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    <ntv:field ntv:name="headline">Spoerr verlässt Freenet</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Überraschende Entscheidung</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Der Vorstandschef der Mobilfunkanbieters Freenet, Eckhard Spoerr, verlässt das Unternehmen. Spoerr werde Freenet auf eigenen Wunsch zum 23. Januar des kommenden Jahres verlassen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen mit. Vorstandssprecher für die Zeit nach Spoerr werde Joachim Preisig. Die Position des Firmenchefs werde neu besetzt.



Warum Spoerr Freenet verlässt, wurde nicht mitgeteilt. Hintergrund könnten der stockende Verkaufs der DSL-Sparte und die deshalb murrenden Großaktionäre sein. Spoerr hatte Ende vergangener Woche versucht, die Aktionäre zu besänftigen. Die Finanzkrise sei dafür verantwortlich, dass bisher kein Käufer gefunden wurde, betonte er. Auch die Interessenten für das Geschäft mit den schnellen DSL-Internetanschlüssen seien davon betroffen. "Da kann es sein, dass so ein Projekt eine Zeit lang zurückgestellt wird", so Spoerr. Er habe sich für den Verkauf "kein Zieldatum gesetzt". Es komme darauf an, Ruhe zu bewahren, sonst würde Aktionärsvermögen vernichtet.



Damit stand Spoerr im Widerspruch zu Aufsichtsratschef Helmut Thoma. Der hatte den Freenet-Chef kürzlich zwar in Schutz genommen, zugleich aber die Erwartung formuliert, dass bis Januar ein Käufer gefunden wird. Sollte wider Erwarten bis Mai 2009 noch kein Vertrag unterzeichnet sein, müsse neu nachgedacht werden, so Thoma. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Spoerr gerate unter Druck, weil die Investoren keine Strategie für den Mobilfunkdienstleister erkennten und der Verkauf der DSL-Sparte stocke. Die Stimmen für einen Führungswechsel mehrten sich, auch der Finanzinvestor Permira sehe die Arbeit von Spoerr inzwischen kritische, hieß es. 



Permira war mit der Übernahme von Debitel als Großaktionär zu Freenet gestoßen. Spoerr hatte sich von ihm Schutz gegen die kritischen Anteilseigner United Internet und Drillisch erhofft, gegen deren Willen er die Übernahme von Debitel durchgesetzt hatte. Mit Permira kommen die Rebellen auf 51 Prozent und hätten damit eine Hauptversammlungsmehrheit. "Der Aufsichtsrat kennt und begleitet unsere Strategie schon seit Jahren und unterstützt diese mit Nachdruck", hielt Spoerr den Kritikern entgegen. Freenet habe von Anfang an auf mobiles Internet gesetzt. "Wir wollten Mobilfunk machen." Gegründet worden war Freenet 1999 als Internetanbieter, bevor sie 2007 mit der früheren Muttergesellschaft Mobilcom verschmolzen wurde. Spoerr kündigte an, die Marken Mobilcom und Debitel zusammenzuführen. Freenet solle im Markenauftritt zurücktreten, bleibe aber als Internetportal erhalten.



Der Konzern ist durch die Übernahme von Debitel mit 1,3 Milliarden Euro verschuldet, bis 2014 müssen 400 Millionen Euro getilgt werden. Hinzu kommen Zinsen, die laut Spoerr anfangs im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Die Finanzierung sei bis 2014 gesichert.



Nach vollständiger Integration von Debitel erwartet Freenet frühestens 2010 Synergien von jährlich bis zu 100 Millionen Euro, doppelt soviel wie bisher genannt. Mit dem Verkauf des DSL-Geschäfts will Freenet die Übernahme zumindest teilweise finanzieren.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div>]]></ntv:field>
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      <p>Der Vorstandschef der Mobilfunkanbieters Freenet, Eckhard Spoerr, verlässt das Unternehmen. Spoerr werde Freenet auf eigenen Wunsch zum 23. Januar des kommenden Jahres verlassen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen mit. Vorstandssprecher für die Zeit nach Spoerr werde Joachim Preisig. Die Position des Firmenchefs werde neu besetzt.



Warum Spoerr Freenet verlässt, wurde nicht mitgeteilt. Hintergrund könnten der stockende Verkaufs der DSL-Sparte und die deshalb murrenden Großaktionäre sein. Spoerr hatte Ende vergangener Woche versucht, die Aktionäre zu besänftigen. Die Finanzkrise sei dafür verantwortlich, dass bisher kein Käufer gefunden wurde, betonte er. Auch die Interessenten für das Geschäft mit den schnellen DSL-Internetanschlüssen seien davon betroffen. "Da kann es sein, dass so ein Projekt eine Zeit lang zurückgestellt wird", so Spoerr. Er habe sich für den Verkauf "kein Zieldatum gesetzt". Es komme darauf an, Ruhe zu bewahren, sonst würde Aktionärsvermögen vernichtet.



Damit stand Spoerr im Widerspruch zu Aufsichtsratschef Helmut Thoma. Der hatte den Freenet-Chef kürzlich zwar in Schutz genommen, zugleich aber die Erwartung formuliert, dass bis Januar ein Käufer gefunden wird. Sollte wider Erwarten bis Mai 2009 noch kein Vertrag unterzeichnet sein, müsse neu nachgedacht werden, so Thoma. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Spoerr gerate unter Druck, weil die Investoren keine Strategie für den Mobilfunkdienstleister erkennten und der Verkauf der DSL-Sparte stocke. Die Stimmen für einen Führungswechsel mehrten sich, auch der Finanzinvestor Permira sehe die Arbeit von Spoerr inzwischen kritische, hieß es. 



Permira war mit der Übernahme von Debitel als Großaktionär zu Freenet gestoßen. Spoerr hatte sich von ihm Schutz gegen die kritischen Anteilseigner United Internet und Drillisch erhofft, gegen deren Willen er die Übernahme von Debitel durchgesetzt hatte. Mit Permira kommen die Rebellen auf 51 Prozent und hätten damit eine Hauptversammlungsmehrheit. "Der Aufsichtsrat kennt und begleitet unsere Strategie schon seit Jahren und unterstützt diese mit Nachdruck", hielt Spoerr den Kritikern entgegen. Freenet habe von Anfang an auf mobiles Internet gesetzt. "Wir wollten Mobilfunk machen." Gegründet worden war Freenet 1999 als Internetanbieter, bevor sie 2007 mit der früheren Muttergesellschaft Mobilcom verschmolzen wurde. Spoerr kündigte an, die Marken Mobilcom und Debitel zusammenzuführen. Freenet solle im Markenauftritt zurücktreten, bleibe aber als Internetportal erhalten.



Der Konzern ist durch die Übernahme von Debitel mit 1,3 Milliarden Euro verschuldet, bis 2014 müssen 400 Millionen Euro getilgt werden. Hinzu kommen Zinsen, die laut Spoerr anfangs im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Die Finanzierung sei bis 2014 gesichert.



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