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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="rts" ntv:publishdate="08.07.2010 12:57" ntv:section="Wirtschaft" ntv:id="1015856" ntv:homesection="Wirtschaft" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wirtschaft/Stresstest-Szenarien-fuer-Banken-article1015856.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Stresstest-Szenarien für Banken</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Bis zum "Schock"</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Konjunktureinbruch, Verwerfungen am Rentenmarkt, Staatsanleihen-Crash - alles ist möglich bei den derzeit laufenden Stresstests im europäischen Bankensektor. Drei Möglichkeiten werden durchgespielt.</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Bei den angelaufenen neuen europaweiten Stresstests für 91 wichtige Banken werden für die beteiligten deutschen Geldhäuser drei relativ moderate Risikoszenarien durchgespielt. Wie Reuters in Finanzkreisen erfuhr, bauen die Szenarien aufeinander auf, so dass in der Computersimulation im allerschlimmsten Fall ein Einbruch der Konjunktur und heftige Turbulenzen am Staatsanleihenmarkt zusammentreffen.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Die Aufseher scheren aber nicht alle Banken über einen Kamm, sondern setzen Deutsche Bank & Co. unter dem Strich einem niedrigeren Stresslevel aus als etwa Institute aus Problemländern wie Griechenland und Portugal:</p><h3>Test-Szenario 1:</h3><p>Bei diesem Basisszenario soll dem Vernehmen nach geprüft werden, wie sich das Eigenkapital der getesteten Banken und andere Kennziffern der Institute entwickeln, wenn die Wirtschaft in der Euro-Zone in diesem und im nächsten Jahr genauso stark wächst, wie es die Europäische Kommission zuletzt erwartete. Die Kommission hatte Anfang Mai für 2010 ein Konjunkturwachstum in den 27 EU-Mitgliedsländern von 1,0 Prozent vorhergesagt und für das kommende Jahr ein Plus von 1,5 Prozent. Für die 16 Länder der Euro-Zone erwartet die Behörde in diesem Jahr ein Plus von 1,0 Prozent und 2011 von 1,7 Prozent.</p><h3>Test-Szenario 2:</h3><p>Jetzt wird es langsam ernst für die Banken. Simuliert wird ein durchschnittlicher Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um drei Prozent. Wichtig ist hier das Wort "durchschnittlich", denn Deutschland kommt nach Informationen aus Finanzkreisen dabei offenbar relativ gut weg. Für die Bundesrepublik soll danach für dieses Jahr ein hauchdünner Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent und für das kommenden Jahr ein Minus von 0,6 Prozent simuliert werden. Zum Vergleich: 2009 war die deutsche Konjunktur um fast fünf Prozent eingebrochen.</p><p>Doch damit nicht genug: Bei diesem Szenario wird dem Vernehmen nach außerdem eine Verflachung der Zinsstrukturkurve angenommen. Mit einfachen Worten ausgedrückt werden die Bankbilanzen damit einer Situation ausgesetzt, in der es an den Rentenmärkten bereits zu ersten Verwerfungen kommt. Viele Banken halten enorme Mengen von Anleihen und ihr Eigenkapital reagiert entsprechend sensibel auf schwieriger werdende Bedingungen an diesen Märkten.</p><h3>Test-Szenario 3:</h3><p>Der Stress nimmt zu: Basierend auf Szenario 2 wird nun zusätzlich ein Crash am europäischen Staatsanleihenmarkt durchgespielt. Wie der für die Durchführung der Tests zuständige europäische Bankenaufseher CEBS mitteilte, soll ein Schock simuliert werden, wie er sich Anfang Mai auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise ereignete. Damals waren die Risikoaufschläge für Papiere aus Problemländern in kürzester Zeit in schwindelerregende Höhen geschnellt und der Handel mit Staatspapieren kam - mit Ausnahme in den als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen - fast zum Erliegen.</p><div id="native11"></div><p>Das Testmodell soll diese prekäre Lage nun nachbilden. Dabei soll die Belastungsfähigkeit der Kreditinstitute geprüft werden, wenn die Risikoaufschläge (Spreads) steigen und zugleich die Renditen am Markt für Staatsanleihen im Schnitt um 30 Basispunkte nach oben gehen, was einem Preisverfall der Papiere entspricht.</p><p>Auch bei diesem Szenario wird von Land zu Land unterschieden. Papiere aus Schuldenländern wie Griechenland, Portugal und Spanien bekommen einen größeren Malus als andere. Deutsche Bundesanleihen gelten dem Vernehmen nach als sicherer Hafen und werden so gut wie gar nicht belastet.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Bei den angelaufenen neuen europaweiten Stresstests für 91 wichtige Banken werden für die beteiligten deutschen Geldhäuser drei relativ moderate Risikoszenarien durchgespielt. Wie Reuters in Finanzkreisen erfuhr, bauen die Szenarien aufeinander auf, so dass in der Computersimulation im allerschlimmsten Fall ein Einbruch der Konjunktur und heftige Turbulenzen am Staatsanleihenmarkt zusammentreffen.</p>
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      <p>Die Aufseher scheren aber nicht alle Banken über einen Kamm, sondern setzen Deutsche Bank &amp; Co. unter dem Strich einem niedrigeren Stresslevel aus als etwa Institute aus Problemländern wie Griechenland und Portugal:</p>
      <h3>Test-Szenario 1:</h3>
      <p>Bei diesem Basisszenario soll dem Vernehmen nach geprüft werden, wie sich das Eigenkapital der getesteten Banken und andere Kennziffern der Institute entwickeln, wenn die Wirtschaft in der Euro-Zone in diesem und im nächsten Jahr genauso stark wächst, wie es die Europäische Kommission zuletzt erwartete. Die Kommission hatte Anfang Mai für 2010 ein Konjunkturwachstum in den 27 EU-Mitgliedsländern von 1,0 Prozent vorhergesagt und für das kommende Jahr ein Plus von 1,5 Prozent. Für die 16 Länder der Euro-Zone erwartet die Behörde in diesem Jahr ein Plus von 1,0 Prozent und 2011 von 1,7 Prozent.</p>
      <h3>Test-Szenario 2:</h3>
      <p>Jetzt wird es langsam ernst für die Banken. Simuliert wird ein durchschnittlicher Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um drei Prozent. Wichtig ist hier das Wort "durchschnittlich", denn Deutschland kommt nach Informationen aus Finanzkreisen dabei offenbar relativ gut weg. Für die Bundesrepublik soll danach für dieses Jahr ein hauchdünner Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent und für das kommenden Jahr ein Minus von 0,6 Prozent simuliert werden. Zum Vergleich: 2009 war die deutsche Konjunktur um fast fünf Prozent eingebrochen.</p>
      <p>Doch damit nicht genug: Bei diesem Szenario wird dem Vernehmen nach außerdem eine Verflachung der Zinsstrukturkurve angenommen. Mit einfachen Worten ausgedrückt werden die Bankbilanzen damit einer Situation ausgesetzt, in der es an den Rentenmärkten bereits zu ersten Verwerfungen kommt. Viele Banken halten enorme Mengen von Anleihen und ihr Eigenkapital reagiert entsprechend sensibel auf schwieriger werdende Bedingungen an diesen Märkten.</p>
      <h3>Test-Szenario 3:</h3>
      <p>Der Stress nimmt zu: Basierend auf Szenario 2 wird nun zusätzlich ein Crash am europäischen Staatsanleihenmarkt durchgespielt. Wie der für die Durchführung der Tests zuständige europäische Bankenaufseher CEBS mitteilte, soll ein Schock simuliert werden, wie er sich Anfang Mai auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise ereignete. Damals waren die Risikoaufschläge für Papiere aus Problemländern in kürzester Zeit in schwindelerregende Höhen geschnellt und der Handel mit Staatspapieren kam - mit Ausnahme in den als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen - fast zum Erliegen.</p>
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      <p>Das Testmodell soll diese prekäre Lage nun nachbilden. Dabei soll die Belastungsfähigkeit der Kreditinstitute geprüft werden, wenn die Risikoaufschläge (Spreads) steigen und zugleich die Renditen am Markt für Staatsanleihen im Schnitt um 30 Basispunkte nach oben gehen, was einem Preisverfall der Papiere entspricht.</p>
      <p>Auch bei diesem Szenario wird von Land zu Land unterschieden. Papiere aus Schuldenländern wie Griechenland, Portugal und Spanien bekommen einen größeren Malus als andere. Deutsche Bundesanleihen gelten dem Vernehmen nach als sicherer Hafen und werden so gut wie gar nicht belastet.</p>
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