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  <ntv:article ntv:readingtime="4" ntv:layout="detail" ntv:agency="AFP" ntv:publishdate="28.12.2009 16:13" ntv:section="Ratgeber" ntv:id="656931" ntv:homesection="Ratgeber" ntv:url="https://apps.n-tv.de/ratgeber/Ruf-nach-schaerferen-Gesetzen-article656931.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Ruf nach schärferen Gesetzen</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Teure Warteschleife</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Es ist ein weit verbreitetes Phänomen: Man ruft eine Service-Nummer an, steckt erstmal in der Warteschleife - und die dicke Rechnung folgt auf den Fuß. Nun fordern Verbraucherschützer schärfere Gesetze.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Verbraucher müssen bei Service-Telefonnummern einer Untersuchung zufolge teils noch immer hohe Gebühren zahlen und lange auf direkte Hilfe warten. Bei einer Stichprobe mit 300 Testgesprächen hätten Anrufer bis zu 23 Minuten in Warteschleifen verbracht und für wenige Minuten Gespräch bis zu 13 Euro gezahlt, teilte die Grünen-Bundestagsfraktion in Berlin mit. Verbraucherschützer forderten schärfere gesetzliche Vorgaben. <a href="http://www.n-tv.de/politik/Aigner-kappt-Abzocker-article657116.html" target="_self" rel="follow">Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kündigte inzwischen kostenlose Wartezeiten bei Servicehotlines &quot;in absehbarer Zeit&quot; an.</a></p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Getestet wurden nach Angaben der Grünen Service-Nummern mit der Vorwahl 0900, etwa bei Handy- und Internet-Anbietern oder Fluggesellschaften. Der Test fand demnach im Dezember bei insgesamt 50 Unternehmen mit bis zu zehn Anrufen an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Dabei stoppten die Tester die Zeit, ab der die vollen Gesprächsgebühren zwischen 24 Cent und 1,99 Euro pro Minute berechnet wurden.</p><h3>Teurer Internet-Anbieter</h3><p>Am meisten Zeit in der Warteschleife hätten die Test-Anrufer bei einem großen Anbieter für Internet-Anschlüsse verbracht - bei gleich mehreren Anrufen, teilte die Grünen-Bundestagsfraktion mit. Die Wartezeiten hätten zwischen mehr als elf und 23 Minuten betragen. Dafür seien die Minutengebühren mit 24 Cent noch vergleichsweise gering gewesen. Ebenfalls lange warteten die Test-Anrufer demnach bei einem Handy-Anbieter (elf Minuten) und einem Billig-Flieger (sieben Minuten).</p><p>Am teuersten in dem Test sei ein Gespräch bei einem Kartenlege-Service gewesen, teilte die Grünen-Fraktion mit. Hier hätten die Tester für sieben Gesprächsminuten insgesamt 13 Euro gezahlt. Bei dem Handy-Anbieter, bei dem Verbraucher auch lange in der Warteschleife warten mussten, seien für die elf Gesprächsminuten 9,80 Euro fällig geworden, bei dem Billig-Flieger mit den langen Wartezeiten 4,30 Euro für sieben Gesprächsminuten.</p><h3>Teure Beratung zum Hundetraining</h3><p>"Fast durchweg problematisch" seien die Telefon-Dienstleistungen kleinerer Anbieter gewesen, teilte die Grünen-Fraktion mit. Hier seien die Gebühren grundsätzlich am höchsten gewesen. Dabei habe es sich etwa um Rechtsberatung oder Hundetraining gehandelt. Überraschend gut hätten dagegen Billig-Anbieter von Handy-Tarifen mit vergleichsweise kurzen Warteschleifen abgeschnitten.</p><p>Grünen-Fraktionsvizechefin Bärbel Höhn forderte von der Bundesregierung ein Einschreiten. "Verbraucher sollten erst dann zahlen müssen, wenn sie einen Berater tatsächlich am anderen Ende der Leitung haben", erklärte Höhn. In Frankreich sei dies bereits schon so geregelt. Deutschland müsse hier "schnellstmöglich" gleichziehen.</p><div id="native11"></div><p>"Bei vielen Anbietern scheinen die teuren Warteschleifen zum Geschäftsmodell zu gehören", kritisierte Höhn. Ohne konkrete Gegenleistung für den Verbraucher würden hier viele Millionen Euro verdient. Die vorherige Bundesregierung habe trotz entsprechender Ankündigungen nicht für Verbesserungen gesorgt.</p><h3>Erst prüfen, dann telefonieren</h3><p>Ein Blick auf die Vorwahl von Service-Rufnummern hilft schon oft vor Gesprächsbeginn, die zu erwartenden Kosten einzuschätzen.</p><div id="mid1"></div><p><b>0800:</b> Die Vorwahl ermöglicht kostenfreie Anrufe bei Service-Hotlines rund um die Uhr - auch mit dem Handy. Die Kosten übernehmen Unternehmen oder Behörden, die eine solche Rufnummer eingerichtet haben. Nach Angaben des Telefon-Tarifportals teltarif sind aber viele 0800-Nummern für Anrufe von Handys und aus Telefonzellen gesperrt - wegen der Kosten für die Unternehmen.</p><p><b>0180:</b> Hier teilen sich Verbraucher und Unternehmen die Kosten. Von den 0180-Nummern gibt es verschiedene Varianten, bei denen für den Anrufer unterschiedlich Kosten anfallen. Unter <b>0180-1 </b>entstehen Gebühren von vier Cent für jede angefangene Minute bei Anrufen aus dem Telekom-Festnetz, bei <b>0180-3 </b>sind es neun Cent, und bei <b>0180-5 </b>fallen 14 Cent an. Bei der Vorwahl <b>0180-2</b> zahlen Verbraucher eine Pauschale von sechs Cent pro Anruf, unter <b>0180-4 </b>sind es 20 Cent. Für Anrufe von Handys zu diesen Nummern weichen die Gebühren in aller Regel deutlich ab, über die Kosten informieren die Netz-Betreiber. Ab dem 1. März gilt für Handy-Anrufe eine Obergrenze von 42 Cent pro Minute oder 60 Cent pro Anruf.</p><p><b>0137 und 0138:</b> Bei beiden Vorwahlen handelt es sich um Nummern, die vor allem Fernsehsender für Gewinnspiele oder bei Abstimmungen einsetzen. Für die Sender hat sich dies zu einer erheblichen Einnahmequelle neben der Werbung entwickelt. Unter <b>0137-1</b> und <b>0137-5 </b>kostet der Anruf pauschal 14 Cent aus dem Telekom-Festnetz. Unter <b>0137-6</b> sind es einmalig 25 Cent, bei <b>0137-7</b> ein Euro, bei <b>0137-8</b> und <b>0137-9</b> sind es 50 Cent. Auf Minutenbasis erfolgt die Abrechnung unter <b>0137-2, 0137-3, 0137-4 und 0138. </b>Jede angefangene Minute kostet hier 14 Cent. Die Kosten für Anrufe vom Handy weichen hiervon ebenfalls in aller Regel deutlich ab.</p><p><b>0900: </b>Hinter der Vorwahl verbergen sich in aller Regel Service-Hotlines von Unternehmen oder Unterhaltungsangebote, bei denen Anrufe mitunter sehr kostspielig werden können. Feste Gebührenvorgaben für die Anbieter gibt es nicht. Das Telekommunikationsgesetz sieht lediglich bestimmte Höchstgrenzen für die Telefongebühren vor. So darf ein Anruf unter einer 0900-Nummer nach Angaben der Bundesnetzagentur pro Minute höchstens drei Euro kosten und muss nach spätestens 60 Minuten automatisch beendet werden. Daneben können sich Anbieter für eine zeitunabhängige Abrechnungsvariante entscheiden, die nur eine Gebühren-Obergrenze von 30 Euro vorschreibt. Der Gebühren für 0900-Verbindungen müssen dem Verbraucher vor Beginn der Berechnung angesagt werden.</p><p><b>118:</b> Hier handelt es sich um Auskunfts-Rufnummern, unter denen Verbrauchern ebenfalls hohe Kosten entstehen können. Ein Beispiel für eine Auskunfts-Nummer ist die Telefon-Auskunft der Deutschen Telekom unter 11833. Ein Anruf aus dem Telekom-Festnetz kostet hier 1,99 Euro pro Minute. Für die Vermittlung von Gesprächen fallen weitere Gebühren an.</p>]]></ntv:field>
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      <p>
        Verbraucher müssen bei Service-Telefonnummern einer Untersuchung zufolge teils noch immer hohe Gebühren zahlen und lange auf direkte Hilfe warten. Bei einer Stichprobe mit 300 Testgesprächen hätten Anrufer bis zu 23 Minuten in Warteschleifen verbracht und für wenige Minuten Gespräch bis zu 13 Euro gezahlt, teilte die Grünen-Bundestagsfraktion in Berlin mit. Verbraucherschützer forderten schärfere gesetzliche Vorgaben.
        <a href="http://www.n-tv.de/politik/Aigner-kappt-Abzocker-article657116.html" target="_self" rel="follow">Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kündigte inzwischen kostenlose Wartezeiten bei Servicehotlines "in absehbarer Zeit" an.</a>
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      <p>Getestet wurden nach Angaben der Grünen Service-Nummern mit der Vorwahl 0900, etwa bei Handy- und Internet-Anbietern oder Fluggesellschaften. Der Test fand demnach im Dezember bei insgesamt 50 Unternehmen mit bis zu zehn Anrufen an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Dabei stoppten die Tester die Zeit, ab der die vollen Gesprächsgebühren zwischen 24 Cent und 1,99 Euro pro Minute berechnet wurden.</p>
      <h3>Teurer Internet-Anbieter</h3>
      <p>Am meisten Zeit in der Warteschleife hätten die Test-Anrufer bei einem großen Anbieter für Internet-Anschlüsse verbracht - bei gleich mehreren Anrufen, teilte die Grünen-Bundestagsfraktion mit. Die Wartezeiten hätten zwischen mehr als elf und 23 Minuten betragen. Dafür seien die Minutengebühren mit 24 Cent noch vergleichsweise gering gewesen. Ebenfalls lange warteten die Test-Anrufer demnach bei einem Handy-Anbieter (elf Minuten) und einem Billig-Flieger (sieben Minuten).</p>
      <p>Am teuersten in dem Test sei ein Gespräch bei einem Kartenlege-Service gewesen, teilte die Grünen-Fraktion mit. Hier hätten die Tester für sieben Gesprächsminuten insgesamt 13 Euro gezahlt. Bei dem Handy-Anbieter, bei dem Verbraucher auch lange in der Warteschleife warten mussten, seien für die elf Gesprächsminuten 9,80 Euro fällig geworden, bei dem Billig-Flieger mit den langen Wartezeiten 4,30 Euro für sieben Gesprächsminuten.</p>
      <h3>Teure Beratung zum Hundetraining</h3>
      <p>"Fast durchweg problematisch" seien die Telefon-Dienstleistungen kleinerer Anbieter gewesen, teilte die Grünen-Fraktion mit. Hier seien die Gebühren grundsätzlich am höchsten gewesen. Dabei habe es sich etwa um Rechtsberatung oder Hundetraining gehandelt. Überraschend gut hätten dagegen Billig-Anbieter von Handy-Tarifen mit vergleichsweise kurzen Warteschleifen abgeschnitten.</p>
      <p>Grünen-Fraktionsvizechefin Bärbel Höhn forderte von der Bundesregierung ein Einschreiten. "Verbraucher sollten erst dann zahlen müssen, wenn sie einen Berater tatsächlich am anderen Ende der Leitung haben", erklärte Höhn. In Frankreich sei dies bereits schon so geregelt. Deutschland müsse hier "schnellstmöglich" gleichziehen.</p>
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      <p>"Bei vielen Anbietern scheinen die teuren Warteschleifen zum Geschäftsmodell zu gehören", kritisierte Höhn. Ohne konkrete Gegenleistung für den Verbraucher würden hier viele Millionen Euro verdient. Die vorherige Bundesregierung habe trotz entsprechender Ankündigungen nicht für Verbesserungen gesorgt.</p>
      <h3>Erst prüfen, dann telefonieren</h3>
      <p>Ein Blick auf die Vorwahl von Service-Rufnummern hilft schon oft vor Gesprächsbeginn, die zu erwartenden Kosten einzuschätzen.</p>
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      <p>
        <b>0800:</b>
        Die Vorwahl ermöglicht kostenfreie Anrufe bei Service-Hotlines rund um die Uhr - auch mit dem Handy. Die Kosten übernehmen Unternehmen oder Behörden, die eine solche Rufnummer eingerichtet haben. Nach Angaben des Telefon-Tarifportals teltarif sind aber viele 0800-Nummern für Anrufe von Handys und aus Telefonzellen gesperrt - wegen der Kosten für die Unternehmen.
      </p>
      <p>
        <b>0180:</b>
        Hier teilen sich Verbraucher und Unternehmen die Kosten. Von den 0180-Nummern gibt es verschiedene Varianten, bei denen für den Anrufer unterschiedlich Kosten anfallen. Unter
        <b>0180-1</b>
        entstehen Gebühren von vier Cent für jede angefangene Minute bei Anrufen aus dem Telekom-Festnetz, bei
        <b>0180-3</b>
        sind es neun Cent, und bei
        <b>0180-5</b>
        fallen 14 Cent an. Bei der Vorwahl
        <b>0180-2</b>
        zahlen Verbraucher eine Pauschale von sechs Cent pro Anruf, unter
        <b>0180-4</b>
        sind es 20 Cent. Für Anrufe von Handys zu diesen Nummern weichen die Gebühren in aller Regel deutlich ab, über die Kosten informieren die Netz-Betreiber. Ab dem 1. März gilt für Handy-Anrufe eine Obergrenze von 42 Cent pro Minute oder 60 Cent pro Anruf.
      </p>
      <p>
        <b>0137 und 0138:</b>
        Bei beiden Vorwahlen handelt es sich um Nummern, die vor allem Fernsehsender für Gewinnspiele oder bei Abstimmungen einsetzen. Für die Sender hat sich dies zu einer erheblichen Einnahmequelle neben der Werbung entwickelt. Unter
        <b>0137-1</b>
        und
        <b>0137-5</b>
        kostet der Anruf pauschal 14 Cent aus dem Telekom-Festnetz. Unter
        <b>0137-6</b>
        sind es einmalig 25 Cent, bei
        <b>0137-7</b>
        ein Euro, bei
        <b>0137-8</b>
        und
        <b>0137-9</b>
        sind es 50 Cent. Auf Minutenbasis erfolgt die Abrechnung unter
        <b>0137-2, 0137-3, 0137-4 und 0138.</b>
        Jede angefangene Minute kostet hier 14 Cent. Die Kosten für Anrufe vom Handy weichen hiervon ebenfalls in aller Regel deutlich ab.
      </p>
      <p>
        <b>0900:</b>
        Hinter der Vorwahl verbergen sich in aller Regel Service-Hotlines von Unternehmen oder Unterhaltungsangebote, bei denen Anrufe mitunter sehr kostspielig werden können. Feste Gebührenvorgaben für die Anbieter gibt es nicht. Das Telekommunikationsgesetz sieht lediglich bestimmte Höchstgrenzen für die Telefongebühren vor. So darf ein Anruf unter einer 0900-Nummer nach Angaben der Bundesnetzagentur pro Minute höchstens drei Euro kosten und muss nach spätestens 60 Minuten automatisch beendet werden. Daneben können sich Anbieter für eine zeitunabhängige Abrechnungsvariante entscheiden, die nur eine Gebühren-Obergrenze von 30 Euro vorschreibt. Der Gebühren für 0900-Verbindungen müssen dem Verbraucher vor Beginn der Berechnung angesagt werden.
      </p>
      <p>
        <b>118:</b>
        Hier handelt es sich um Auskunfts-Rufnummern, unter denen Verbrauchern ebenfalls hohe Kosten entstehen können. Ein Beispiel für eine Auskunfts-Nummer ist die Telefon-Auskunft der Deutschen Telekom unter 11833. Ein Anruf aus dem Telekom-Festnetz kostet hier 1,99 Euro pro Minute. Für die Vermittlung von Gesprächen fallen weitere Gebühren an.
      </p>
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