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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="sla/rts/AFP" ntv:publishdate="18.07.2010 12:41" ntv:section="Wirtschaft" ntv:id="1082411" ntv:homesection="Wirtschaft" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wirtschaft/Bund-sieht-staerkeres-Wachstum-article1082411.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Bund sieht stärkeres Wachstum</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Konjunktur übertrifft Erwartungen</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Ungeachtet der weiter spürbaren Folgen der Finanzkrise wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr stärker wachsen als zunächst angenommen. Entgegen der Euphorie in Berlin misstrauen die Bürger noch dem Aufschwung.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die Konjunktur in Deutschland hat im zweiten Quartal nach Einschätzung der Bundesregierung stärker zugelegt als erwartet. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, geht die Regierung in einer internen Prognose von einem Wirtschaftswachstum im zweiten Vierteljahr von über 1,5 Prozent aus. Bisher habe sie für die Monate April bis Juni nur mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Wenn dieser Trend anhalte, werde die Wachstumsrate laut Regierungsschätzung in diesem Jahr deutlich über zwei Prozent liegen. Davon gehen inzwischen auch Forschungsinstitute und Banken vielfach aus. Das Statistische Bundesamt gibt am 13. August erste Zahlen über die Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal bekannt.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="770807"></div><p>Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zeigte sich überzeugt, dass die bisherige Wachstumsannahme der Regierung für dieses Jahr von 1,4 Prozent übertroffen wird. "Ich bin sicher, es wird am Ende des Jahres deutlich mehr sein", sagte Brüderle der Berliner Tageszeitung "B.Z. am Sonntag". "Diese Entwicklung wird sich im nächsten Jahr fortsetzen, weil der Konjunkturmotor über den Export hinaus angesprungen ist." Noch im Laufe des Jahres werde die Arbeitslosenzahl unter drei Millionen sinken.</p><p>In der Zeitschrift "Super Illu" sagte der Minister, angesichts der "starken Wachstumsdynamik" in Deutschland könne nun "Schritt für Schritt in die Normalität der sozialen Marktwirtschaft" zurückgekehrt werden. "Nach dem konjunkturellen Schmuddelwetter ist es Zeit, die Rettungsschirme allmählich wieder zusammenzuklappen", sagte Brüderle mit Blick auf die nach Ausbruch der Finanzkrise von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramme.</p><h3>Export zieht wieder mit</h3><div id="1082401"></div><p>Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, sagte der "Rheinpfalz am Sonntag", der Export habe die Funktion als Motor für die deutsche Wirtschaft wieder übernommen. Die Ausfuhren hätten im ersten Halbjahr selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen. Wachstumstreiber seien die Schwellenländer, allen voran China. Von Januar bis Mai seien die Exporte insgesamt um 30 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. </p><p>Gleichzeitig warnte Börner davor, die Krise voreilig als überwunden zu betrachten. Der "Stresstest" für die Konjunktur stehe noch aus, so der Verbandschef. Viele Probleme wie die Schuldenkrise seien bislang noch ungelöst, im Fall des knapp dem Staatsbankrott entgangenen Griechenland sei durch die Rettungspakete lediglich Zeit erkauft worden. </p><h3>Bürger noch misstrauisch</h3><p>Die meisten Bürger teilen jedoch nicht die Euphorie in Berlin sondern misstrauen noch dem Aufschwung. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Allensbach-Umfrage. Nur 22 Prozent der Deutschen rechneten für die kommenden sechs Monate mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, 38 Prozent dagegen mit einem konjunkturellen Rückschlag, schrieb Allensbach-Chefin Renate Köcher in dem Magazin. Die rasche Abfolge von Finanzmarktkrise, Rezession und der Krise der Währungsunion habe das Vertrauen unterminiert. Drei Viertel der Befragten sagten demnach sogar aus, dass die Verhältnisse in Deutschland derzeit Anlass zur Beunruhigung gäben. "Vergleichbar besorgt waren die Bürger zuletzt während der Wachstumsschwäche im Jahr 2003."</p>]]></ntv:field>
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      <p>Die Konjunktur in Deutschland hat im zweiten Quartal nach Einschätzung der Bundesregierung stärker zugelegt als erwartet. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, geht die Regierung in einer internen Prognose von einem Wirtschaftswachstum im zweiten Vierteljahr von über 1,5 Prozent aus. Bisher habe sie für die Monate April bis Juni nur mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Wenn dieser Trend anhalte, werde die Wachstumsrate laut Regierungsschätzung in diesem Jahr deutlich über zwei Prozent liegen. Davon gehen inzwischen auch Forschungsinstitute und Banken vielfach aus. Das Statistische Bundesamt gibt am 13. August erste Zahlen über die Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal bekannt.</p>
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      <p>Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zeigte sich überzeugt, dass die bisherige Wachstumsannahme der Regierung für dieses Jahr von 1,4 Prozent übertroffen wird. "Ich bin sicher, es wird am Ende des Jahres deutlich mehr sein", sagte Brüderle der Berliner Tageszeitung "B.Z. am Sonntag". "Diese Entwicklung wird sich im nächsten Jahr fortsetzen, weil der Konjunkturmotor über den Export hinaus angesprungen ist." Noch im Laufe des Jahres werde die Arbeitslosenzahl unter drei Millionen sinken.</p>
      <p>In der Zeitschrift "Super Illu" sagte der Minister, angesichts der "starken Wachstumsdynamik" in Deutschland könne nun "Schritt für Schritt in die Normalität der sozialen Marktwirtschaft" zurückgekehrt werden. "Nach dem konjunkturellen Schmuddelwetter ist es Zeit, die Rettungsschirme allmählich wieder zusammenzuklappen", sagte Brüderle mit Blick auf die nach Ausbruch der Finanzkrise von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramme.</p>
      <h3>Export zieht wieder mit</h3>
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      <p>Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, sagte der "Rheinpfalz am Sonntag", der Export habe die Funktion als Motor für die deutsche Wirtschaft wieder übernommen. Die Ausfuhren hätten im ersten Halbjahr selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen. Wachstumstreiber seien die Schwellenländer, allen voran China. Von Januar bis Mai seien die Exporte insgesamt um 30 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen.</p>
      <p>Gleichzeitig warnte Börner davor, die Krise voreilig als überwunden zu betrachten. Der "Stresstest" für die Konjunktur stehe noch aus, so der Verbandschef. Viele Probleme wie die Schuldenkrise seien bislang noch ungelöst, im Fall des knapp dem Staatsbankrott entgangenen Griechenland sei durch die Rettungspakete lediglich Zeit erkauft worden.</p>
      <h3>Bürger noch misstrauisch</h3>
      <p>Die meisten Bürger teilen jedoch nicht die Euphorie in Berlin sondern misstrauen noch dem Aufschwung. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Allensbach-Umfrage. Nur 22 Prozent der Deutschen rechneten für die kommenden sechs Monate mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, 38 Prozent dagegen mit einem konjunkturellen Rückschlag, schrieb Allensbach-Chefin Renate Köcher in dem Magazin. Die rasche Abfolge von Finanzmarktkrise, Rezession und der Krise der Währungsunion habe das Vertrauen unterminiert. Drei Viertel der Befragten sagten demnach sogar aus, dass die Verhältnisse in Deutschland derzeit Anlass zur Beunruhigung gäben. "Vergleichbar besorgt waren die Bürger zuletzt während der Wachstumsschwäche im Jahr 2003."</p>
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