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    <ntv:field ntv:name="headline">Krise bremst Chemie</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Stärkster Einbruch seit 1975</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die deutsche Chemieindustrie leidet unter dem heftigsten Einbruch seit mehr als 30 Jahren. &quot;Die Branche steht vor ihrer größten Herausforderung seit der Ölkrise Anfang der 70er Jahre&quot;, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt. 



Deutschlands viertgrößter Industriezweig erwartet für 2009 ein Produktionsminus von zehn Prozent. Das wäre der stärkste Rückgang seit 1975, als die Chemieunternehmen rund zwölf Prozent weniger produzierten. Bislang hatte die Branche für 2009 lediglich einen Rückgang von 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. In den klassischen Chemiesparten - dazu zählen etwa die Petrochemie und die Kunststoff-Chemie - könnte die Produktion sogar um 15 Prozent schrumpfen.



Die Wucht, mit der die Finanzkrise den beginnenden Abschwung der Branchenkonjunktur im vergangenen Jahr verschärfte, hatte Unternehmen weltweit überrascht. Aufträge brachen zum Teil über Nacht weg. In Deutschland reagierten Chemiefirmen unter anderem mit der Stilllegung von Anlagen und der Einführung von Kurzarbeit. Bayer war im ersten Quartal im Kunststoffgeschäft operativ in die roten Zahlen gerutscht. Konkurrent Lanxess verbuchte sogar einen Nettoverlust und bei BASF schmolz der Betriebsgewinn im Auftaktquartal deutlich.



Beim Branchenumsatz rechnet der Verband nun für dieses Jahr mit einem Rückgang von zwölf Prozent. Zuletzt hatte die VCI-Prognose noch auf sechs Prozent weniger Umsatz gelautet. Die Preise für chemische Erzeugnisse würden voraussichtlich um zwei Prozent unter Vorjahr liegen.



<b>Positive Signale aus dem Ausland</b>



Es gibt aber auch erste Lichtblicke. &quot;Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass wir die Talsohle erreicht haben könnten&quot;, sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. So kämen aus dem Ausland - vor allem aus Brasilien und aus China - erste positive Signale. Zudem habe sich die Chemieproduktion im Verlauf der ersten drei Monate auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Lagebeurteilung habe sich im April leicht verbessert.



Im ersten Quartal produzierten die Chemieunternehmen noch 17,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 440.400 annähernd stabil. Die Kapazitätsauslastung betrug nur noch 71,7 Prozent. Der Industriezweig setzte im Zeitraum insgesamt 34,5 Mrd. Euro um - das sind 17 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Dabei schrumpften nach Angaben des VCI sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz um jeweils 17 Prozent. Die Preise für Chemieerzeugnisse blieben dagegen stabil.

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        Die deutsche Chemieindustrie leidet unter dem heftigsten Einbruch seit mehr als 30 Jahren. "Die Branche steht vor ihrer größten Herausforderung seit der Ölkrise Anfang der 70er Jahre", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt. 



Deutschlands viertgrößter Industriezweig erwartet für 2009 ein Produktionsminus von zehn Prozent. Das wäre der stärkste Rückgang seit 1975, als die Chemieunternehmen rund zwölf Prozent weniger produzierten. Bislang hatte die Branche für 2009 lediglich einen Rückgang von 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. In den klassischen Chemiesparten - dazu zählen etwa die Petrochemie und die Kunststoff-Chemie - könnte die Produktion sogar um 15 Prozent schrumpfen.



Die Wucht, mit der die Finanzkrise den beginnenden Abschwung der Branchenkonjunktur im vergangenen Jahr verschärfte, hatte Unternehmen weltweit überrascht. Aufträge brachen zum Teil über Nacht weg. In Deutschland reagierten Chemiefirmen unter anderem mit der Stilllegung von Anlagen und der Einführung von Kurzarbeit. Bayer war im ersten Quartal im Kunststoffgeschäft operativ in die roten Zahlen gerutscht. Konkurrent Lanxess verbuchte sogar einen Nettoverlust und bei BASF schmolz der Betriebsgewinn im Auftaktquartal deutlich.



Beim Branchenumsatz rechnet der Verband nun für dieses Jahr mit einem Rückgang von zwölf Prozent. Zuletzt hatte die VCI-Prognose noch auf sechs Prozent weniger Umsatz gelautet. Die Preise für chemische Erzeugnisse würden voraussichtlich um zwei Prozent unter Vorjahr liegen.
        <b>Positive Signale aus dem Ausland</b>
        Es gibt aber auch erste Lichtblicke. "Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass wir die Talsohle erreicht haben könnten", sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. So kämen aus dem Ausland - vor allem aus Brasilien und aus China - erste positive Signale. Zudem habe sich die Chemieproduktion im Verlauf der ersten drei Monate auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Lagebeurteilung habe sich im April leicht verbessert.



Im ersten Quartal produzierten die Chemieunternehmen noch 17,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 440.400 annähernd stabil. Die Kapazitätsauslastung betrug nur noch 71,7 Prozent. Der Industriezweig setzte im Zeitraum insgesamt 34,5 Mrd. Euro um - das sind 17 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Dabei schrumpften nach Angaben des VCI sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz um jeweils 17 Prozent. Die Preise für Chemieerzeugnisse blieben dagegen stabil.
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