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    <ntv:field ntv:name="headline">Banken fahren Salami-Taktik</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">EC- und Kreditkarten-Panne</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Bei Deutschlands Banken und Sparkassen ist seit Jahresbeginn Salami-Taktik angesagt: Es geht darum, Millionen von Verbrauchern zu erklären, warum ihre EC- und Kreditkarten nicht mehr funktionieren und welche Schritte die Branche dagegen unternehmen will. Doch informiert die Kreditwirtschaft darüber nur häppchenweise. Die für Bankenaufsicht zuständige Bundesbank reagierte deshalb verärgert und forderte eine bessere Informationspolitik. Doch ob diese kommt, ist mehr als fraglich: Einer der Grundsätze der Branche ist es, bei Problemen möglichst wenig Staub aufzuwirbeln. Bereits im Herbst mussten zehntausende Kreditkarten aus dem Verkehr gezogen werden. Und schon hier kamen Informationen nur zögerlich.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Seit Jahresbeginn gibt es in Deutschland Probleme mit 30 Millionen EC- und Kreditkarten. Verbraucher bekamen stellenweise kein Geld mehr an Bankautomaten, im Handel streikten vielfach Kartenlesegeräte an den Kassen. Zwar sind die Probleme an den Automaten mit einer provisorischen Lösung mittlerweile weitgehend behoben, im Handel ist aber noch bis Anfang kommender Woche mit Schwierigkeiten zu rechnen. Und beim Bezahlen im Ausland kann es noch länger zu Problemen kommen.</p><h3>Zaghafte Weitergabe von Informationen</h3><p>Bis Öffentlichkeit und Verbraucher erstmals über die massiven Probleme informiert wurden, dauerte es drei Tage. Erst am Montagnachmittag reagierte die Branche mit einer knapp eine Seite langen Pressemitteilung. Deren Inhalt war, dass die Probleme an Geldautomaten weitgehend gelöst seien. In den Tagen zuvor hatte es jedoch keinerlei Information darüber gegeben, dass überhaupt Probleme mit 30 der insgesamt 117 Millionen EC- und Kreditkarten aufgetreten waren. Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), der für die Branche spricht, reagierte also lediglich auf die Problemlage.</p><p>Der für den Zahlungsverkehr zuständige Bundesbank-Vorstand, Hans Georg Fabritius, forderte deswegen, Banken und Sparkassen müssten "ihre Informationspolitik verbessern". Probleme dieser Größenordnung dürften "künftig nicht mehr auftreten", betonte Fabritius im "Handelsblatt" Der Fehler müsse analysiert werden. Der Fehler ist ein Programmierfehler auf den goldfarbenen Mikrochips auf EC- und Kreditkarten nach Art des Jahr-2000-Problems bei Computern: Die Software kann die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeiten.</p><p>Die Kritik will die Branche nicht gelten lassen. "Den Vorwurf der Bundesbank können wir so nicht nachvollziehen", sagte eine ZKA-Sprecherin. Es seien Presseinformationen verschickt und Anfragen von Medienvertretern beantwortet worden. Dies dokumentiere das Bemühen der Kreditwirtschaft.</p><p>Doch tatsächlich läuft die Informationspolitik der Branche ähnlich wie beim letzten großen Vorfall mit Zahlungskarten, der erst eineinhalb Monate zurückliegt. Hier tauschte die Branche hunderttausende Kreditkarten aus. Grund dafür waren Unregelmäßigkeiten bei einem spanischen Finanzdienstleister, der Kartenzahlungen abwickelt. Schnell wurde versucht zu beschwichtigen, die Branche erklärte, der massenhafte Karteneinzug habe nur vorbeugenden Charakter. Zum kompletten Ausmaß des Vorfalls äußerte sich die Kreditwirtschaft aber nie. Bei den Verbrauchern dürfte solch begrenzte Offenheit nur wenig dazu beitragen, das in der Finanzkrise angekratzte Vertrauen wieder herzustellen.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Bei Deutschlands Banken und Sparkassen ist seit Jahresbeginn Salami-Taktik angesagt: Es geht darum, Millionen von Verbrauchern zu erklären, warum ihre EC- und Kreditkarten nicht mehr funktionieren und welche Schritte die Branche dagegen unternehmen will. Doch informiert die Kreditwirtschaft darüber nur häppchenweise. Die für Bankenaufsicht zuständige Bundesbank reagierte deshalb verärgert und forderte eine bessere Informationspolitik. Doch ob diese kommt, ist mehr als fraglich: Einer der Grundsätze der Branche ist es, bei Problemen möglichst wenig Staub aufzuwirbeln. Bereits im Herbst mussten zehntausende Kreditkarten aus dem Verkehr gezogen werden. Und schon hier kamen Informationen nur zögerlich.</p>
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      <p>Seit Jahresbeginn gibt es in Deutschland Probleme mit 30 Millionen EC- und Kreditkarten. Verbraucher bekamen stellenweise kein Geld mehr an Bankautomaten, im Handel streikten vielfach Kartenlesegeräte an den Kassen. Zwar sind die Probleme an den Automaten mit einer provisorischen Lösung mittlerweile weitgehend behoben, im Handel ist aber noch bis Anfang kommender Woche mit Schwierigkeiten zu rechnen. Und beim Bezahlen im Ausland kann es noch länger zu Problemen kommen.</p>
      <h3>Zaghafte Weitergabe von Informationen</h3>
      <p>Bis Öffentlichkeit und Verbraucher erstmals über die massiven Probleme informiert wurden, dauerte es drei Tage. Erst am Montagnachmittag reagierte die Branche mit einer knapp eine Seite langen Pressemitteilung. Deren Inhalt war, dass die Probleme an Geldautomaten weitgehend gelöst seien. In den Tagen zuvor hatte es jedoch keinerlei Information darüber gegeben, dass überhaupt Probleme mit 30 der insgesamt 117 Millionen EC- und Kreditkarten aufgetreten waren. Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), der für die Branche spricht, reagierte also lediglich auf die Problemlage.</p>
      <p>Der für den Zahlungsverkehr zuständige Bundesbank-Vorstand, Hans Georg Fabritius, forderte deswegen, Banken und Sparkassen müssten "ihre Informationspolitik verbessern". Probleme dieser Größenordnung dürften "künftig nicht mehr auftreten", betonte Fabritius im "Handelsblatt" Der Fehler müsse analysiert werden. Der Fehler ist ein Programmierfehler auf den goldfarbenen Mikrochips auf EC- und Kreditkarten nach Art des Jahr-2000-Problems bei Computern: Die Software kann die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeiten.</p>
      <p>Die Kritik will die Branche nicht gelten lassen. "Den Vorwurf der Bundesbank können wir so nicht nachvollziehen", sagte eine ZKA-Sprecherin. Es seien Presseinformationen verschickt und Anfragen von Medienvertretern beantwortet worden. Dies dokumentiere das Bemühen der Kreditwirtschaft.</p>
      <p>Doch tatsächlich läuft die Informationspolitik der Branche ähnlich wie beim letzten großen Vorfall mit Zahlungskarten, der erst eineinhalb Monate zurückliegt. Hier tauschte die Branche hunderttausende Kreditkarten aus. Grund dafür waren Unregelmäßigkeiten bei einem spanischen Finanzdienstleister, der Kartenzahlungen abwickelt. Schnell wurde versucht zu beschwichtigen, die Branche erklärte, der massenhafte Karteneinzug habe nur vorbeugenden Charakter. Zum kompletten Ausmaß des Vorfalls äußerte sich die Kreditwirtschaft aber nie. Bei den Verbrauchern dürfte solch begrenzte Offenheit nur wenig dazu beitragen, das in der Finanzkrise angekratzte Vertrauen wieder herzustellen.</p>
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