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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Nadin Härtwig" ntv:publishdate="09.03.2010 21:33" ntv:section="Archiv" ntv:id="767514" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Transatlantische-Abkuehlung-article767514.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Transatlantische Abkühlung"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">EADS ausgebootet</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Nach dem Scheitern von EADS auf dem US-Markt schießt die Presse scharf gegen das protektionistische Verhalten der USA. Die Neuausschreibung sei eine Farce gewesen, ein abenteuerliches Vorgehen, das der Regierung Obama in Europa keine Freunde machen dürfte.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die Lüneburger <i>Landeszeitung </i>bringt das EADS-Scheitern auf die politische Ebene und übt scharfe Kkritik an der Regierung Obama: &quot;Die Bruchlandung auf dem US-Markt dürfte auch <b>den letzten Rest der Obama-Euphorie auf dem alten Kontinent vertreiben</b>. Denn ohne ein zustimmendes Nicken aus dem Oval Office wäre Boeing beim Jahrhundertdeal über das neue Tankflugzeug der USA chancenlos geblieben. Die Hypermacht, die diesen Status nur noch ihrer militärischen Überlegenheit verdankt, hat damit deutlich gemacht, wo die Grenzen der Zusammenarbeit im Westen verlaufen: Dort, wo amerikanische Interessen berührt werden. Die Ausbootung des Airbus-Tankers ist ein weiteres Zeichen für <b>das Ende des transatlantischen Westens</b>. Die Zusammenarbeit mit Europa - selbst in der NATO - ist für die USA auch unter Barack Obama nachrangig.&quot; Das Blatt aus Lüneburg fordert von Europa mehr militärische Eigenständigkeit: &quot;Die Lehre für Europa kann nur sein, endlich den<b> sicherheitspolitischen Rockzipfel der USA loszulassen </b>und <b>eigene militärische Muskeln</b> aufzubauen.&quot;</p><p>&quot;Vom freien Welthandel halten die USA <b>nur so lange etwas, wie sie selbst davon profitieren</b>&quot;, kritisiert auch die Ulmer <i>Südwest-Presse</i>. &quot;Dieser Verdacht drängte sich schon in der Vergangenheit immer wieder auf. Beim Milliarden-Auftrag für Tankflugzeuge ist er unübersehbar: Vor zwei Jahren hatte der europäische EADS-Konzern schon den Zuschlag für das Geschäft. Doch auf Druck des Konkurrenten Boeing und des US-Kongresses wurde er wieder zurückgezogen. Ein <b>abenteuerliches Vorgehen, vorsichtig gesagt</b>.&quot; Es werde noch dadurch getoppt, &quot;dass die <b>Neuausschreibung eindeutig auf Boeing zugeschnitten wurde</b>&quot;. &quot;Bei dieser <b>schamlosen Form des Protektionismus</b> kann Europa nicht einfach zusehen.&quot;</p><p>&quot;Wenn die Anbieterwahl aus politischen Gründen schon vorher feststeht, wird <b>jede Ausschreibung zur Farce</b>&quot;, kommentiert die <i>Pforzheimer</i> <i>Zeitung</i>. &quot;Mit einem fairen Wettbewerb hat das nichts zu tun. Dass Präsident Barack Obama diesen Protektionismus stützt, bringt ihm auf <b>europäischer Seite keine Bonuspunkte</b> <b>ein</b>. Früher oder später werden die Europäer die USA ihren Ärger spüren lassen sei es auf wirtschaftlicher oder politischer Ebene. Dabei ist eine <b>transatlantische Abkühlung das Letzte, das die Welt angesichts der globalen Probleme brauchen kann</b>.&quot;</p><p>Die <i>Nürnberger</i> <i>Nachrichten</i> hingegen können das US-Bestreben nachvollziehen, den Auftrag im eigenen Land zu behalten: &quot;Es geht bei der Lieferung schließlich um sensible Militärgüter, mithin für die Sicherheit eines Staates hochrelevante Waren. Und wer will im Krisenfall schon auf Ersatzteile aus dem Ausland angewiesen sein? <b>Wir Europäer verhalten uns bei ähnlichen Fragen nicht anders</b>, wie jüngst beim Airbus-Militärtransporter A400M demonstriert. Da wurden auch die Motoren lieber teuer in der alten Welt komplett neu entwickelt, als auf fertige Produkte aus Amerika zurückzugreifen.&quot; Das Blatt kritisiert die Kritiker: &quot;<b>Wer jetzt laut über Protektionismus klagt, sollte wissen, dass er selbst im Glashaus sitzt</b>.&quot;</p><p>Die <i>Westdeutsche</i> <i>Zeitung</i> ruft den Konzern zur Entschlossenheit auf: &quot;Für EADS ist nicht nur ein Geschäft gescheitert, sondern der Einstieg in den amerikanischen Markt weit weg gerückt. Dieser wäre wichtig, weil die Staaten in Europa ihre Militärausgaben reduzieren, also <b>braucht EADS neue Abnehmer</b>. Wenn sie den Auftrag bekommen hätten, wäre sogar der Bau eines eigenen Werks in Amerika inklusive Fertigung von Passagiermaschinen denkbar gewesen. <b>Doch nach dem Rückschlag muss das Motto lauten: Jetzt erst recht um den amerikanischen Markt kämpfen</b>.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>Nach dem Scheitern von EADS auf dem US-Markt schießt die Presse scharf gegen das protektionistische Verhalten der USA. Die Neuausschreibung sei eine Farce gewesen, ein abenteuerliches Vorgehen, das der Regierung Obama in Europa keine Freunde machen dürfte.</i>
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        bringt das EADS-Scheitern auf die politische Ebene und übt scharfe Kkritik an der Regierung Obama: "Die Bruchlandung auf dem US-Markt dürfte auch
        <b>den letzten Rest der Obama-Euphorie auf dem alten Kontinent vertreiben</b>
        . Denn ohne ein zustimmendes Nicken aus dem Oval Office wäre Boeing beim Jahrhundertdeal über das neue Tankflugzeug der USA chancenlos geblieben. Die Hypermacht, die diesen Status nur noch ihrer militärischen Überlegenheit verdankt, hat damit deutlich gemacht, wo die Grenzen der Zusammenarbeit im Westen verlaufen: Dort, wo amerikanische Interessen berührt werden. Die Ausbootung des Airbus-Tankers ist ein weiteres Zeichen für
        <b>das Ende des transatlantischen Westens</b>
        . Die Zusammenarbeit mit Europa - selbst in der NATO - ist für die USA auch unter Barack Obama nachrangig." Das Blatt aus Lüneburg fordert von Europa mehr militärische Eigenständigkeit: "Die Lehre für Europa kann nur sein, endlich den
        <b>sicherheitspolitischen Rockzipfel der USA loszulassen</b>
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        aufzubauen."
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        "Vom freien Welthandel halten die USA
        <b>nur so lange etwas, wie sie selbst davon profitieren</b>
        ", kritisiert auch die Ulmer
        <i>Südwest-Presse</i>
        . "Dieser Verdacht drängte sich schon in der Vergangenheit immer wieder auf. Beim Milliarden-Auftrag für Tankflugzeuge ist er unübersehbar: Vor zwei Jahren hatte der europäische EADS-Konzern schon den Zuschlag für das Geschäft. Doch auf Druck des Konkurrenten Boeing und des US-Kongresses wurde er wieder zurückgezogen. Ein
        <b>abenteuerliches Vorgehen, vorsichtig gesagt</b>
        ." Es werde noch dadurch getoppt, "dass die
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        "Wenn die Anbieterwahl aus politischen Gründen schon vorher feststeht, wird
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        ", kommentiert die
        <i>Pforzheimer</i>
        <i>Zeitung</i>
        . "Mit einem fairen Wettbewerb hat das nichts zu tun. Dass Präsident Barack Obama diesen Protektionismus stützt, bringt ihm auf
        <b>europäischer Seite keine Bonuspunkte</b>
        <b>ein</b>
        . Früher oder später werden die Europäer die USA ihren Ärger spüren lassen sei es auf wirtschaftlicher oder politischer Ebene. Dabei ist eine
        <b>transatlantische Abkühlung das Letzte, das die Welt angesichts der globalen Probleme brauchen kann</b>
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        hingegen können das US-Bestreben nachvollziehen, den Auftrag im eigenen Land zu behalten: "Es geht bei der Lieferung schließlich um sensible Militärgüter, mithin für die Sicherheit eines Staates hochrelevante Waren. Und wer will im Krisenfall schon auf Ersatzteile aus dem Ausland angewiesen sein?
        <b>Wir Europäer verhalten uns bei ähnlichen Fragen nicht anders</b>
        , wie jüngst beim Airbus-Militärtransporter A400M demonstriert. Da wurden auch die Motoren lieber teuer in der alten Welt komplett neu entwickelt, als auf fertige Produkte aus Amerika zurückzugreifen." Das Blatt kritisiert die Kritiker: "
        <b>Wer jetzt laut über Protektionismus klagt, sollte wissen, dass er selbst im Glashaus sitzt</b>
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        ruft den Konzern zur Entschlossenheit auf: "Für EADS ist nicht nur ein Geschäft gescheitert, sondern der Einstieg in den amerikanischen Markt weit weg gerückt. Dieser wäre wichtig, weil die Staaten in Europa ihre Militärausgaben reduzieren, also
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