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    <ntv:field ntv:name="headline">Porsche im BaFin-Visier</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">VW-Übernahmepläne</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine formelle Untersuchung gegen den Sportwagenbauer Porsche eingeleitet. Das bestätigte eine Behördensprecherin gegenüber n-tv.de. Bei der Untersuchung gehe es um eine mögliche Manipulation der Finanzmärkte durch Porsche.



Wie die Sprecherin sagte, ist die Staatsanwaltschaft erst nach Ablauf der förmlichen Untersuchung informiert. Dies werde erst geschehen, wenn die BaFin weitere Anhaltspunkte für eine Marktmanipulation habe.



Auslöser für die Untersuchung soll ein Bericht der &quot;Wirtschaftswoche&quot; vom vergangenen Freitag sein. Das Magazin hatte von Hinweisen berichtet, dass Porsche möglicherweise bereits bei einem Treffen im Februar 2008 das Ziel bekanntgegeben haben soll, den VW-Konzern zu übernehmen, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu schließen.



Diese börsenrelevante Information hat Porsche gegenüber den Anlegern nicht nur verschwiegen, sondern am 10. März 2008 sogar ausdrücklich dementiert. Erst im Oktober 2008 habe Porsche eingeräumt, eine 75-prozentige Mehrheit an VW anzustreben, und habe damit heftige Kurssprünge der VW-Aktie ausgelöst, wodurch Hedgefonds und Banken große Verluste erlitten hätten. Porsche wies diese Vorwürfe zurück.



<b>Pi ch macht Druck</b>



Im Machtkampf um den neuen Autoriesen aus Volkswagen und Porsche präsentiert sich VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Pich als Sieger. Pich diktiert dem mit der Übernahme des Wolfsburger Autokonzerns gescheiterten Stuttgarter Sportwagenhersteller nun die Bedingungen für einen Zusammenschluss und zählt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an. Porsche müsse erst seine Schuldenprobleme in den Griff bekommen, bevor Entscheidungen über einen integrierten Autokonzern mit VW getroffen werden könnten, sagte er am Rande einer VW-Veranstaltung in Olbia auf Sardinien. &quot;Ich kann mir nicht vorstellen, dass Volkswagen ein Risiko eines anderen Unternehmens übernimmt&quot;, betonte der VW-Patriarch.



Auf die Frage, ob Porsche-Vorstandschef Wiedeking noch sein Vertrauen habe, antwortete Pich: &quot;Zurzeit noch. Das &apos;noch&apos; können Sie streichen.&quot; VW-Chef Martin Winterkorn sei für Volkswagen &quot;der Bessere&quot;. &quot;Für Porsche war Wiedeking der beste, sicher über 15 Jahre&quot;, fügte Pich hinzu. Wiedeking sei &quot;persönlich bemüht&quot;, den &quot;Reifendefekt&quot; zu beheben, der durch die Verschuldung von Porsche entstanden sei. &quot;Es steht nicht an, ihn abzulösen, auch von mir nicht&quot;, sagte Pich.



<b>Machtdemonstration auf Sardinien</b>



Der Enkel des Käfer-Erfinders Ferdinand Porsche äußerte sich am Rande der Präsentation des neuen VW-Polo. Pich sprach erstmals seit vielen Jahren ausführlich mit Journalisten und wirkte im Beisein seiner Frau Ursula aufgeräumt und humorvoll. Der sich sonst eher spröde und abweisend gebende 72-Jährige ließ sich fast eine Stunde Zeit, um Fragen zur Zukunft von VW zu beantworten. Er ließ keinen Zweifel daran, dass Wolfsburg auch Sitz des neuen Konzerns mit Porsche sein und das VW-Gesetz erhalten bleiben soll.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Mit dem mächtigen VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und dem Sprecher der niedersächsischen Staatskanzlei im Schlepptau demonstrierte Pich in Olbia seine Macht. Das Land Niedersachsen ist mit gut 20 Prozent zweitgrößter VW-Aktionär und unterstützt Pichs Kurs. Zusammen mit der durch das VW-Gesetz bei VW besonders einflussreichen Arbeitnehmervertretung kann Pich in Wolfsburg praktisch alles durchsetzen. 



<b>Drei Wege führen zum Zusammenschluss

</b>

Pich stellte klar, dass er eine Integration von Porsche in den VW-Konzern favorisiert. Insgesamt gebe es drei Wege für einen Zusammenschluss, darunter &quot;zwei Fusionswege&quot;. Die Beteiligung eines arabischen Großinvestors, um die Finanzprobleme von Porsche zu lösen, lehnte Pich ab. 



Damit erhöht er den Druck auf das Porsche-Management. Die Porsche-Eigner, die Familien Porsche und Pich, hatten sich vergangene Woche auf einen Zusammenschluss mit Europas größtem Autohersteller verständigt, um die durch die VW-Übernahme entstandene Finanzlücke zu schließen. Auf Porsche lasten durch den Kauf von 51 Prozent an VW Nettoschulden von neun Milliarden Euro. Dagegen verfügt VW im Automobilgeschäft über Barmittel von fast elf Milliarden Euro. Aus VW und Porsche soll nun ein integrierter Autokonzern mit zehn Marken entstehen.</p>]]></ntv:field>
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        Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine formelle Untersuchung gegen den Sportwagenbauer Porsche eingeleitet. Das bestätigte eine Behördensprecherin gegenüber n-tv.de. Bei der Untersuchung gehe es um eine mögliche Manipulation der Finanzmärkte durch Porsche.



Wie die Sprecherin sagte, ist die Staatsanwaltschaft erst nach Ablauf der förmlichen Untersuchung informiert. Dies werde erst geschehen, wenn die BaFin weitere Anhaltspunkte für eine Marktmanipulation habe.



Auslöser für die Untersuchung soll ein Bericht der "Wirtschaftswoche" vom vergangenen Freitag sein. Das Magazin hatte von Hinweisen berichtet, dass Porsche möglicherweise bereits bei einem Treffen im Februar 2008 das Ziel bekanntgegeben haben soll, den VW-Konzern zu übernehmen, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu schließen.



Diese börsenrelevante Information hat Porsche gegenüber den Anlegern nicht nur verschwiegen, sondern am 10. März 2008 sogar ausdrücklich dementiert. Erst im Oktober 2008 habe Porsche eingeräumt, eine 75-prozentige Mehrheit an VW anzustreben, und habe damit heftige Kurssprünge der VW-Aktie ausgelöst, wodurch Hedgefonds und Banken große Verluste erlitten hätten. Porsche wies diese Vorwürfe zurück.
        <b>Pi ch macht Druck</b>
        Im Machtkampf um den neuen Autoriesen aus Volkswagen und Porsche präsentiert sich VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Pich als Sieger. Pich diktiert dem mit der Übernahme des Wolfsburger Autokonzerns gescheiterten Stuttgarter Sportwagenhersteller nun die Bedingungen für einen Zusammenschluss und zählt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an. Porsche müsse erst seine Schuldenprobleme in den Griff bekommen, bevor Entscheidungen über einen integrierten Autokonzern mit VW getroffen werden könnten, sagte er am Rande einer VW-Veranstaltung in Olbia auf Sardinien. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Volkswagen ein Risiko eines anderen Unternehmens übernimmt", betonte der VW-Patriarch.



Auf die Frage, ob Porsche-Vorstandschef Wiedeking noch sein Vertrauen habe, antwortete Pich: "Zurzeit noch. Das 'noch' können Sie streichen." VW-Chef Martin Winterkorn sei für Volkswagen "der Bessere". "Für Porsche war Wiedeking der beste, sicher über 15 Jahre", fügte Pich hinzu. Wiedeking sei "persönlich bemüht", den "Reifendefekt" zu beheben, der durch die Verschuldung von Porsche entstanden sei. "Es steht nicht an, ihn abzulösen, auch von mir nicht", sagte Pich.
        <b>Machtdemonstration auf Sardinien</b>
        Der Enkel des Käfer-Erfinders Ferdinand Porsche äußerte sich am Rande der Präsentation des neuen VW-Polo. Pich sprach erstmals seit vielen Jahren ausführlich mit Journalisten und wirkte im Beisein seiner Frau Ursula aufgeräumt und humorvoll. Der sich sonst eher spröde und abweisend gebende 72-Jährige ließ sich fast eine Stunde Zeit, um Fragen zur Zukunft von VW zu beantworten. Er ließ keinen Zweifel daran, dass Wolfsburg auch Sitz des neuen Konzerns mit Porsche sein und das VW-Gesetz erhalten bleiben soll.
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        <b>Drei Wege führen zum Zusammenschluss</b>
        Pich stellte klar, dass er eine Integration von Porsche in den VW-Konzern favorisiert. Insgesamt gebe es drei Wege für einen Zusammenschluss, darunter "zwei Fusionswege". Die Beteiligung eines arabischen Großinvestors, um die Finanzprobleme von Porsche zu lösen, lehnte Pich ab. 



Damit erhöht er den Druck auf das Porsche-Management. Die Porsche-Eigner, die Familien Porsche und Pich, hatten sich vergangene Woche auf einen Zusammenschluss mit Europas größtem Autohersteller verständigt, um die durch die VW-Übernahme entstandene Finanzlücke zu schließen. Auf Porsche lasten durch den Kauf von 51 Prozent an VW Nettoschulden von neun Milliarden Euro. Dagegen verfügt VW im Automobilgeschäft über Barmittel von fast elf Milliarden Euro. Aus VW und Porsche soll nun ein integrierter Autokonzern mit zehn Marken entstehen.
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