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  <ntv:article ntv:readingtime="1" ntv:layout="detail" ntv:agency="ddi/rts/dpa" ntv:publishdate="30.07.2009 09:44" ntv:section="Wirtschaft" ntv:id="440865" ntv:homesection="Wirtschaft" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wirtschaft/Bundesbank-Anlage-verwundert-article440865.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Bundesbank-Anlage verwundert</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Zockerei bei der HRE</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Eine Pleite des Immobilienfinanzierers wäre nach einem Zeitungsbericht auch die Bundesbank und die Finanzaufsichtsbehörde BaFin teuer zu stehen gekommen. Die Bundesbank hatte ausgerechnet am HRE-Rettungswochenende im vergangenen September selbst rund 2,3 Mrd. Euro bei der HRE angelegt, davon 5,0 Mio. für die BaFin.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Das "Handelsblatt" meldet unter Berufung auf einen als geheim eingestuften Bericht der Bundesbank, der ihr vorliege, die Bundesbank habe ausgerechnet am Wochenende vom 26. bis 28. September vergangenen Jahres, als sie selbst an der dramatischen Rettungsaktion für die HRE beteiligt war, rund 2,3 Mrd. Euro beim HRE-Konzern angelegt, davon auch eine Summe von rund fünf Mio. Euro für die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Die Bundesbank habe sich zu dem Thema nicht äußern wollen, schreibt das "Handelsblatt" weiter.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Das "Handelsblatt" zog aus diesen Informationen den Schluss, die beiden obersten Bankenkontrolleure in Deutschland, die Bundesbank und die BaFin, hätten sich in der entscheidenden Phase der HRE-Rettung in einem schweren Interessenkonflikt befunden. Bundesbank-Chef Axel Weber hatte ebenso wie BaFin-Chef Jochen Sanio an den Sitzungen Ende September teilgenommen, bei denen letztlich ein Rettungspaket für die HRE beschlossen wurde.</p><p>Das Dokument, auf das sich das Handelsblatt bezog, trägt der Zeitung zufolge das Datum 28. September - also unmittelbar die Zeit der Rettungsaktion. Einen Tag zuvor hätten Weber und Sanio an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wegen der Probleme des Immobilienfinanzierers geschrieben und die Bankenrettung als alternativlos bezeichnet. Bei der Anlagesumme der Bundesbank von 2,3 Mrd. Euro bei der HRE handele es sich hauptsächlich um Pensionsrückstellungen der Kunden, darunter auch 265 Mio. Euro der Bundesagentur für Arbeit.</p><h3>"HRE-Pleite hätte Apocalypse now bedeutet"</h3><p>Weber und Sanio wurden heute im Untersuchungsausschuss des Bundestages gehört, der die die Vorgänge bei der HRE und ihre Verantwortlichkeiten - insbesondere die des Bundesfinanzministeriums - klären soll.</p><p>Sanio beschrieb die Folgen eines Scheitern der Rettungsbemühungen Ende September 2008 mit den Worten: "Sie wären am Montagmorgen aufgewacht und hätten sich in dem Film 'Apocalypse Now' wiedergefunden."</p><p>"Das Kreditwesen hätte die Insolvenz der HRE nicht überlebt, das hätte den Untergang des Weltfinanzsystems bedeutet", so Sanio weiter. An dem Wochenende war die HRE mit Milliardenbeträgen mühsam stabilisiert worden. </p><div id="native11"></div><h3>Beobachter sehen Interessenskonflikt</h3><p>Dem Bericht zufolge sollen die Aufseher von BaFin und Bundesbank im Herbst vergangenen Jahres zwar gewusst haben, dass sich die Refinanzierungsstruktur der HRE nach der 2007 erfolgten Übernahme der Depfa kräftig verschlechtert hatte, schreibt die Zeitung. Sie hätten dies in ihren Berichten regelmäßig dokumentiert. Offensichtlich habe die Bundesbank dies aber nicht zum Anlass genommen, ihre Anlagepolitik zu ändern.</p><p>Aus Sicht von Finanzexperten stelle sich die Frage, ob die Bundesbank nicht in einem institutionalisierten Interessenkonflikt stehe. Sie lege Mittel als Treuhänder bei Banken an, die sie gleichzeitig kontrolliere.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Das "Handelsblatt" meldet unter Berufung auf einen als geheim eingestuften Bericht der Bundesbank, der ihr vorliege, die Bundesbank habe ausgerechnet am Wochenende vom 26. bis 28. September vergangenen Jahres, als sie selbst an der dramatischen Rettungsaktion für die HRE beteiligt war, rund 2,3 Mrd. Euro beim HRE-Konzern angelegt, davon auch eine Summe von rund fünf Mio. Euro für die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Die Bundesbank habe sich zu dem Thema nicht äußern wollen, schreibt das "Handelsblatt" weiter.</p>
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      <p>Das "Handelsblatt" zog aus diesen Informationen den Schluss, die beiden obersten Bankenkontrolleure in Deutschland, die Bundesbank und die BaFin, hätten sich in der entscheidenden Phase der HRE-Rettung in einem schweren Interessenkonflikt befunden. Bundesbank-Chef Axel Weber hatte ebenso wie BaFin-Chef Jochen Sanio an den Sitzungen Ende September teilgenommen, bei denen letztlich ein Rettungspaket für die HRE beschlossen wurde.</p>
      <p>Das Dokument, auf das sich das Handelsblatt bezog, trägt der Zeitung zufolge das Datum 28. September - also unmittelbar die Zeit der Rettungsaktion. Einen Tag zuvor hätten Weber und Sanio an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wegen der Probleme des Immobilienfinanzierers geschrieben und die Bankenrettung als alternativlos bezeichnet. Bei der Anlagesumme der Bundesbank von 2,3 Mrd. Euro bei der HRE handele es sich hauptsächlich um Pensionsrückstellungen der Kunden, darunter auch 265 Mio. Euro der Bundesagentur für Arbeit.</p>
      <h3>"HRE-Pleite hätte Apocalypse now bedeutet"</h3>
      <p>Weber und Sanio wurden heute im Untersuchungsausschuss des Bundestages gehört, der die die Vorgänge bei der HRE und ihre Verantwortlichkeiten - insbesondere die des Bundesfinanzministeriums - klären soll.</p>
      <p>Sanio beschrieb die Folgen eines Scheitern der Rettungsbemühungen Ende September 2008 mit den Worten: "Sie wären am Montagmorgen aufgewacht und hätten sich in dem Film 'Apocalypse Now' wiedergefunden."</p>
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      <h3>Beobachter sehen Interessenskonflikt</h3>
      <p>Dem Bericht zufolge sollen die Aufseher von BaFin und Bundesbank im Herbst vergangenen Jahres zwar gewusst haben, dass sich die Refinanzierungsstruktur der HRE nach der 2007 erfolgten Übernahme der Depfa kräftig verschlechtert hatte, schreibt die Zeitung. Sie hätten dies in ihren Berichten regelmäßig dokumentiert. Offensichtlich habe die Bundesbank dies aber nicht zum Anlass genommen, ihre Anlagepolitik zu ändern.</p>
      <p>Aus Sicht von Finanzexperten stelle sich die Frage, ob die Bundesbank nicht in einem institutionalisierten Interessenkonflikt stehe. Sie lege Mittel als Treuhänder bei Banken an, die sie gleichzeitig kontrolliere.</p>
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