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  <ntv:article ntv:readingtime="2" ntv:layout="detail" ntv:agency="Johannes Wagemann, dpa" ntv:publishdate="09.07.2011 09:08" ntv:section="Wissen" ntv:id="3769736" ntv:homesection="Wissen" ntv:url="https://apps.n-tv.de/wissen/Wellenkraftwerk-eingeweiht-article3769736.html" ntv:contenttype="meldung" ntv:outbrain="outbrain_comp">
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    <ntv:field ntv:name="headline">Wellenkraftwerk eingeweiht</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Zukunftsmusik wird hörbar</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="teaser">Energiewende live: Während an der deutschen Küste Offshore-Windparks entstehen, kann in Nordspanien das Meer selbst genutzt werden. Dort geht das erste kommerzielle Wellenkraftwerk ans Netz. Experten sehen die Technik aber noch in den Kinderschuhen.</ntv:field>
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      <ntv:field ntv:name="caption">In diesem Bauwerk sind 16 Turbinen versteckt, die nur auf die nächste Welle warten.</ntv:field>
      <ntv:field ntv:name="credits">Voith Hydro</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Wellen krachen gegen das weißgraue, massive Bauwerk vor dem Hafen von Mutriku im nordspanischen Baskenland. Ein scheinbar unauffälliger Betonklotz neben der Hafenmole. Doch er hat es in sich: Dort verbergen sich 16 Turbinen, die nur auf die nächste Welle warten, denn sie verwandeln sie in Strom. Am Freitag ist es soweit: Das nach Firmenangaben erste kommerziell genutzte Wellenkraftwerk geht ans Netz.</p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><p>Seine Dimensionen lassen eine Energiewende mit Hilfe der Weltmeere allerdings zunächst wenig realistisch erscheinen. Die Turbinen versorgen mit ihrer Leistung von 300 Kilowatt gerade mal rund 250 Haushalte mit Strom, erläutert der Bauherr EVE (Ente Vasco de la Energia). "Die Größe lässt noch keine Aussage zu, ob das einer der wichtigen Energieträger der Zukunft ist", sagt Wellenkraftexperte Kai-Uwe Graw von der Technischen Universität Dresden. "Die ersten Windräder waren auch verhältnismäßig klein."</p><h3>Riesiges Energiepotenzial in Wellen</h3><p>"Das Potenzial der Energiegewinnung aus Wellen ist gigantisch", ist sich Roland Münch, Chef von Voith Hydro, hingegen sicher. Die Sparte des Heidenheimer Anlagenbauers hat die sogenannten Wellsturbinen geliefert, die nun in Mutriku laufen. Wellenkraft sei die interessanteste aller Arten, aus Weltmeeren und deren Strömungen Energie zu gewinnen. Voith hat dabei selbstredend ganz handfeste Interessen, auch wenn in Nordspanien nur 6,7 Millionen Euro investiert wurden. Die Heidenheimer sind einer der Weltmarktführer bei der Wasserkraft - wo sonst viel größere Projekte wie Staudämme gestemmt werden.</p><div id="3769706"></div><p>Seit Jahrzehnten tüfteln Wissenschaftler und Ingenieure daran, wie der Wellengang genutzt werden kann. "In der Anfangszeit haben sich viele Firmen daran ausprobiert, dann aber wegen fehlender Marktchancen einen Rückzieher gemacht", sagt Hydromechanikprofessor Graw. Tatsächlich ist zumindest in Deutschland, das sich ja als Vorreiter in Sachen Energiewende sieht, kein Einsatz vorstellbar. "Die Küsten von Nord- und Ostsee eignen sich nicht", sagt Graw.</p><p>Optimal hingegen sieht es an den Atlantikküsten von Schottland, Norwegen, Portugal oder eben auch Spanien aus. "Ob Mutriku wirklich unter kommerziellen Bedingungen funktioniert, müssen die jetzt aber erst einmal beweisen", sagt Graw. Technisch läuft es jedenfalls, die Methode nennt sich "Oszillierende Wassersäule" (OWS). Die Wellen schwappen unter der Wasseroberfläche in eine Kammer und produzieren dadurch einen Luftzug, der wiederum die Turbine antreibt. Weil es in Mutriku eine Wellsturbine ist, dreht die sich immer in der gleichen Richtung. Es ist also egal, ob die Welle gerade raus- oder reinschwappt.</p><h3>Prognosen sind schwer</h3><p>Wellenkraftexperte Graw ist hin- und hergerissen, wenn es um eine Prognose für die Wellenkraft geht. Aussagen, in den Weltmeeren stecke bis zu ein Drittel des weltweiten Strombedarfs, will er nicht kommentieren. Neben der Wellenkraft sei die Nutzung der Gezeiten ja schon gängig. "Die Möglichkeiten sind riesig, das stimmt. Aber wie lange es dauert, sie wirklich auszunutzen, lässt sich nicht eindeutig bestimmen."</p><div id="native11"></div><p>Auch deutsche Energiekonzerne arbeiten neben den Offshore-Parks an Möglichkeiten, sich die Weltmeere zunutze zu machen. RWE Innogy etwa will an Schottlands Küste ein 4-Megawatt-Wellenkraftwerk installieren. Vorbilder wie Mutriku sind da nicht ungeeignet. Der weißgraue, spitzzulaufende Klotz sollte so oder so gebaut werden - als Wellenbrecher und Schutz für den dahinter liegenden Hafen der baskischen Stadt.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Wellen krachen gegen das weißgraue, massive Bauwerk vor dem Hafen von Mutriku im nordspanischen Baskenland. Ein scheinbar unauffälliger Betonklotz neben der Hafenmole. Doch er hat es in sich: Dort verbergen sich 16 Turbinen, die nur auf die nächste Welle warten, denn sie verwandeln sie in Strom. Am Freitag ist es soweit: Das nach Firmenangaben erste kommerziell genutzte Wellenkraftwerk geht ans Netz.</p>
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      <p>Seine Dimensionen lassen eine Energiewende mit Hilfe der Weltmeere allerdings zunächst wenig realistisch erscheinen. Die Turbinen versorgen mit ihrer Leistung von 300 Kilowatt gerade mal rund 250 Haushalte mit Strom, erläutert der Bauherr EVE (Ente Vasco de la Energia). "Die Größe lässt noch keine Aussage zu, ob das einer der wichtigen Energieträger der Zukunft ist", sagt Wellenkraftexperte Kai-Uwe Graw von der Technischen Universität Dresden. "Die ersten Windräder waren auch verhältnismäßig klein."</p>
      <h3>Riesiges Energiepotenzial in Wellen</h3>
      <p>"Das Potenzial der Energiegewinnung aus Wellen ist gigantisch", ist sich Roland Münch, Chef von Voith Hydro, hingegen sicher. Die Sparte des Heidenheimer Anlagenbauers hat die sogenannten Wellsturbinen geliefert, die nun in Mutriku laufen. Wellenkraft sei die interessanteste aller Arten, aus Weltmeeren und deren Strömungen Energie zu gewinnen. Voith hat dabei selbstredend ganz handfeste Interessen, auch wenn in Nordspanien nur 6,7 Millionen Euro investiert wurden. Die Heidenheimer sind einer der Weltmarktführer bei der Wasserkraft - wo sonst viel größere Projekte wie Staudämme gestemmt werden.</p>
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      <p>Seit Jahrzehnten tüfteln Wissenschaftler und Ingenieure daran, wie der Wellengang genutzt werden kann. "In der Anfangszeit haben sich viele Firmen daran ausprobiert, dann aber wegen fehlender Marktchancen einen Rückzieher gemacht", sagt Hydromechanikprofessor Graw. Tatsächlich ist zumindest in Deutschland, das sich ja als Vorreiter in Sachen Energiewende sieht, kein Einsatz vorstellbar. "Die Küsten von Nord- und Ostsee eignen sich nicht", sagt Graw.</p>
      <p>Optimal hingegen sieht es an den Atlantikküsten von Schottland, Norwegen, Portugal oder eben auch Spanien aus. "Ob Mutriku wirklich unter kommerziellen Bedingungen funktioniert, müssen die jetzt aber erst einmal beweisen", sagt Graw. Technisch läuft es jedenfalls, die Methode nennt sich "Oszillierende Wassersäule" (OWS). Die Wellen schwappen unter der Wasseroberfläche in eine Kammer und produzieren dadurch einen Luftzug, der wiederum die Turbine antreibt. Weil es in Mutriku eine Wellsturbine ist, dreht die sich immer in der gleichen Richtung. Es ist also egal, ob die Welle gerade raus- oder reinschwappt.</p>
      <h3>Prognosen sind schwer</h3>
      <p>Wellenkraftexperte Graw ist hin- und hergerissen, wenn es um eine Prognose für die Wellenkraft geht. Aussagen, in den Weltmeeren stecke bis zu ein Drittel des weltweiten Strombedarfs, will er nicht kommentieren. Neben der Wellenkraft sei die Nutzung der Gezeiten ja schon gängig. "Die Möglichkeiten sind riesig, das stimmt. Aber wie lange es dauert, sie wirklich auszunutzen, lässt sich nicht eindeutig bestimmen."</p>
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      <p>Auch deutsche Energiekonzerne arbeiten neben den Offshore-Parks an Möglichkeiten, sich die Weltmeere zunutze zu machen. RWE Innogy etwa will an Schottlands Küste ein 4-Megawatt-Wellenkraftwerk installieren. Vorbilder wie Mutriku sind da nicht ungeeignet. Der weißgraue, spitzzulaufende Klotz sollte so oder so gebaut werden - als Wellenbrecher und Schutz für den dahinter liegenden Hafen der baskischen Stadt.</p>
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