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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Zusammengestellt von Roland Peters" ntv:publishdate="10.11.2009 23:03" ntv:section="Archiv" ntv:id="584514" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Vage-Wege-aus-der-Krise-article584514.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Vage Wege aus der Krise"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Regierungserklärung im Bundestag</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die erste Regierungserklärung der Schwarz-Gelben Koalition bedeutet für die Presse: Viele Worte, wenig Inhalt, höhere Schulden.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Die erste Regierungserklärung der Schwarz-Gelben Koalition bedeutet für die Presse: Viele Worte, wenig Inhalt, höhere Schulden.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die <i>Hessische und Niedersächsische Allgemeine</i> schaut am Rednerpult auf Merkels Frisur: &quot;Die Sphinx aus dem Kanzleramt blieb auch gestern im Ungefähren. Wer würde ihr widersprechen wollen, dass sich das <b>Land in einer äußerst schwierigen Wirtschaftskrise</b> befindet? Wer wollte bestreiten, dass der Staat nur so gut sein kann, wie seine Bürger sich für ihn engagieren?&quot; Die Alterung unserer Gesellschaft stelle das <b>Sozialsystem vor große Aufgaben</b>. Doch das sind nicht alle Fragen: &quot;Wie wollen wir den Herausforderungen begegnen? Wem wird gegeben, wem genommen? Wie soll unser Steuersystem umgebaut werden? Das Gesundheitssystem? Wie kommt die Bundeswehr raus aus Afghanistan? <b>Klare Antworten</b> seitens der Bundeskanzlerin?&quot;</p><div id="584515"></div><p>Die <i>Berliner Morgenpost</i> kramt in der Vergangenheit der Bundeskanzlerin – und findet Anhaltspunkte für ihre frühere Aufgabe als Umweltministerin: &quot;Zumindest ökologisch gesehen war der Auftritt von Angela Merkel zum Start der neuen Legislaturperiode bemerkenswert. Denn selten zuvor war eine <b>Regierungserklärung aus so viel Recyclingmaterial</b> zusammengestoppelt.&quot; Der wohlklingende Fünf-Punkte-Plan berge Altbekanntes: Krisenreaktion, Bürger mit Staat versöhnen, Demografie, Umwelt, Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Mit diesem Plan habe <b>jeder Kanzler seit 1949</b> antreten können. Und die Ankündigung einer &quot;schonungslosen Analyse&quot;? &quot;Ob Bildung, Gesundheit oder Arbeitsmarkt - <b>seit Jahrzehnten wird schonungslos analysiert</b>. Die Deutschen sind Weltmeister im Beschreiben von Problemen; nur mit dem Lösen dauert es ziemlich lange.&quot;</p><p>Der <i>Münchner Merkur</i> kramt in den Büchern: &quot;Je düsterer die Eröffnungsbilanz, desto freundlicher der Blick in die Zukunft: Um diese alte Wirtschafts-Weisheit herum hatte Angela Merkel ihre Regierungserklärung konzipiert, wobei sie ungeniert darüber hinwegging, dass die neue Firmenchefin gleichzeitig die alte ist.&quot; Allerdings habe die Kanzlerin einem <b>planvoll desillusionierten Publikum</b> kühl die schon sattsam erörterten, aber immer noch ziemlich <b>vagen Wege aus der Krise</b> präsentiert. Von einer Vision sei nichts zu spüren. &quot;Im Unverbindlichen zu verharren und niemandem allzu weh tun zu wollen, wie die Regierungserklärung suggeriert, wäre <b>kein taugliches Konzept für diese schicksalhafte Legislaturperiode</b>. Das Erbe der Finanzkrise ruft gebieterisch nach einer neuen Angela Merkel.&quot;</p><p>Die <i>Financial Times Deutschland</i> freut sich über das neue Leben im Plenarsaal: &quot;Es ist eine Erleichterung für Abgeordnete und Publikum, dass die Große Koalition nun Geschichte ist. <b>Wie befreit johlten und klatschten die Parlamentarier</b> von Regierung und Opposition ihren Spitzenleuten zu - befreit von den Zwängen der lagerübergreifenden Zusammenarbeit, <b>befreit von der erdrückenden Regierungsmehrheit aus SPD und Union</b>.&quot; Für den deutschen Politikbetrieb sei die wiederbelebte Lagerkonstellation eine Chance. Das Parlament könne, wenn es diese Chance ergreife, vom Verwalter der Regierungspolitik wieder zum<b> Schauplatz lebhafter Debatten </b>werden.&quot;</p><p>Geht es nach der <i>Leipziger Volkszeitung</i>, sollte Angela Merkel den Zauberstab in die Hand nehmen, um ihre übernatürlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. &quot;Die Bundeskanzlerin, derzeit vermutlich auf dem Höhepunkt ihres Ansehens, behauptet, ihre <b>schwarz-gelbe Wachstums-Magie</b> sei nichts anderes als die schonungslose Analyse und eine Wunder heilende Rezeptur in einem.&quot; Dabei beruhe doch <b>alles nur auf Pump</b> und auf dem erstaunlichen Mut zur reinen Interessenspolitik. &quot;An dem Tag, da den Rentnern eine zweijährige Nullrunde versprochen wird, verteidigt die neue Bundesregierung ihren rückhaltlosen Kurs der <b>Besserstellung von Besserverdienenden in besseren Verhältnissen</b>.&quot;</p>]]></ntv:field>
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        <i>Die erste Regierungserklärung der Schwarz-Gelben Koalition bedeutet für die Presse: Viele Worte, wenig Inhalt, höhere Schulden.</i>
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        Die
        <i>Hessische und Niedersächsische Allgemeine</i>
        schaut am Rednerpult auf Merkels Frisur: "Die Sphinx aus dem Kanzleramt blieb auch gestern im Ungefähren. Wer würde ihr widersprechen wollen, dass sich das
        <b>Land in einer äußerst schwierigen Wirtschaftskrise</b>
        befindet? Wer wollte bestreiten, dass der Staat nur so gut sein kann, wie seine Bürger sich für ihn engagieren?" Die Alterung unserer Gesellschaft stelle das
        <b>Sozialsystem vor große Aufgaben</b>
        . Doch das sind nicht alle Fragen: "Wie wollen wir den Herausforderungen begegnen? Wem wird gegeben, wem genommen? Wie soll unser Steuersystem umgebaut werden? Das Gesundheitssystem? Wie kommt die Bundeswehr raus aus Afghanistan?
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        Die
        <i>Berliner Morgenpost</i>
        kramt in der Vergangenheit der Bundeskanzlerin – und findet Anhaltspunkte für ihre frühere Aufgabe als Umweltministerin: "Zumindest ökologisch gesehen war der Auftritt von Angela Merkel zum Start der neuen Legislaturperiode bemerkenswert. Denn selten zuvor war eine
        <b>Regierungserklärung aus so viel Recyclingmaterial</b>
        zusammengestoppelt." Der wohlklingende Fünf-Punkte-Plan berge Altbekanntes: Krisenreaktion, Bürger mit Staat versöhnen, Demografie, Umwelt, Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Mit diesem Plan habe
        <b>jeder Kanzler seit 1949</b>
        antreten können. Und die Ankündigung einer "schonungslosen Analyse"? "Ob Bildung, Gesundheit oder Arbeitsmarkt -
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        . Die Deutschen sind Weltmeister im Beschreiben von Problemen; nur mit dem Lösen dauert es ziemlich lange."
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        Der
        <i>Münchner Merkur</i>
        kramt in den Büchern: "Je düsterer die Eröffnungsbilanz, desto freundlicher der Blick in die Zukunft: Um diese alte Wirtschafts-Weisheit herum hatte Angela Merkel ihre Regierungserklärung konzipiert, wobei sie ungeniert darüber hinwegging, dass die neue Firmenchefin gleichzeitig die alte ist." Allerdings habe die Kanzlerin einem
        <b>planvoll desillusionierten Publikum</b>
        kühl die schon sattsam erörterten, aber immer noch ziemlich
        <b>vagen Wege aus der Krise</b>
        präsentiert. Von einer Vision sei nichts zu spüren. "Im Unverbindlichen zu verharren und niemandem allzu weh tun zu wollen, wie die Regierungserklärung suggeriert, wäre
        <b>kein taugliches Konzept für diese schicksalhafte Legislaturperiode</b>
        . Das Erbe der Finanzkrise ruft gebieterisch nach einer neuen Angela Merkel."
      </p>
      <p>
        Die
        <i>Financial Times Deutschland</i>
        freut sich über das neue Leben im Plenarsaal: "Es ist eine Erleichterung für Abgeordnete und Publikum, dass die Große Koalition nun Geschichte ist.
        <b>Wie befreit johlten und klatschten die Parlamentarier</b>
        von Regierung und Opposition ihren Spitzenleuten zu - befreit von den Zwängen der lagerübergreifenden Zusammenarbeit,
        <b>befreit von der erdrückenden Regierungsmehrheit aus SPD und Union</b>
        ." Für den deutschen Politikbetrieb sei die wiederbelebte Lagerkonstellation eine Chance. Das Parlament könne, wenn es diese Chance ergreife, vom Verwalter der Regierungspolitik wieder zum
        <b>Schauplatz lebhafter Debatten</b>
        werden."
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        Geht es nach der
        <i>Leipziger Volkszeitung</i>
        , sollte Angela Merkel den Zauberstab in die Hand nehmen, um ihre übernatürlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. "Die Bundeskanzlerin, derzeit vermutlich auf dem Höhepunkt ihres Ansehens, behauptet, ihre
        <b>schwarz-gelbe Wachstums-Magie</b>
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