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    <ntv:field ntv:name="headline">104 Mrd. für Banken</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Teure Verstaatlichung</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Europäische Staaten haben sich die Verstaatlichung von Banken in der Finanzkrise einer Studie zufolge eine dreistellige Milliardensumme kosten lassen. Mit 104 Mrd. Euro sind 2008 vor allem Großbritannien, die Niederlande und Belgien eingestiegen, wo es Institute zu retten gab, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft PWC hervorgeht. Bei zwölf der größten 20 Bank-Transaktionen des vergangenen Jahres traten Staaten als Käufer auf. Auf sie entfielen fast 70 Prozent des Volumens aller Fusionen und Übernahmen im Bankensektor. Der Trend setzt sich im neuen Jahr fort.



&quot;Die Finanzkrise hat die dominierenden Trends der zurückliegenden Jahre auf den Kopf gestellt&quot;, sagte PWC-Partner Jens Rönnberg. Standen vorher die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder im Vordergrund, gehe es nun um die Sicherung der heimischen Märkte. In dieses Muster passt auch die größte Fusion, an der zunächst kein Staat direkt beteiligt war: die 9,8 Mrd. Euro schwere Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner Bank durch die Commerzbank. Erst im neuen Jahr beteiligte sich die Bundesregierung mit 25 Prozent am Käufer - auch um die Fusion zu retten.



<b>25,5 Mrd. für die RBS

</b>

Den größten Betrag nahm das britische Finanzministerium im Oktober in die Hand, um mit 25,5 Mrd. Euro bei der Royal Bank of Scotland einzusteigen, die Niederlande steckten 16,8 Mrd. in den heimischen Teil des auseinanderbrechenden Finanzkonzerns Fortis. In den ersten Wochen 2009 gingen die Verstaatlichungen mit der irischen Anglo Irish Bank und einer weiteren britischen Unterstützungsrunde für RBS und Lloyds Banking weiter.



Ohne Verstaatlichungen wäre das Transaktionsvolumen in der Bankenbranche 2008 um zwei Drittel eingebrochen. 2009 erwarten gut 60 Prozent der knapp 300 von PwC befragten Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche einen weiteren Rückgang, auch weil die staatlichen Aktionäre auf die Bremse steigen. Die Vorstände müssten Übernahmen nicht nur ihren Anteilseignern, sondern auch Ministern und Steuerzahlern erklären. &quot;Zukäufe dürften daher für viele Banken schwieriger zu realisieren sein&quot;, 

sagte Rönnberg.



<b>&quot;Notwendigkeit, nicht Strategie&quot;

</b>

In Deutschland erwartet PWC eine weitere Konsolidierung von kleinen und mittelgroßen Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Mit der bevorstehenden Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank und der Fusion von DZ Bank und WGZ Bank sei aber auch Größeres denkbar.



Ankurbeln dürfte das staatliche Engagement das Geschäft mit der Abspaltung von Banken-Teilen außerhalb des Kerngeschäfts oder von notleidenden Krediten, deren Zahl im Zuge der Rezession stark wachsen dürfte. &quot;Das ist Notwendigkeit, nicht Strategie&quot;, sagte PWC-Manager Nigel Vooght. Die europäischen Banken müssten in diesem Jahr allein 450 Mrd. Euro Kredite refinanzieren. Als potenzielle Käufer der Kreditportfolien sieht die PWC-Studie private Beteiligungsfirmen und Staatsfonds.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div>]]></ntv:field>
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        Europäische Staaten haben sich die Verstaatlichung von Banken in der Finanzkrise einer Studie zufolge eine dreistellige Milliardensumme kosten lassen. Mit 104 Mrd. Euro sind 2008 vor allem Großbritannien, die Niederlande und Belgien eingestiegen, wo es Institute zu retten gab, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft PWC hervorgeht. Bei zwölf der größten 20 Bank-Transaktionen des vergangenen Jahres traten Staaten als Käufer auf. Auf sie entfielen fast 70 Prozent des Volumens aller Fusionen und Übernahmen im Bankensektor. Der Trend setzt sich im neuen Jahr fort.



"Die Finanzkrise hat die dominierenden Trends der zurückliegenden Jahre auf den Kopf gestellt", sagte PWC-Partner Jens Rönnberg. Standen vorher die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder im Vordergrund, gehe es nun um die Sicherung der heimischen Märkte. In dieses Muster passt auch die größte Fusion, an der zunächst kein Staat direkt beteiligt war: die 9,8 Mrd. Euro schwere Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner Bank durch die Commerzbank. Erst im neuen Jahr beteiligte sich die Bundesregierung mit 25 Prozent am Käufer - auch um die Fusion zu retten.
        <b>25,5 Mrd. für die RBS</b>
        Den größten Betrag nahm das britische Finanzministerium im Oktober in die Hand, um mit 25,5 Mrd. Euro bei der Royal Bank of Scotland einzusteigen, die Niederlande steckten 16,8 Mrd. in den heimischen Teil des auseinanderbrechenden Finanzkonzerns Fortis. In den ersten Wochen 2009 gingen die Verstaatlichungen mit der irischen Anglo Irish Bank und einer weiteren britischen Unterstützungsrunde für RBS und Lloyds Banking weiter.



Ohne Verstaatlichungen wäre das Transaktionsvolumen in der Bankenbranche 2008 um zwei Drittel eingebrochen. 2009 erwarten gut 60 Prozent der knapp 300 von PwC befragten Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche einen weiteren Rückgang, auch weil die staatlichen Aktionäre auf die Bremse steigen. Die Vorstände müssten Übernahmen nicht nur ihren Anteilseignern, sondern auch Ministern und Steuerzahlern erklären. "Zukäufe dürften daher für viele Banken schwieriger zu realisieren sein", 

sagte Rönnberg.
        <b>"Notwendigkeit, nicht Strategie"</b>
        In Deutschland erwartet PWC eine weitere Konsolidierung von kleinen und mittelgroßen Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Mit der bevorstehenden Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank und der Fusion von DZ Bank und WGZ Bank sei aber auch Größeres denkbar.



Ankurbeln dürfte das staatliche Engagement das Geschäft mit der Abspaltung von Banken-Teilen außerhalb des Kerngeschäfts oder von notleidenden Krediten, deren Zahl im Zuge der Rezession stark wachsen dürfte. "Das ist Notwendigkeit, nicht Strategie", sagte PWC-Manager Nigel Vooght. Die europäischen Banken müssten in diesem Jahr allein 450 Mrd. Euro Kredite refinanzieren. Als potenzielle Käufer der Kreditportfolien sieht die PWC-Studie private Beteiligungsfirmen und Staatsfonds.
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