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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="zusammengestellt von Susanne Niedorf-Schipke" ntv:publishdate="21.11.2011 20:50" ntv:section="Archiv" ntv:id="4829171" ntv:homesection="Archiv" ntv:url="https://apps.n-tv.de/archiv/Waehler-handeln-nicht-mehr-nuechtern-article4829171.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">"Wähler handeln nicht mehr nüchtern"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Machtwechsel in Spanien</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p><i>Die Schuldenkrise wirbelt die politische Landschaft in Europa durcheinander. Jüngstes Beispiel ist Spanien. Hier erringt die Opposition, die rechts-konservative Volkspartei (PP), bei der Parlamentswahl einen <a href="http://www.n-tv.de/politik/Rajoy-warnt-Spanier-article4820561.html" target="_self" rel="follow">historischen Wahlsieg</a>, während die bislang regierenden Sozialisten (PSOE) das schlechteste Ergebnis seit 30 Jahren einfahren. Auf die neue Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wartet nach der Wahl die eigentliche Herausforderung: Sie soll das Land aus der <a href="http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Der-Lack-ist-so-gut-wie-ab-article4823606.html" target="_self" rel="follow">schlimmsten Finanzkrise der Nachkriegszeit</a> führen.</i></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="4829786"></div><p>&quot;Die spanischen <b>Wahlen werfen einen Schatten, der über das Land hinausreicht</b>&quot;, kommentiert der <i>Tagesspiegel</i> den Sieg der Konservativen über die Sozialisten in Spanien: &quot;Die <b>Wähler</b> in Gesellschaften, die in die Turbulenzen der europäischen Krise geraten sind, <b>gehen nicht mehr nüchtern, nach Verdienst und Versagen mit Politikern und Parteien um</b>. <b>Der demokratische Wechsel</b>, Gütesiegel der Wahlentscheidung,<b> ist zu</b> einem<b> Akt des Auswechselns</b> geworden&quot;. Die gewaltigen Ausschläge der Stimmen-Gewinne und -Verluste zeigen nach Ansicht der Zeitung an, dass die politischen Verhältnisse gekippt, ja, umgekippt werden. Argwöhnisch bemerkt das Blatt aus Berlin: &quot;<b>Regierungen werden vom Wähler in einen fast aussichtslosen Kampf </b>mit Verschuldung, verordneten Sparprogrammen und allgemeiner Mutlosigkeit <b>geschickt </b>- den verlorenen Haufen gleich, die in der Zeit der europäischen Landsknechtskriege vor der Front kämpften und verschlissen wurden&quot;.</p><p>Für die <i>Frankfurter Rundschau</i> ist das Wahlergebnis - in einem Land, in dem die Menschen es gewöhnt seien, &quot;für alle Übel ihres Landes die Politik verantwortlich zu machen&quot; - ein Ergebnis voller Hoffnungen. Mit Blick auf den Begründer der spanischen Modemarke Zara, der es trotz hinderlicher Arbeitsmarktgesetze geschafft habe einen internationalen Konzern aufzubauen, schreibt das Blatt: &quot;<b>Spanien braucht</b> dringend <b>Wachstum</b> und <b>Arbeitsplätze</b>. Und dafür braucht es <b>tatkräftige Unternehmer</b>&quot;, die dem Beispiel des Modeunternehmens folgen müssten. &quot;<b>Im besten Fall kann ein Politikwechsel Anstoß zu einem Mentalitätswechsel geben</b>.&quot; Den brauche Spanien nämlich dringender als eine Arbeitsmarktreform, &quot;die Rajoy mit Sicherheit bald in Angriff nehmen&quot; werde.</p><p>Die <i>Stuttgarter Zeitung</i> nimmt Wahlsieger Mariano Rajoy ins Visier: &quot;Es muss kein Nachteil sein, dass Rajoy ein blasser Politiker ist. Er ist kein arroganter Wichtigtuer wie sein politischer Ziehvater, der frühere PP-Ministerpräsident José María Aznar&quot;, ist hier zu lesen. Für die Zeitung aus Baden-Württemberg ist <b>Rajoy &quot;glaubwürdig, wenn er</b> in der Wahlnacht <b>verspricht, dass sein einziger Feind Spaniens die Wirtschaftskrise sein werde. Bleibt </b>nur <b>die Frage, ob er seine eigene Partei zähmen kann</b>, die deutlich reaktionärer ist als er selbst. Doch die <b>Spanier haben Rajoy</b> nicht gewählt, damit er die gesellschaftlichen Errungenschaften der Zapatero-Ära zurücknimmt. Sie haben ihn <b>gewählt, damit er die Wirtschaftskrise bei den Hörnern packt</b>&quot;.</p>]]></ntv:field>
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        <i>
          Die Schuldenkrise wirbelt die politische Landschaft in Europa durcheinander. Jüngstes Beispiel ist Spanien. Hier erringt die Opposition, die rechts-konservative Volkspartei (PP), bei der Parlamentswahl einen
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          , während die bislang regierenden Sozialisten (PSOE) das schlechteste Ergebnis seit 30 Jahren einfahren. Auf die neue Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wartet nach der Wahl die eigentliche Herausforderung: Sie soll das Land aus der
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        <i>Tagesspiegel</i>
        den Sieg der Konservativen über die Sozialisten in Spanien: "Die
        <b>Wähler</b>
        in Gesellschaften, die in die Turbulenzen der europäischen Krise geraten sind,
        <b>gehen nicht mehr nüchtern, nach Verdienst und Versagen mit Politikern und Parteien um</b>
        .
        <b>Der demokratische Wechsel</b>
        , Gütesiegel der Wahlentscheidung,
        <b>ist zu</b>
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        <b>Akt des Auswechselns</b>
        geworden". Die gewaltigen Ausschläge der Stimmen-Gewinne und -Verluste zeigen nach Ansicht der Zeitung an, dass die politischen Verhältnisse gekippt, ja, umgekippt werden. Argwöhnisch bemerkt das Blatt aus Berlin: "
        <b>Regierungen werden vom Wähler in einen fast aussichtslosen Kampf</b>
        mit Verschuldung, verordneten Sparprogrammen und allgemeiner Mutlosigkeit
        <b>geschickt</b>
        - den verlorenen Haufen gleich, die in der Zeit der europäischen Landsknechtskriege vor der Front kämpften und verschlissen wurden".
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      <p>
        Für die
        <i>Frankfurter Rundschau</i>
        ist das Wahlergebnis - in einem Land, in dem die Menschen es gewöhnt seien, "für alle Übel ihres Landes die Politik verantwortlich zu machen" - ein Ergebnis voller Hoffnungen. Mit Blick auf den Begründer der spanischen Modemarke Zara, der es trotz hinderlicher Arbeitsmarktgesetze geschafft habe einen internationalen Konzern aufzubauen, schreibt das Blatt: "
        <b>Spanien braucht</b>
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        <b>Arbeitsplätze</b>
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        <b>tatkräftige Unternehmer</b>
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        <b>Im besten Fall kann ein Politikwechsel Anstoß zu einem Mentalitätswechsel geben</b>
        ." Den brauche Spanien nämlich dringender als eine Arbeitsmarktreform, "die Rajoy mit Sicherheit bald in Angriff nehmen" werde.
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        Die
        <i>Stuttgarter Zeitung</i>
        nimmt Wahlsieger Mariano Rajoy ins Visier: "Es muss kein Nachteil sein, dass Rajoy ein blasser Politiker ist. Er ist kein arroganter Wichtigtuer wie sein politischer Ziehvater, der frühere PP-Ministerpräsident José María Aznar", ist hier zu lesen. Für die Zeitung aus Baden-Württemberg ist
        <b>Rajoy "glaubwürdig, wenn er</b>
        in der Wahlnacht
        <b>verspricht, dass sein einziger Feind Spaniens die Wirtschaftskrise sein werde. Bleibt</b>
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        <b>die Frage, ob er seine eigene Partei zähmen kann</b>
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