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    <ntv:field ntv:name="headline">Windräder könnten Bedarf decken</ntv:field>
    <ntv:field ntv:name="subheadline">Genug Platz und genug Wind in China</ntv:field>
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    <ntv:field ntv:name="plainbody"><![CDATA[<p>Chinas Energiehunger wächst ungezähmt: Jede Woche gehen dort mehrere neue Kohlekraftwerke ans Netz, wie der Harvard-Professor Michael McElroy betont. Alle drei Jahre nimmt die chinesische Kraftwerkskapazität um mehr als die gesamte in Deutschland installierte Leistung zu. Überraschenderweise kommt eine neue Studie nun zu dem Schluss, dass China den kompletten Strombedarf der nächsten 20 Jahre auch mit Windenergie decken könnte – und zwar zu wirtschaftlich realistischen Bedingungen. Selbst bei einer Auslastung von nur 20 Prozent könnte ein landesweites Netz von Windrädern demnach fast 25 Billionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das ist siebenmal mehr als China derzeit verbraucht, wie ein Team um McElroy im US-Wissenschaftsjournal "Science" schreibt.

 </p><div data-adformat="sc_intxt" style="margin-top: -10px; margin-bottom: 10px;" id="sc_intxt"></div><h3>CO2-Emissionen vermeidbar</h3><p>China ist der größte Produzent von Kohlendioxid (CO2) der Erde und – nach den USA – der zweitgrößte von Strom. "Die Welt müht sich mit der Frage, wie die Umstellung von kohlenstoffreichen Brennstoffen zu einer kohlenstofffreien Alternative zu schaffen ist", sagt McElroy. "Die wirkliche Frage für den Erdball ist jedoch: Welche Alternativen hat China?" Der Strombedarf wachse dort um knapp ein Gigawatt pro Woche, das addiert sich zu rund 50 Gigawatt im Jahr. McElroys Team untersuchte detailliert das Windenergiepotenzial in China. Dazu nutzten die Forscher meteorologische Daten der US-Raumfahrtbehörde NASA in Verbindung mit der chinesischen Geografie.



</p><div id="500898"></div><p>Sie nahmen an, dass ein Netz von 1,5-Megawatt-Turbinen in unbewaldeten, eisfreien ländlichen Gebieten mit weniger als 20 Prozent Steigung oder Gefälle aufgestellt werden könnte. Mit einem garantierten Einspeisepreis von rund 5 Eurocent pro Kilowattstunde ließe sich demnach der komplette für 2030 erwartete Strombedarf decken.</p><h3>Anderthalbfache Fläche Deutschlands</h3><p>"Die Windfarmen würden nur eine Fläche von einer halben Million Quadratkilometern benötigen", erläutert Ko-Autor Xi Lu. Das entspricht etwa der anderthalbfachen Fläche Deutschlands. "Der physische ”Fußabdruck” der Windturbinen wäre jedoch noch kleiner, so dass die Flächen weiter landwirtschaftlich genutzt werden könnten." Natürlich gibt es diese Umstellung der Energieerzeugung nicht zum Nulltarif: McElroy und seine Mitstreiter schätzen die nötigen Investitionen über die nächsten 20 Jahre auf mehr als 600 Milliarden Euro.</p><div id="500899"></div><p>Diese Summe sei zwar hoch, an der gegenwärtigen Größe der chinesischen Volkswirtschaft gemessen jedoch nicht unrealistisch, urteilen sie. Und würde China dagegen den steigenden Strombedarf weiterhin durch den Bau neuer Kohlekraftwerke decken, könnte der CO2-Ausstoß um bis zu 3,5 Milliarden Tonnen im Jahr steigen.</p><h3>Wachsender Windenergiemarkt</h3><p>Derzeit deckt die Windenergie McElroy zufolge nur 0,4 Prozent des chinesischen Strombedarfs. Unter anderem wegen des 2005 von der Regierung in Peking verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Gesetzes entwickle sich China derzeit jedoch zum weltweit am schnellsten wachsenden Windenergiemarkt. Die Forscher wollen nun eine ausführlichere Studie auf der Basis von 25 Jahren Winddaten machen. Daneben betonen sie, dass ihr Modell für China auch das Windenergiepotenzial in jeder anderen Region der Erde bestimmen könnte – ob an Land oder auf dem Meer. Außerdem lasse es sich auch auf Solarstrom ausdehnen.</p>]]></ntv:field>
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      <p>Chinas Energiehunger wächst ungezähmt: Jede Woche gehen dort mehrere neue Kohlekraftwerke ans Netz, wie der Harvard-Professor Michael McElroy betont. Alle drei Jahre nimmt die chinesische Kraftwerkskapazität um mehr als die gesamte in Deutschland installierte Leistung zu. Überraschenderweise kommt eine neue Studie nun zu dem Schluss, dass China den kompletten Strombedarf der nächsten 20 Jahre auch mit Windenergie decken könnte – und zwar zu wirtschaftlich realistischen Bedingungen. Selbst bei einer Auslastung von nur 20 Prozent könnte ein landesweites Netz von Windrädern demnach fast 25 Billionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das ist siebenmal mehr als China derzeit verbraucht, wie ein Team um McElroy im US-Wissenschaftsjournal "Science" schreibt.</p>
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      <h3>CO2-Emissionen vermeidbar</h3>
      <p>China ist der größte Produzent von Kohlendioxid (CO2) der Erde und – nach den USA – der zweitgrößte von Strom. "Die Welt müht sich mit der Frage, wie die Umstellung von kohlenstoffreichen Brennstoffen zu einer kohlenstofffreien Alternative zu schaffen ist", sagt McElroy. "Die wirkliche Frage für den Erdball ist jedoch: Welche Alternativen hat China?" Der Strombedarf wachse dort um knapp ein Gigawatt pro Woche, das addiert sich zu rund 50 Gigawatt im Jahr. McElroys Team untersuchte detailliert das Windenergiepotenzial in China. Dazu nutzten die Forscher meteorologische Daten der US-Raumfahrtbehörde NASA in Verbindung mit der chinesischen Geografie.</p>
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      <p>Sie nahmen an, dass ein Netz von 1,5-Megawatt-Turbinen in unbewaldeten, eisfreien ländlichen Gebieten mit weniger als 20 Prozent Steigung oder Gefälle aufgestellt werden könnte. Mit einem garantierten Einspeisepreis von rund 5 Eurocent pro Kilowattstunde ließe sich demnach der komplette für 2030 erwartete Strombedarf decken.</p>
      <h3>Anderthalbfache Fläche Deutschlands</h3>
      <p>"Die Windfarmen würden nur eine Fläche von einer halben Million Quadratkilometern benötigen", erläutert Ko-Autor Xi Lu. Das entspricht etwa der anderthalbfachen Fläche Deutschlands. "Der physische ”Fußabdruck” der Windturbinen wäre jedoch noch kleiner, so dass die Flächen weiter landwirtschaftlich genutzt werden könnten." Natürlich gibt es diese Umstellung der Energieerzeugung nicht zum Nulltarif: McElroy und seine Mitstreiter schätzen die nötigen Investitionen über die nächsten 20 Jahre auf mehr als 600 Milliarden Euro.</p>
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      <p>Diese Summe sei zwar hoch, an der gegenwärtigen Größe der chinesischen Volkswirtschaft gemessen jedoch nicht unrealistisch, urteilen sie. Und würde China dagegen den steigenden Strombedarf weiterhin durch den Bau neuer Kohlekraftwerke decken, könnte der CO2-Ausstoß um bis zu 3,5 Milliarden Tonnen im Jahr steigen.</p>
      <h3>Wachsender Windenergiemarkt</h3>
      <p>Derzeit deckt die Windenergie McElroy zufolge nur 0,4 Prozent des chinesischen Strombedarfs. Unter anderem wegen des 2005 von der Regierung in Peking verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Gesetzes entwickle sich China derzeit jedoch zum weltweit am schnellsten wachsenden Windenergiemarkt. Die Forscher wollen nun eine ausführlichere Studie auf der Basis von 25 Jahren Winddaten machen. Daneben betonen sie, dass ihr Modell für China auch das Windenergiepotenzial in jeder anderen Region der Erde bestimmen könnte – ob an Land oder auf dem Meer. Außerdem lasse es sich auch auf Solarstrom ausdehnen.</p>
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