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    <ntv:field ntv:name="headline">Rätsel um US-Börsencrash gelöst</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Ein Händler, ein Geschäft</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Es war ein Händler, der mit einem ganz alltäglichen Geschäft den Dow Jones binnen Minuten in die Knie gezwungen hat. Die US-Regulierungsbehörden haben das Rätsel um den Kurssturz an der Wall Street gelöst.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Das Rätsel um den mysteriösen Kurssturz an der New Yorker Börse vor fünf Monaten ist gelöst. Nach Angaben der US-Regulierungsbehörden verursachte damals ein einzelner Händler mit einem ganz alltäglichen Geschäft den dramatischen Einbruch des weltweit bekanntesten Börsenindex.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Demnach sank der Dow Jones am 6. Mai um satte 10 Prozent, weil ein Investmentfonds eine Transaktion von Terminkontrakten ungewöhnlich schnell abwickelte, wie US-Medien berichteten. Damals war binnen Minuten ein Börsenwert von gut 800 Mrd. Dollar vernichtet worden.</p><p>Auf 104 Seiten schildern die Börsenaufsichten SEC und CTFC, wie ein eigentlich ganz gewöhnlicher Handel eine unheilvolle Kettenreaktion in Gang setzte - und damit den nach Punkten größten Kurssturz seit 1987 verursachte. Ausgangspunkt für den sogenannten "Flash Crash" sei der Verkauf von 75.000 sogenannten E-Mini- Wertpapiere gewesen - eigentlich ein reguläres Absicherungsgeschäft. Doch angesichts des mit 4,1 Mrd. Dollar recht großen Volumens und der rasanten Abwicklung des Geschäfts durch ein Computerprogramm sei ein Dominoeffekt ausgelöst worden.</p><h3>Markt war überreizt</h3><p>Der Markt sei wegen der Schuldenkrise in Europa ohnehin sehr nervös gewesen und so habe die Transaktion eine riesige Verkaufswelle ausgelöst, heißt es in dem Abschlussbericht weiter. Innerhalb weniger Minuten zogen Marktteilnehmer ihr Geld ab und verbrannten damit gut 800 Mrd. Dollar an Börsenwerten. Es dauerte damals zwar eine gefühlte Ewigkeit, bis die Händler auf dem Parkett die Lage in den Griff bekamen. Genauso schnell, wie die Kurse gefallen waren, stiegen sie aber dann auch wieder.</p><p>Der Name des Investmentfonds wird in dem Papier nicht genannt, den Medienberichten zufolge handelt es sich aber um die relativ kleine US-Brokerfirma Waddell & Reed, die wegen ihrer Seriosität und langen Erfahrung einen guten Ruf genießt. Bereits im Mai hatte das Unternehmen erklärt, es habe niemals die Absicht gehabt, mit ihrem Handel die Märkte zu stören. Auch in dem Bericht wird der Firma kein Fehlverhalten vorgeworfen.</p><h3>Schneller als die Händler</h3><p>Hintergrund für den Schock ist der heute vorherrschende automatisierte Hochgeschwindigkeitshandel an den Börsen. Computer nutzen dafür mathematische Modelle, um innerhalb von Millisekunden teilweise gewaltige Zahlen von Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Knapp zwei Drittel aller Börsenaktivitäten in den USA werden auf diese Weise abgewickelt. Die unheilvolle Transaktion im Mai dauerte deshalb nur 20 Minuten und nicht wie sonst üblich mehrere Stunden.</p><div id="native11"></div><p>Die Börsenaufsicht hat als Reaktion auf den "Flash crash" bereits ein neues Sicherungssystem eingeführt: Aktien aus dem wichtigen Index S&P 500 werden vom Handel ausgesetzt, wenn sich der Kurs binnen fünf Minuten um mehr als 10 Prozent verändert. Dies soll Menschen die Möglichkeit geben, mögliche Fehler elektronischer Handelssysteme auszubügeln.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Das Rätsel um den mysteriösen Kurssturz an der New Yorker Börse vor fünf Monaten ist gelöst. Nach Angaben der US-Regulierungsbehörden verursachte damals ein einzelner Händler mit einem ganz alltäglichen Geschäft den dramatischen Einbruch des weltweit bekanntesten Börsenindex.</p>
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      <p>Demnach sank der Dow Jones am 6. Mai um satte 10 Prozent, weil ein Investmentfonds eine Transaktion von Terminkontrakten ungewöhnlich schnell abwickelte, wie US-Medien berichteten. Damals war binnen Minuten ein Börsenwert von gut 800 Mrd. Dollar vernichtet worden.</p>
      <p>Auf 104 Seiten schildern die Börsenaufsichten SEC und CTFC, wie ein eigentlich ganz gewöhnlicher Handel eine unheilvolle Kettenreaktion in Gang setzte - und damit den nach Punkten größten Kurssturz seit 1987 verursachte. Ausgangspunkt für den sogenannten "Flash Crash" sei der Verkauf von 75.000 sogenannten E-Mini- Wertpapiere gewesen - eigentlich ein reguläres Absicherungsgeschäft. Doch angesichts des mit 4,1 Mrd. Dollar recht großen Volumens und der rasanten Abwicklung des Geschäfts durch ein Computerprogramm sei ein Dominoeffekt ausgelöst worden.</p>
      <h3>Markt war überreizt</h3>
      <p>Der Markt sei wegen der Schuldenkrise in Europa ohnehin sehr nervös gewesen und so habe die Transaktion eine riesige Verkaufswelle ausgelöst, heißt es in dem Abschlussbericht weiter. Innerhalb weniger Minuten zogen Marktteilnehmer ihr Geld ab und verbrannten damit gut 800 Mrd. Dollar an Börsenwerten. Es dauerte damals zwar eine gefühlte Ewigkeit, bis die Händler auf dem Parkett die Lage in den Griff bekamen. Genauso schnell, wie die Kurse gefallen waren, stiegen sie aber dann auch wieder.</p>
      <p>Der Name des Investmentfonds wird in dem Papier nicht genannt, den Medienberichten zufolge handelt es sich aber um die relativ kleine US-Brokerfirma Waddell &amp; Reed, die wegen ihrer Seriosität und langen Erfahrung einen guten Ruf genießt. Bereits im Mai hatte das Unternehmen erklärt, es habe niemals die Absicht gehabt, mit ihrem Handel die Märkte zu stören. Auch in dem Bericht wird der Firma kein Fehlverhalten vorgeworfen.</p>
      <h3>Schneller als die Händler</h3>
      <p>Hintergrund für den Schock ist der heute vorherrschende automatisierte Hochgeschwindigkeitshandel an den Börsen. Computer nutzen dafür mathematische Modelle, um innerhalb von Millisekunden teilweise gewaltige Zahlen von Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Knapp zwei Drittel aller Börsenaktivitäten in den USA werden auf diese Weise abgewickelt. Die unheilvolle Transaktion im Mai dauerte deshalb nur 20 Minuten und nicht wie sonst üblich mehrere Stunden.</p>
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      <p>Die Börsenaufsicht hat als Reaktion auf den "Flash crash" bereits ein neues Sicherungssystem eingeführt: Aktien aus dem wichtigen Index S&amp;P 500 werden vom Handel ausgesetzt, wenn sich der Kurs binnen fünf Minuten um mehr als 10 Prozent verändert. Dies soll Menschen die Möglichkeit geben, mögliche Fehler elektronischer Handelssysteme auszubügeln.</p>
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