: &quot;<b>Die Sozialisten verlieren den einzigen Kandidaten, der</b> - bei allen denkbaren Konstellationen -<b> in den Meinungsumfragen vorne lag</b>. Der am ehesten in der Lage war, Nicolas Sarkozy zu schlagen. Und der vielleicht einer von denen war, die den Sorgen der Franzosen am besten gerecht werden können. <b>Diese erfolgversprechende politische Dynamik ist nun gebrochen</b> - noch bevor der Wahlkampf angefangen hat. Für das Blatt steht fest: <b>Der Abgang von Dominique Strauss-Kahn hinterlässt einen Trümmerhaufen</b>.&quot;</p><p>Die <i>Süddeutsche Zeitung</i> sieht den Skandal um Strauss-Kahn nur als weiteres Beispiel für eine oft fragwürdig anmutende Außendarstellung französischer Politiker. Der Präsidentschaftswahlkampf biete nun eine Chance zur Image-Korrektur: &quot;Die Franzosen sind derzeit über ihre Politiker besonders erbost. Sie argwöhnen, die Führungsklasse lasse es richtig krachen, während dem Volk ein harter Sparkurs auferlegt werde. Strauss-Kahns Verhalten in der New Yorker Luxus-Suite wird den Verdruss noch steigern. <b>In dieser Stimmung könnte ein maßvoller, nüchterner Präsidentschaftskandidat gut ankommen</b>. Auch Sarkozy hat das erkannt. Lange als Bling-Bling-Politiker kritisiert, arbeitet er nun hart an einem sachlicheren Image. <b>Der kommende Wahlkampf könnte etwas langweiliger werden, dafür aber gehaltvoller</b>.&quot;</p><p>&quot;<b>Selten ist an einem Sonntag so viel zu Bruch gegangen wie am gestrigen</b>&quot;, resümiert die <i>Frankfurter Rundschau</i>. So würden die Franzosen mit Strauss-Kahn einen Hoffnungsträger verlieren: &quot;Wenn sie sich in Scharen zum früheren Wirtschafts- und Finanzminister bekannt hatten, dann deshalb, weil er am ehesten zu verkörpern schien, was das von Staatschef Nicolas Sarkozy enttäuschte Volk herbeisehnt: eine glaubhafte politische Alternative, wirtschaftlichen Sachverstand gepaart mit sozialer Sensibilität.&quot; Und auch der IWF habe erheblichen Schaden genommen: &quot;<b>Der Strauss-Kahn-Skandal erschüttert den IWF</b> zu einer Zeit, da er mehr denn je als Schuldenkrisenmanager gefordert ist. Von Griechenland bis Portugal: Immer wieder flackern Brandherde auf, steht die Weltorganisation als Feuerlöscher in der Pflicht. <b>Eine Vertrauenskrise ist da das Letzte, was sie brauchen kann.</b></p><div id="native11"></div><p><i>zusammengestellt von Michael Kreußlein</i></p>]]></ntv:field>
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        <i>Der Skandal um IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hinterlässt tiefe Spuren. In Frankreich scheint die politische Karriere des Gegenspielers von Präsident Nicolas Sarkozy ein jähes Ende gefunden zu haben. Für den IWF kommt die Festnahme des Sozialisten zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.</i>
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        Für den
        <i>Figaro</i>
        aus Paris ist das Ende von Strauss-Kahns Politik-Karriere besiegelt – unabhängig von den Ermittlungsergebnissen: "
        <b>Noch muss geklärt werden, was wahr ist und was falsch</b>
        . Doch eines ist heute schon sicher: Dominique
        <b>Strauss-Kahn wird nicht der nächste Präsident der französischen Republik</b>
        sein. Selten haben wir so einen rasanten Absturz erlebt. (...) Natürlich haben die Linken wie die Konservativen Recht, wenn sie auf das Prinzip der Unschuldsvermutung verweisen. Doch wer kann leugnen, dass das Übel geschehen ist? Sollte Dominique Strauss-Kahn unschuldig sein, ist dies zutiefst ungerecht. Doch es ist leider so:
        <b>Der Schaden ist nicht zu reparieren</b>
        ."
      </p>
      <p>
        Ähnlich äußert sich die elsässische Tageszeitung
        <i>L'Alsace</i>
        : "Es ist nicht unmöglich, dass DSK in eine Falle getappt ist. Er hat genug Feinde, in den USA und in Frankreich. Doch ob Intrige oder nicht -
        <b>es wird schwer, sogar unmöglich für ihn sein</b>
        ,
        <b>sich rechtzeitig aus dieser Affäre zu befreien</b>
        , um eine sozialistische Kandidatur für die kommende Präsidentschaftswahl anzustreben." Ein neues Zugpferd der Sozialisten macht das Regionalblatt in Ex-Parteichef
        <b>François Hollande</b>
        aus.
      </p>
      <p>
        Die Pariser
        <i>Libération</i>
        bezweifelt derweil, dass ein Sozialist Nicolas Sarkozy nun noch das Präsidentenamt streitig machen kann: "
        <b>Die Sozialisten verlieren den einzigen Kandidaten, der</b>
        - bei allen denkbaren Konstellationen -
        <b>in den Meinungsumfragen vorne lag</b>
        . Der am ehesten in der Lage war, Nicolas Sarkozy zu schlagen. Und der vielleicht einer von denen war, die den Sorgen der Franzosen am besten gerecht werden können.
        <b>Diese erfolgversprechende politische Dynamik ist nun gebrochen</b>
        - noch bevor der Wahlkampf angefangen hat. Für das Blatt steht fest:
        <b>Der Abgang von Dominique Strauss-Kahn hinterlässt einen Trümmerhaufen</b>
        ."
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Süddeutsche Zeitung</i>
        sieht den Skandal um Strauss-Kahn nur als weiteres Beispiel für eine oft fragwürdig anmutende Außendarstellung französischer Politiker. Der Präsidentschaftswahlkampf biete nun eine Chance zur Image-Korrektur: "Die Franzosen sind derzeit über ihre Politiker besonders erbost. Sie argwöhnen, die Führungsklasse lasse es richtig krachen, während dem Volk ein harter Sparkurs auferlegt werde. Strauss-Kahns Verhalten in der New Yorker Luxus-Suite wird den Verdruss noch steigern.
        <b>In dieser Stimmung könnte ein maßvoller, nüchterner Präsidentschaftskandidat gut ankommen</b>
        . Auch Sarkozy hat das erkannt. Lange als Bling-Bling-Politiker kritisiert, arbeitet er nun hart an einem sachlicheren Image.
        <b>Der kommende Wahlkampf könnte etwas langweiliger werden, dafür aber gehaltvoller</b>
        ."
      </p>
      <p>
        "
        <b>Selten ist an einem Sonntag so viel zu Bruch gegangen wie am gestrigen</b>
        ", resümiert die
        <i>Frankfurter Rundschau</i>
        . So würden die Franzosen mit Strauss-Kahn einen Hoffnungsträger verlieren: "Wenn sie sich in Scharen zum früheren Wirtschafts- und Finanzminister bekannt hatten, dann deshalb, weil er am ehesten zu verkörpern schien, was das von Staatschef Nicolas Sarkozy enttäuschte Volk herbeisehnt: eine glaubhafte politische Alternative, wirtschaftlichen Sachverstand gepaart mit sozialer Sensibilität." Und auch der IWF habe erheblichen Schaden genommen: "
        <b>Der Strauss-Kahn-Skandal erschüttert den IWF</b>
        zu einer Zeit, da er mehr denn je als Schuldenkrisenmanager gefordert ist. Von Griechenland bis Portugal: Immer wieder flackern Brandherde auf, steht die Weltorganisation als Feuerlöscher in der Pflicht.
        <b>Eine Vertrauenskrise ist da das Letzte, was sie brauchen kann.</b>
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        <i>zusammengestellt von Michael Kreußlein</i>
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