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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="nne/rts" ntv:publishdate="22.12.2011 15:53" ntv:section="Wirtschaft" ntv:id="5065151" ntv:homesection="Wirtschaft" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wirtschaft/Inflation-frisst-Lohnanstieg-fast-auf-article5065151.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Inflation frisst Lohnanstieg fast auf</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Was vom Aufschwung übrig bleibt</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Die Krise kommt im Geldbeutel der Arbeitnehmer in Deutschland an: Die Löhne steigen nicht nur langsamer, sondern sie werden auch zu einem großen Teil von Preissteigerungen aufgefressen. Unter dem Strich bleibt Arbeitnehmern im dritten Quartal ein Anstieg der Reallöhne von 0,6 Prozent, so wenig wie zuletzt vor zwei Jahren. In vielen Branchen sinkt die Kaufkraft der Beschäftigten sogar.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die Inflation nagt an den Einkommen der Deutschen. Die Reallöhne stiegen im dritten Quartal so langsam wie seit fast zwei Jahren nicht mehr, weil steigende Preise den größten Teil der Verdienstzuwächse zunichtemachten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt für das kommende Jahr eine geringere Teuerung voraus, aber auch langsamer steigende Löhne.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die Reallöhne lagen nur noch um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, teilte das Statistische Bundesamt mit. Eine schlechtere Entwicklung gab es zuletzt Ende 2009, als die Kaufkraft sogar um 0,4 Prozent schrumpfte. Im Frühjahr hatte es noch ein kräftiges Plus von 1,9 Prozent, zu Jahresbeginn sogar von 2,0 Prozent gegeben. Die Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer kletterten in den Sommermonaten nur noch um rund drei Prozent - in der ersten Jahreshälfte waren es mehr als vier Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbraucherpreise mit 2,5 Prozent so stark wie seit drei Jahren nicht mehr.</p><h3>"Es bleibt ein reales Plus übrig"</h3><p>Trotz der befürchteten Konjunkturflaute wird die Kaufkraft der Arbeitnehmer nach Prognose des DIW auch im kommenden Jahr zulegen. "Es bleibt ein reales Plus übrig", sagte Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Viele Tarifanhebungen wurden in einem extrem guten Konjunkturumfeld vereinbart, treten aber erst 2012 in Kraft." Die Beschäftigten der Postbank, im Bauhauptgewerbe und in vielen anderen Branchen haben Lohnanhebungen von mehr als zwei Prozent vereinbart. "Die Inflationsrate wird relativ schnell unter diese Marke fallen", sagte Fichtner. Das Ifo-Institut etwa rechnet mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,8 Prozent - nach 2,3 Prozent in diesem Jahr.</p><p>Arbeitnehmer, die ihre Lohnabschlüsse erst 2012 verhandeln, dürften aber schlechtere Karten haben. "Die schwache Konjunktur begrenzt ihren Verhandlungsspielraum", sagte Fichtner. Lohnrunden stehen unter anderem im öffentlichen Dienst (Bund und Länder), in der Metall- und Elektroindustrie und bei Volkswagen an. Wegen der von der Schuldenkrise ausgehenden Verunsicherung trauen die meisten Experten der deutschen Wirtschaft 2012 nur ein Mini-Wachstum zu, nach kräftigen drei Prozent in diesem Jahr. "Der Konsum wird weiter steigen, aber langsamer", sagte Fichtner. "Wegen der Verunsicherung über den Fortgang der Krise werden die Verbraucher wieder mehr auf die hohe Kante legen."</p><h3>Industrie mit größtem Plus</h3><p>Die Lohnentwicklung in den Branchen fiel im Sommer höchst unterschiedlich aus. In der Industrie stiegen die Verdienste mit 4,3 Prozent besonders stark. Auch im Bergbau und bei vielen Dienstleistern lag der Anstieg über der Inflationsrate, so dass die Beschäftigten real mehr in der Tasche hatten. In der öffentlichen Verwaltung (plus 1,8 Prozent), im Bereich Erziehung und Unterricht (plus 1,1 Prozent), bei Banken und Versicherungen (plus 2,0 Prozent), im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 2,1 Prozent), im Gastgewerbe (plus 2,2 Prozent) sowie im Handel (plus 2,4 Prozent) stiegen die Löhne dagegen langsamer als die Preise.</p><p>Hinter solchen Durchschnittswerten verbirgt sich dem Sachverständigenrat zufolge eine zunehmende Spreizung der Lohnstruktur. "Der zunehmende Wettbewerb der Unternehmen um qualifizierte Fachkräfte und die damit einhergehenden Lohnzuwächse erfassen nicht gering qualifizierte Arbeitskräfte", schrieben sie in ihrem aktuellen Gutachten.</p><div id="native11"></div><h3>Im Schnitt 3322 Euro brutto</h3><p>Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im Schnitt 3322 Euro brutto im Monat - Sonderzahlungen sind darin nicht berücksichtigt. Am meisten bekommen die Beschäftigten in der Energieversorgung mit 4376 Euro, im Bereich Information und Kommunikation mit 4370 Euro sowie bei Banken und Versicherungen mit 4357 Euro. Am wenigsten zahlt das Gastgewerbe mit 1944 Euro.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Die Inflation nagt an den Einkommen der Deutschen. Die Reallöhne stiegen im dritten Quartal so langsam wie seit fast zwei Jahren nicht mehr, weil steigende Preise den größten Teil der Verdienstzuwächse zunichtemachten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt für das kommende Jahr eine geringere Teuerung voraus, aber auch langsamer steigende Löhne.</p>
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      <p>Die Reallöhne lagen nur noch um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, teilte das Statistische Bundesamt mit. Eine schlechtere Entwicklung gab es zuletzt Ende 2009, als die Kaufkraft sogar um 0,4 Prozent schrumpfte. Im Frühjahr hatte es noch ein kräftiges Plus von 1,9 Prozent, zu Jahresbeginn sogar von 2,0 Prozent gegeben. Die Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer kletterten in den Sommermonaten nur noch um rund drei Prozent - in der ersten Jahreshälfte waren es mehr als vier Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbraucherpreise mit 2,5 Prozent so stark wie seit drei Jahren nicht mehr.</p>
      <h3>"Es bleibt ein reales Plus übrig"</h3>
      <p>Trotz der befürchteten Konjunkturflaute wird die Kaufkraft der Arbeitnehmer nach Prognose des DIW auch im kommenden Jahr zulegen. "Es bleibt ein reales Plus übrig", sagte Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Viele Tarifanhebungen wurden in einem extrem guten Konjunkturumfeld vereinbart, treten aber erst 2012 in Kraft." Die Beschäftigten der Postbank, im Bauhauptgewerbe und in vielen anderen Branchen haben Lohnanhebungen von mehr als zwei Prozent vereinbart. "Die Inflationsrate wird relativ schnell unter diese Marke fallen", sagte Fichtner. Das Ifo-Institut etwa rechnet mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,8 Prozent - nach 2,3 Prozent in diesem Jahr.</p>
      <p>Arbeitnehmer, die ihre Lohnabschlüsse erst 2012 verhandeln, dürften aber schlechtere Karten haben. "Die schwache Konjunktur begrenzt ihren Verhandlungsspielraum", sagte Fichtner. Lohnrunden stehen unter anderem im öffentlichen Dienst (Bund und Länder), in der Metall- und Elektroindustrie und bei Volkswagen an. Wegen der von der Schuldenkrise ausgehenden Verunsicherung trauen die meisten Experten der deutschen Wirtschaft 2012 nur ein Mini-Wachstum zu, nach kräftigen drei Prozent in diesem Jahr. "Der Konsum wird weiter steigen, aber langsamer", sagte Fichtner. "Wegen der Verunsicherung über den Fortgang der Krise werden die Verbraucher wieder mehr auf die hohe Kante legen."</p>
      <h3>Industrie mit größtem Plus</h3>
      <p>Die Lohnentwicklung in den Branchen fiel im Sommer höchst unterschiedlich aus. In der Industrie stiegen die Verdienste mit 4,3 Prozent besonders stark. Auch im Bergbau und bei vielen Dienstleistern lag der Anstieg über der Inflationsrate, so dass die Beschäftigten real mehr in der Tasche hatten. In der öffentlichen Verwaltung (plus 1,8 Prozent), im Bereich Erziehung und Unterricht (plus 1,1 Prozent), bei Banken und Versicherungen (plus 2,0 Prozent), im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 2,1 Prozent), im Gastgewerbe (plus 2,2 Prozent) sowie im Handel (plus 2,4 Prozent) stiegen die Löhne dagegen langsamer als die Preise.</p>
      <p>Hinter solchen Durchschnittswerten verbirgt sich dem Sachverständigenrat zufolge eine zunehmende Spreizung der Lohnstruktur. "Der zunehmende Wettbewerb der Unternehmen um qualifizierte Fachkräfte und die damit einhergehenden Lohnzuwächse erfassen nicht gering qualifizierte Arbeitskräfte", schrieben sie in ihrem aktuellen Gutachten.</p>
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      <h3>Im Schnitt 3322 Euro brutto</h3>
      <p>Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im Schnitt 3322 Euro brutto im Monat - Sonderzahlungen sind darin nicht berücksichtigt. Am meisten bekommen die Beschäftigten in der Energieversorgung mit 4376 Euro, im Bereich Information und Kommunikation mit 4370 Euro sowie bei Banken und Versicherungen mit 4357 Euro. Am wenigsten zahlt das Gastgewerbe mit 1944 Euro.</p>
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