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  <ntv:article ntv:readingtime="3" ntv:layout="detail" ntv:agency="sla/dpa" ntv:publishdate="04.11.2010 18:13" ntv:section="Wirtschaft" ntv:id="1862301" ntv:homesection="Wirtschaft" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wirtschaft/WestLB-ist-ueberfluessig-article1862301.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">WestLB ist überflüssig</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Kopper findet klare Worte</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Schwerer Tag für die WestLB: Nachdem das Institut von der BayernLB einen Korb erhalten hat, wird das Scheitern der Fusionsgespräche nicht nur teilweise begrüßt, sondern die Existenzberechtigung der Bank an sich in Zweifel gezogen: "Strich drunter und abwickeln", lautet beispielsweise die Empfehlung des Alt-Bankers Hilmar Kopper</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Hilmar Kopper, der frühere Chef der Deutschen Bank, hält die WestLB für überflüssig. "Strich drunter machen und abwickeln", sagte er in Hamburg bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Landesbanken. "Niemand braucht die WestLB." Er könne kein erfolgversprechendes Geschäftsmodell für das Institut erkennen, nicht einmal in Ansätzen. Das gelte auch für andere Landesbanken, nicht aber für die HSH Nordbank, deren Aufsichtsrat Kopper vorsteht. Die HSH Nordbank sei mit ihren Geschäftsfeldern in der Schiffs- und Transportfinanzierung absolut zukunftsfähig, sagte Kopper. Die HSH selbst hatte zu ihrem Überleben Milliarden-Hilfe benötigt.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><div id="622168"></div><p>Das harsche Urteil des Bankers kommt nur Stunden, <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Landesbanken-Fusion-scheitert-article1856866.html" target="_self" rel="follow">nachdem die BayernLB der WestLB einen Korb gegeben und die Fusionsgespräche beendet hat.</a> Die bayerische Landesbank brach die Prüfung der Gespräche am Donnerstag ab, weil sich ein Zusammenschluss aus ihrer Sicht nicht rechnet. Damit kommt die Neuordnung der acht deutschen Landesbanken nicht in Gang, von denen jede zweite in der Finanzmarktkrise gestützt werden musste.</p><p>Bei einer Fusion wäre gemessen am bisherigen Geschäftsumfang das drittgrößte deutsche Geldhaus nach der Deutschen Bank und der Commerzbank entstanden. WestLB und BayernLB sind die Zentralbanken für 181 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Bayern.</p><h3>Herber Rückschlag für WestLB</h3><p>Das Scheitern der Fusionspläne ist zunächst vor allem für die nordrhein-westfälische Landesbank WestLB ein herber Rückschlag. Sie muss nach den EU-Auflagen bis Ende 2011 mehrheitlich den Besitzer wechseln.</p><p>Alternativ zum Verkauf ist ein Zusammenschluss mit einer anderen Landesbank möglich. Das ist die favorisierte Option der WestLB- Eigentümer - des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Sparkassen. Das Land hat die Sorge, dass sich beim Verkauf weitere Belastungen ergeben könnten. Die WestLB müsste um die zehn Mrd. Euro einbringen, damit sich keine neuen Haushaltslasten ergeben, hatte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) gesagt.</p><p>Jetzt will die WestLB auf andere Landesbanken zugehen, um doch noch einen Fusionspartner zu finden. "Die Konsolidierung im Landesbankensektor ist ein herausforderndes Projekt - das war und ist allen Beteiligten klar. Die WestLB wird auch in Zukunft in diesem Rahmen Fusionsoptionen ausloten", erklärte der WestLB- Veräußerungsbeauftragte, der Anwalt und CDU-Finanzexperte Friedrich Merz. Der laufende Verkaufsprozess für die WestLB werde gleichzeitig vorangetrieben. "Das im Rahmen dieses Prozesses bereits registrierte Interesse an der WestLB-Kernbank zeigt, dass die Bank strategisch und operativ auf dem richtigen Weg ist", unterstrich Merz, der im Auftrag der WestLB-Eigentümer und des Bundes aktiv ist.</p><div id="native11"></div><h3>Vorschnelle Entscheidung</h3><p>Die WestLB kritisierte den Abbruch der Fusionsgespräche durch die BayernLB. In einer Mitteilung wurde von einem "vorzeitigen Abbruch" gesprochen. Die WestLB nehme die Entscheidung, die Gespräche mit sofortiger Wirkung und noch vor Klärung der entscheidenden inhaltlichen Fragen einzustellen, mit Bedauern zur Kenntnis. "Aus Sicht der WestLB stellten sich die Perspektiven einer fusionierten Bank bereits zu diesem frühen Zeitpunkt positiv dar. Daher wäre eine vertiefte Prüfung eines Zusammenschlusses sinnvoll und aussichtsreich gewesen", sagte WestLB-Chef Dietrich Voigtländer.</p><p>Die BayernLB erklärte dagegen, die Fusionsprüfung habe zu "keinem befriedigenden betriebswirtschaftlichen Ergebnis" geführt. Beide Landesbanken hatten vor sechs Wochen erklärt, einen Zusammenschluss prüfen zu wollen.</p><div id="mid1"></div><h3>EU-Kommission bleibt skeptisch</h3><p>Die EU-Kommission hatte die Pläne schon früh in Frage gestellt und bekräftigte ihre Kritik: "EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia war nicht davon überzeugt, dass eine Fusion von zwei Banken in Schwierigkeiten ohne einen Wechsel des Geschäftsmodells ihr Überleben gesichert hätte", erklärten die Wettbewerbshüter. "Für den Kommissar zählt nur die dauerhafte Lebensfähigkeit, dafür müssen die Ursachen für die vergangene Schwäche in Angriff genommen werden." Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollte auf das Ende der Gespräche nicht näher eingehen. Er sei in "engem Kontakt mit allen Verantwortlichen", sagte er.</p><p>Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer kann die BayernLB gut ohne Partner auskommen. "Im Moment schreibt die bayerische Landesbank schwarze Zahlen. Wir sind gut unterwegs. Wir brauchen im Moment nicht zwingend eine Fusion oder einen Verkauf", sagte der CSU-Chef. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bedauerte dagegen den Abbruch der Gespräche: "Wir haben es immer als vorteilhaft angesehen, wenn sich Landesbanken stärker zusammenschließen. Ich hätte mir das als Signal gewünscht." Kraft glaubt, die Gespräche seien aus "innenpolitischen Gründen in Bayern" abgebrochen worden.</p><p>Auch für die Sparkassen in Deutschland ist die Entscheidung ein Rückschlag. Es gab schon mehrere Anläufe, die Zahl der Landesbanken zu verringern und damit dauerhafte Einsparungen zu erzielen. Am Ende des Prozesses sollte nach den Vorstellungen in Nordrhein-Westfalen eine effiziente Sparkassen-Zentralbank stehen. Auch die Bundesregierung hatte sich für eine Neuordnung des öffentlich- rechtlichen Bankensektors eingesetzt.</p><p>Mit der WestLB, der BayernLB, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der HSH Nordbank mussten gleich vier große Landesbanken von ihren Eigentümern gestützt werden. Darüber hinaus hatte der Bund der WestLB eine Milliarden-Kapitalspritze gegeben. </p>]]></ntv:field>
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      <p>Hilmar Kopper, der frühere Chef der Deutschen Bank, hält die WestLB für überflüssig. "Strich drunter machen und abwickeln", sagte er in Hamburg bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Landesbanken. "Niemand braucht die WestLB." Er könne kein erfolgversprechendes Geschäftsmodell für das Institut erkennen, nicht einmal in Ansätzen. Das gelte auch für andere Landesbanken, nicht aber für die HSH Nordbank, deren Aufsichtsrat Kopper vorsteht. Die HSH Nordbank sei mit ihren Geschäftsfeldern in der Schiffs- und Transportfinanzierung absolut zukunftsfähig, sagte Kopper. Die HSH selbst hatte zu ihrem Überleben Milliarden-Hilfe benötigt.</p>
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        Das harsche Urteil des Bankers kommt nur Stunden,
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        Die bayerische Landesbank brach die Prüfung der Gespräche am Donnerstag ab, weil sich ein Zusammenschluss aus ihrer Sicht nicht rechnet. Damit kommt die Neuordnung der acht deutschen Landesbanken nicht in Gang, von denen jede zweite in der Finanzmarktkrise gestützt werden musste.
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      <h3>Herber Rückschlag für WestLB</h3>
      <p>Das Scheitern der Fusionspläne ist zunächst vor allem für die nordrhein-westfälische Landesbank WestLB ein herber Rückschlag. Sie muss nach den EU-Auflagen bis Ende 2011 mehrheitlich den Besitzer wechseln.</p>
      <p>Alternativ zum Verkauf ist ein Zusammenschluss mit einer anderen Landesbank möglich. Das ist die favorisierte Option der WestLB- Eigentümer - des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Sparkassen. Das Land hat die Sorge, dass sich beim Verkauf weitere Belastungen ergeben könnten. Die WestLB müsste um die zehn Mrd. Euro einbringen, damit sich keine neuen Haushaltslasten ergeben, hatte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) gesagt.</p>
      <p>Jetzt will die WestLB auf andere Landesbanken zugehen, um doch noch einen Fusionspartner zu finden. "Die Konsolidierung im Landesbankensektor ist ein herausforderndes Projekt - das war und ist allen Beteiligten klar. Die WestLB wird auch in Zukunft in diesem Rahmen Fusionsoptionen ausloten", erklärte der WestLB- Veräußerungsbeauftragte, der Anwalt und CDU-Finanzexperte Friedrich Merz. Der laufende Verkaufsprozess für die WestLB werde gleichzeitig vorangetrieben. "Das im Rahmen dieses Prozesses bereits registrierte Interesse an der WestLB-Kernbank zeigt, dass die Bank strategisch und operativ auf dem richtigen Weg ist", unterstrich Merz, der im Auftrag der WestLB-Eigentümer und des Bundes aktiv ist.</p>
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      <p>Die BayernLB erklärte dagegen, die Fusionsprüfung habe zu "keinem befriedigenden betriebswirtschaftlichen Ergebnis" geführt. Beide Landesbanken hatten vor sechs Wochen erklärt, einen Zusammenschluss prüfen zu wollen.</p>
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      <p>Die EU-Kommission hatte die Pläne schon früh in Frage gestellt und bekräftigte ihre Kritik: "EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia war nicht davon überzeugt, dass eine Fusion von zwei Banken in Schwierigkeiten ohne einen Wechsel des Geschäftsmodells ihr Überleben gesichert hätte", erklärten die Wettbewerbshüter. "Für den Kommissar zählt nur die dauerhafte Lebensfähigkeit, dafür müssen die Ursachen für die vergangene Schwäche in Angriff genommen werden." Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollte auf das Ende der Gespräche nicht näher eingehen. Er sei in "engem Kontakt mit allen Verantwortlichen", sagte er.</p>
      <p>Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer kann die BayernLB gut ohne Partner auskommen. "Im Moment schreibt die bayerische Landesbank schwarze Zahlen. Wir sind gut unterwegs. Wir brauchen im Moment nicht zwingend eine Fusion oder einen Verkauf", sagte der CSU-Chef. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bedauerte dagegen den Abbruch der Gespräche: "Wir haben es immer als vorteilhaft angesehen, wenn sich Landesbanken stärker zusammenschließen. Ich hätte mir das als Signal gewünscht." Kraft glaubt, die Gespräche seien aus "innenpolitischen Gründen in Bayern" abgebrochen worden.</p>
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